Punkt 6
Resu.lu.tion des Elternbeirates der Volksschule Montabaur.
Herr Bürgermeister gibt den Jnhalt der Resolution des Elternhei = rates der Josef kehre in Schule Montabaur vom 27.1o.H54 beka-nt.
Jn dieser Resolution wird der Verwaltung und dem Stadtrat vorgeworfen, sich nicht genügend mit dem Raumnotproblem der Volks = schule befasst und keine Massnahmen ergriffen zu haben, um diese zu beheben.
Herr Bürgermeister weist diesen Vorwurf entschieden zurück, und gibt bekannt, welche Gelder seit der Währungsreform 1948 für die Josef kehrein Schule Montabaur verausgabt wurden. Gesamtbetrag = 96 475 , 70 - DM.
Die Damen und Herren des Stadtrates wissen, dass das Schul = Problem schon des öfteren im Rat zur Debatte stand und immer wieder überlegt wurde, auch hier eine günstige Lösung zu finden.
Beigeordneter Pehl unterstreicht die Ausführungen des Bürgermeisters Er macht den Vorschlag, die Raumnot evtl, durch eine Aufstockung des Schulbaues zu beheben. Ein entsprechender Plan nebst kostenan = schlag dürfte einzuholen sein.
Herr Bürgermeister gibt zu bedenken, dass der Schulhof für die kinder jetzt schon zu klein ist, was zur Folge hatte, dass die kinder um Unfälle zu vermeiden, sich nur schrittweise auf den Schul= hof bewegen dürfen. Trotzdem sagt Herr Bürgermeister zu, der Frage der Aufstockung der Josef kehrein Schule einmal näher zu treten.
Die anderem Fraktionen schließen sich diesem Plan an, weisen aber den Vorwürf des El&ernbeirates, dass für die Schule nicht ausreichend gesorgt würde ebenfalls ganz entschieden zurück.
Herr Bürgermeister wird dem Elternbeirat mitteilen, dass die Stadt bisher alles getan hat, was ihr finanziell möglich war und von Seiten der Verwaltung und des Stadtrates auch weiterhin versucht wird, den Anforderungen der Schule gerecht zu werden. Es darf bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen werden, dass die Stadt noch mit größeren Sorgen zu kämpfen hat, wie Wasserversorgung, kanalisation usw.
Vorgeschlagen wird noch, zum Schutze für die Kinder, Straßen = Übergänge weiß zu markieren und an besondern verkehrsreichen Ge = fahrenstellen der Stadt Warnschilder ahbringen zu lassen.
Einstimmig billigt der Stadtrat diese Massnahmen.
Punkt 7
Einstellung eines städtischen Arbeiters Für den verstorbenen Elektromeister Albert Schnemkenburger wurde ab 1.12.1954 Herr Heinrich Henritzi aus Montabaur als Elektromonteur ein= gestellt, Vor der Einstellung wurde die Angelegenheit mit den Herren Beigeordneten und dem Fraktionsvorsitzenden der SPD besprochen, die ihre Zustimmung gaben.
Herr Henritzi, der mich die Wasserbautechnik erlernen muss, muß bis zum 1.12.1956 die Meisterprüfung im Elektrohandwerk abgelegt haben.
Der Stadtrat billigt einstimmig die Einstellung des Henritzi.
Punkt 8 *
Änderung eines Stadtratsbeschlusses über den Ankauf von Grundstücken.
Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung vom 14.10.1954 beschlossen, für den Almosenfonds 2 Grundstücke in der Gemarkung Montabaur Flur 7 und 31 zu erwerben.
Der Hospitalfonds hat 1954 an die Stadt ein Grundstück zum Preise von 657,- D.M. verkauft. Dises Geld sollte für den Ankauf des kühlschrankes verwandt werden. Die Aufsichtsbehörde stimmte dem nicht zu. Die Verwaltung schlägt daher vor, dass nicht der Almosenfonds, sondern der Hospitalfonds das Grundstück Flur 7 Parzellen Nr. 444-447 erwirbt. Die Ankaufskosten einschl.kosten für den Vertrag belaufen sich auf ca. 750,- D.M. Der noch fehlende Betrag, etwa 100-D .M.müßte dem Sparkonto des Hospitalfonds entnommen werden.
Der Stadtrat

