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Montabaur , den 4. April Bericht über die Stadtratssitzung vom 1. April 1955.
anwesend waren unter dem Vorsitz von Bürgermeister Fraulich: die Beigeordneten: Behl, Frank und Hannappel.
die Stadträte : Morschheuser,Hartert, Frl. Seepe, Weimer ,Nahn,Ro3i=
brust,Decker, Burg, Jntra, Altenhofen,Kuntermann, Schmidt, Orth u. Hätz
Entschuldigt fchlteSt^ Orth tr.f erst gegen 18 Uhr ein.
Stadträte : Eberz, Germann u. Scheidt.
Stadtrat Michel.
fehltet
die
Unentschuldigt fehlte:
Um 17 2o Uhr eröffnet Herr Bürgermeister die Sitzung.
Br stellt fest, dass form-und fristgerecht geladen und der Stadtrat beschlussfähig ist.
Es wird sofort in die Tagesordnung eingetreten.
A. Öffentliche Sitzung.
Bunkt 1
Benennung der Straßen " Auf der Wölfchesbitz
Jn der letzten Stadtratssitzurg stand dieser Bunkt be = reits zur Beratung- Die Angelegenheit war vorerst an den Bauaus = schuß verwiesen worden
Der Bauausschuß hat in seiner Sitzung am 25.3.1955 die inzwischen von der Verwaltung neu vorgeschlagenen Straßennamen gutgeheißen . Die Straßen sollen folgende Namen erhalten:
Straße C Humbachstraße,
Straße B Mons Tabor Straße,
Straße A Wölfchesbitz-Straße,
Straße E Clemensstraße,
Straße D Hermannstraße.
Herr Bürgermeister gibt Erläuterungen über die Herkunft der Namen.
Beigeordneter Behl heißt die Straßennamen 1-3 und 5 gut Die Straße E ( 4) bittet er " von Orsbeck Straße " zu benannen, Während Hermann von Alemannien beim Bau der ersten steinernen Kirche urkundlich erwähnt wird, ist Johann Hugo v.Orsbeck als Er=) btucr des heutigen Schlosses bekannt.
Beigeordneten Frank ist der Name " Hermannstraße " unsympathisch.
Er plädiert dafür, dass der Name noch einen Zusatz erhält oder der Straße D ein anderer Namen gegeben wird.
Jn der Debatte, an der sich alle Fraktionen beteiligen,einigt man sich dahingehend, für die Straße D den Namen " Hermannstraße " zu belassen.
Einstimmig ist der Stadtrat damit einverstanden, dass die Straßen C-B-A u.D die vorgeschlagenen Namen erhalten. Die Straße E erhält die Bezeichnung " von Orsbeck-Straße ".
Das Stadtbauamt wird beauftragt, möglichst bald die Straßen = Schilder, zu beschaffen.
Bunkt 2
Baumaßnahmen im Hospital.
Neben anderen Baumassnahmen ist der Abbruch der auf dem Hosoitalgrundstück stehenden Scheunen fär das Rechnungsjahr 1955 vorgesehen. Beide Scheunen befinden sich in einem baulich außerordentlich schlechten Zustand.Die laufenden Unterhaltungskosten stehen in keinem Verhältnis zum nrtrag. Z.Zt- sind die Scheunen an die Stadt für 120 -D.M. im Jahr verpachtet. Unbedingt benötigt werden die beiden Scheunen auch von der Stadt nicht. Eine Nutzung^ der Scheunen durch den Hospitalfonds selbst kommt wohl nie mehr
. in Frage, Verwaltung schlägt daher vor, beide Scheunen ab =
reißen

