Akte 
Sitzung 24. September 1953
Entstehung
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Punkt 4

[Wasserversorgung der Stadt Montabaur.

Bürgermeister graulich verliest einen ausführlichen Be = rieht des Stadtbauamtes mit einer Statistik über den Wasseranfall in den Jahren 1928 bis heute . Aus dem Bericht ergibt sich, dass die Quellen unserer Wasserleitung zum allergrößten Teil von der Witterung abhängig sind, also bei großer Trockenheit ziemlich ver sagen und bei starkem Regenwetter übermäßig viel Wasser bringen* Wahrend die S-^adt im Jahre 1894 bei Übernahme der Wasserleitung nur etwa 3400 Einwohner zählte, sind heute über 5 500 Einwohner in. der Stadt Montabaur mit Wasser zux* versorgen. Aussexbm hat sich das Gewerbe in den letzten Jahren sehr stark vergrößert. Der Wasser verbrauch steigert sich von Jahr zu Jahr. Die in den letzten Jahren an den Sickerungsanlagen vorgenommenen Arbeiten haben sich zum Nutzen der Stadt in diesem Jahre ausserordentlich bemerktbar ge = macht. Das Geld wurde nicht umsonst ausgegeben. Wären die Arbeiten nicht durchgeführt worden, stände die Stadt vor einer Katastrophe. Die Stadt ist bisher immerhin noch mit Wasser versorgt, wenn auch

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Sparmassnähmen einsetzen mussten-

Auf die Dauer gesehen ein solcher Zustand nicht belassen werden. Das^ Wasserproblem muß neu aufgerollt werden und so gelöst werden, dass es in absehbarer Zeit nicht mehr akut wird. Der Geophysiker Dr. Ambronn aus Göttingen ist bereits durch den Bürgermeister"gebeten worden, noch einmal nach Montabaur zu kommen. Weiter dürfte der Wasserplaner, Diplom-Jngenieur Gaul später zu beauftragen sein die Pläne für die Zuführung der neuen Wassermengen zu schaffen. Wasservorkommen wurde am Himmelield und im Kiesgruben,! gelände tan der Limburgerstrasse festgestellt. Diese Stellen und noch weitere Stellen müss vorerst durch den Geophysiker Dr.Ambronn untersucht werden. ^

Alle Fraktionen erkennen an, dass bisher alles getan wurde, um die Versorgung MM der Stadt Montabaurysicner zu stellen. < Einstimmig gibt der Stadtrat seine Zustimmung zur Durchführung der i Massnahmen, die der Bürgermeister^vörgescnlageH^naS. Auf Vorschlag des Bürgermeisters wird ein Ausschuss bestellt, der beratend mit= wirkt. Der Ausschuss soll sich wie folgt zusammen setzen:

CDU 2 Mitglieder I

I FDP 1 Mitglied ' n

SPD 1 Mitglied

Weiter macht Berr Bürgermeister den Vorschlag, der Stadtrat möge im Laufe des Monats Oktober in den Stadtwald fahren um sich an Ort und Stelle die Wasseranlagen anzusehen. Dieser Vorschlag findet einmütige Zustimmung. ;

Punkt 5 .

Eingabe der Einwohner der Rirchstrasse wegen des schlechten :

{Zustandes der Strassendecke und der damit für die Anwohner [verbundenen Schädigung.

Ausser den Anwohnern der Kirchstrasse hat auch der Bezirksverband des Botel-und Gaststättengewerbes, Kreisstelle Unterwesterwald ein Beschwerdeschreiben eingereicht. Es ist rich= tig, dass die Kirchstrasse und anschliessend der Große und der Kleine Markt sich in einem sehr schlechten Zustand befinden. Ver=; ursacht durch den schlechten Zustand der Strassen entstehen durch^ die laufend verkehrenden schweren Kraftfahrzeuge Schäden an den Bäusern. Hinzu kommt der gtarke , der auch nachts nicht ab=^

reißt und die ubernachtungsgäste vertreibt. Die Anlieger haben ^ ' ein

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