Akte 
Sitzung 04. November 1955
Entstehung
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Herrn Merz wurde vorgeschlagen, dieses Gelände evtl, als Banplatz für Kasernen zur Verfügung zn stellen. ^

Das Gelände liegt zynischen der Niederelberter Straße, die vom Nie- )l derelberter Stock führt und der Straße vom Horresser Stock nach [

Niederelbert.Im Anschluß an die Niederelberter Straße wäre der Körlenj -Gemarkung Montabaur?,als Übungsplatz zu verwenden. }

Auch die Versorgung mit Wasser wäre sehr leicht möglich, da die Hauptleitung (200 mm) über den Reiterplatz und dann in die Acker­aufforstung zur Schneidmühl führt.

Die Entfernung von der Überquerung der Horresserstraße bis zu den ; geplanten Gebäuden wäre nicht zu groß. Die Stadt hätte die Möglich- -- keit auf diese Art und Weise an das Militär einen Teil des jetzt überflüssigen Wassers abzusetzen. Weiterhin wäre natürlich auch ^

nicht zu verkennen, daß die Soldaten in Montabaur verkehren und f!

hier ein gutes Teil Geld ausgeben würden. Bürgermeister Merz will bezüglich der Grundstücke einen Beschluß des Gemeinderats herbei­führen.

Herr Bürgermeister Kraulich ist der Ansicht, man solle es sich gut ' überlegen, wenn es schon nicht möglich ist Industrie hier anzusie­deln, ob nicht wieder eine Garnison nach Montabaur kommen soll.

Es kommt zu einer sehr lebhaften Aussprache, an der sich alle Fraktionen beteiligen.

Stadtrat Michel und -^ecker sprechen sich offen für die evtl. Er­richtung einer Garnison aus.

Einmal wäre es bestimmt zu Nutzen der Montabaurer Geschäftswelt, § zum anderen soll die neue Wehrmacht in Landmannschaften ausgebil- I det werden. Es wäre somit den jungen Menschen aus dem Westerwald j?

möglich, in der Nähe ihres Heimatortes den Wehrdienst abzuleisten. j

Beigeordneter Behl und seiner Meinung schließen sich noch einige i Herren des Stadtrates an, erklärt sich nicht im Stande, bereits ?

heute in der Angelegenheit eine entscheidende Erklärung abgeben zu können. ^

Herr Bürgermeister weist daraufhin, daß er schon vor einigen Monaten ; einmal im Stadtrat über die evtl. Heranziehung einer Garnison ge- ) sprochm habe und gebeten hatte, die Fraktionen möchten sich mit j diesem Problem beschäftigen. ^

, Stadtrat Decker bittet um Abstimmung, zu der es jedoch nicht kommt, [ Man einigt sich schließlich dahin, daß Herr Bürgermeister vorerst j in Niederelbert nachfragt, wie sich der Gemeinderat zu einer Gelän- ^

* deabgabe für eine evtl. Garnison gestellt hat. Wenn bejahend, soll in Bonn angefragt werden, ob die Möglichkeit besteht, eine Garnison zu bekommen.

Punkt 5

Schreiben der Industrie- und Handelskammer betr. Bereitstellung von Gelände zur Errichtung einer Reaktorstation.

Herr Bürgermeister verliest einen Fragebogen betr. Vorbedingungen für die Errichtung einer Reaktorstation der von der Industrie- und Handelskammer Montabaur der ^tadt zugeleitet wurde.

Die Fragen wurden von der Verwaltung noch nicht beantwortet. Vor­erst soll der Stadtrat zu dem Problem Stellung nehmen.

An der Aussprache hierüber beteiligen sich alle Fraktionen. ^&n ist allgemein der Ansicht, daß alles versucht werden muß, diese Reaktorstation nach Montabaur zu bekommen und das erforderliche Gelände bereit zu stellen.

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