Akte 
Sitzung 23. Oktober 1956
Entstehung
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Punkt 7 Verschiedenes.

Vorsprache des Vorstandes des Elternbeirates der Volksschule.

Herr Bürgermeister teilt dem Stadtrat mit, daß der Vorstand des Elternbeirates um eine Aussprache ersucht hatte, die ihm auch ge­währt wurde. Es handelte sich um eine Aussprache über die Lösung des Raumproblems.

Dem Vorstand wurde Kenntnis gegeben, daß einmal die Finanzierung noch nicht klar sei und zum anderen auch die Platzfrage noch nicht restlos geklärt wäre. Eine vorübergehende Notlösung komme, aber nicht infrage.

Es wird nicht verkannt, daß die Volksschule die Schule ist, in der die große Masse unseres Volkes seine Ausbildung genießt.

Es wird nichts unversucht bleiben, um die Verhältnisse so bald wie möglich zu ordnen. . ^

Der Stadtrat nimmt von den Ausführungen Kenntnis.

Punkt 7 Verschiedenes.

Wohnungsmarktlage am 1. Oktober 1956 in Montabaur.

Die Wohnungsmarktlage in Montabaur ist nach wie vor katastrophal.

Wir haben heute noch 442 Wohnungssuchende Familien mit 1.424 Per­sonen. Trotz der regen Bautätigkeit wächst die Zahl der Wohnungs­suchenden ständig.

Es kann nicht verschwiegen werden, daß wir städt. Wohnungen haben, die keine Wohnungen mehr sind. Der kommende Stadtrat wird sich mit der Lösung der Unterbringung gewisser Familien zu befassen haben.

Der Stadtrat nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

Punkt 7 Verschiedenes.

Vertrag zur Abgabe von Wasser an eine Baumschule.

Herr Domänendirektor Apeldorn will in der Gemarkung Niederelbert in der Nähe der Abzweigung voniHorresserstcck eine Baumschule an- legen und von der Stadt Montabaur das 'Wasser beziehen. Technisch " ist dies durchaus möglich.

Herr Bürgermeister macht den Vorschlag, auch diesen Punkt zuvor an den Bau- und Finanzausschuß, der am Freitag zusamrnentreten soll, zu überweisen.

Der Stadtrat ist damit einverstanden.

Bevor die öffentliche Sitzung geschlossen wird, richtet der Bür­germeister noch Worte des Dankes an die Mitglieder des Stadtrates.

Er dankt allen dafür, daß sie bei ihrer Arbeit stets vor allen Din­gen das Wohl der Stadt im Auge gehabt haben. Anerkennend sei die stets gute Zusammenarbeit zwischen dem Rat und der Verwaltung.und der Fraktionen untereinander hervorzuheben. Die hervorstechendste Tat dieses Stadtrates sei die Lösung des Problems der Wasserver­sorgung gewesen. Es wären schwere und entscheidende Entschlüsse zu fassen gewesen, die oft auch in der Stadt starker Kritik aus­gesetzt gewesen seien. Der Bürgermeister dankte dem Stadtrat dafür, daß er sich nicht der Verantwortung entzogen habe und durch seine Beschlüsse die Zukunft der Stadt auf dem Gebiete der Wasserversor­gung sic-ergestellt habe, Durch die jetzt vorliegenden Unterlagen sei auch den Nachkommen die Möglichkeit gegeben, wenn später einmal das jetzt vorhandene Wasser nicht mehr ausreiche, noch zusätzliches Wasser zu schaffen. Nunmehr sei der Stadt die Möglichkeit gegeben, allen Anforderungen, die durch die Vergrößerung der Stadt und evtl.

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