Montabaur, den 19. Okt. 1960
Niederschrift
über die nichtöffentliche Dringlichkeitssitzung des Stadtrates
am Montag, dem 10. Okt. 1960
Anwesend waren unter dem Vorsitz von Bürgermeister Kraulich die Beigeordneten: Pehl, Scheidt und Joras,
die Stadträte: Morschheuser, Foerster, Weimer, Eberz, Mahn,
Rothbrust, Decker, Speier, Witte, Duckwitz, Kamp und Kunkler,
entschuldigt fehlte: Stadtrat Kuntermann, Rätz, unentschuldigt fehlten: die Stadträte Burg, Frl. Seepe, Kraemer
H.i " 135.
Bürgermeister Kraulich eröffnet die Sitzung um 17,10 Uhr und stellt zunächst die Beschlußfähigkeit des Stadtrgtes fest.
Als 2. gibt er bekannt, daß es sich bei dieser Sitzung um eine Dringlichkeitssitzung handelt. Er begründet die Dringlichkeit damit, daß städt. Grundstücke für die Errichtung eines Industrie- Betriebs verkauft werden sollen. Für diese Maßnahme ist Eile geboten, da sonst evtl, der Interessent sich anderweitig niederläßt.
Der Bürgermeister läßt zunächst darüber beschließen, daß die Dring lichkeit der Sitzung vom Stadtrat anerkannt wird.
Der Beschluß wird einstimmig gefaßt.
Sodann beschließt der Stadtrat auf Antrag des Bürgermeisters, daß die beiden Punkte der Tagesordnung in nichtöffentlicher Sitzung behandelt werden. /
Nach diesem Beschluß stellt der Bürgermeister die Öffentlichkeit wieder her und gibt bekannt, daß der Stadtrat beschlossen habe, die heutige Sitzung als Dringlichkeitssitzung und die auf der Tagesordnung stehenden Punkte in nichtöffentlicher Sitzung zu behandeln.
Der Bürgermeister schließt sodann die öffentliche Sitzung und eröffnet die nichtöffentliche Sitzung.
Punkt 1
Bericht über den Antrag eines Industrie-Unternehmens auf Ansiedlung in Montabaur.
Der Bürgermeister gibt folgendes bekannt:
Am 23.9.1960 ging bei der Stadtverwaltung eine Anfrage der Fa.
Anni Schröder —Morgenröcke, Blusen— aus Enger in Westf. ein, ob die Möglichkeit bestände, in Montabaur einen Textilbetrieb für etwa 100 Personen unterzubringen. Die Stadtverwaltung gab daraufhin der Firma am 26.9.60 die Nachricht, daß das erforderliche Gelände in Montabaur zur Verfügung stände. Weiterhin besitze Montabaur eine Auffahrt zur Autobahn Köln/Frankfurt und liege 20 km von Koblenz entfernt an der B 49. Gleichzeitig wurde die ^ Bitte um eine persönliche Aussprache vorgebracht.
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