Herrn Merz wurde vorgeschlagen, dieses Gelände evtl, als Banplatz für Kasernen zur Verfügung zn stellen. ^
Das Gelände liegt zynischen der Niederelberter Straße, die vom Nie- )l derelberter Stock führt und der Straße vom Horresser Stock nach [
Niederelbert.Im Anschluß an die Niederelberter Straße wäre der Körlenj -Gemarkung Montabaur?,als Übungsplatz zu verwenden. }
Auch die Versorgung mit Wasser wäre sehr leicht möglich, da die Hauptleitung (200 mm) über den Reiterplatz und dann in die Ackeraufforstung zur Schneidmühl führt.
Die Entfernung von der Überquerung der Horresserstraße bis zu den ; geplanten Gebäuden wäre nicht zu groß. Die Stadt hätte die Möglich- -- keit auf diese Art und Weise an das Militär einen Teil des jetzt überflüssigen Wassers abzusetzen. Weiterhin wäre natürlich auch ^
nicht zu verkennen, daß die Soldaten in Montabaur verkehren und f!
hier ein gutes Teil Geld ausgeben würden. Bürgermeister Merz will bezüglich der Grundstücke einen Beschluß des Gemeinderats herbeiführen.
Herr Bürgermeister Kraulich ist der Ansicht, man solle es sich gut ' überlegen, wenn es schon nicht möglich ist Industrie hier anzusiedeln, ob nicht wieder eine Garnison nach Montabaur kommen soll.
Es kommt zu einer sehr lebhaften Aussprache, an der sich alle Fraktionen beteiligen.
Stadtrat Michel und -^ecker sprechen sich offen für die evtl. Errichtung einer Garnison aus.
Einmal wäre es bestimmt zu Nutzen der Montabaurer Geschäftswelt, § zum anderen soll die neue Wehrmacht in Landmannschaften ausgebil- I det werden. Es wäre somit den jungen Menschen aus dem Westerwald j?
möglich, in der Nähe ihres Heimatortes den Wehrdienst abzuleisten. j
Beigeordneter Behl und seiner Meinung schließen sich noch einige i Herren des Stadtrates an, erklärt sich nicht im Stande, bereits ?
heute in der Angelegenheit eine entscheidende Erklärung abgeben zu können. ^
Herr Bürgermeister weist daraufhin, daß er schon vor einigen Monaten ; einmal im Stadtrat über die evtl. Heranziehung einer Garnison ge- ) sprochm habe und gebeten hatte, die Fraktionen möchten sich mit j diesem Problem beschäftigen. ^
, Stadtrat Decker bittet um Abstimmung, zu der es jedoch nicht kommt, [ Man einigt sich schließlich dahin, daß Herr Bürgermeister vorerst j in Niederelbert nachfragt, wie sich der Gemeinderat zu einer Gelän- ^
* deabgabe für eine evtl. Garnison gestellt hat. Wenn bejahend, soll in Bonn angefragt werden, ob die Möglichkeit besteht, eine Garnison zu bekommen.
Punkt 5
Schreiben der Industrie- und Handelskammer betr. Bereitstellung von Gelände zur Errichtung einer Reaktorstation.
Herr Bürgermeister verliest einen Fragebogen betr. Vorbedingungen für die Errichtung einer Reaktorstation der von der Industrie- und Handelskammer Montabaur der ^tadt zugeleitet wurde.
Die Fragen wurden von der Verwaltung noch nicht beantwortet. Vorerst soll der Stadtrat zu dem Problem Stellung nehmen.
An der Aussprache hierüber beteiligen sich alle Fraktionen. ^&n ist allgemein der Ansicht, daß alles versucht werden muß, diese Reaktorstation nach Montabaur zu bekommen und das erforderliche Gelände bereit zu stellen.
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