Akte 
Sitzung 03. Juni 1955
Entstehung
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und 6127. Da der Bau selbst lagemäßig etwas tiefer in das Bauge­lände eingerückt werden mußte, hat sich die Notwendigkeit zum An­kauf der Grundstücke ergeben.

Die Verwaltung schlägt vor, dem Antrag stattzugeben.

Einstimmig faßt der Stadtrat folgenden Beschluß:

Der Hospitalfonds Montabaur verkauft an die Interessengemeinschaft Jesse /Leonhard den Rest der Grundstücks^ar^elle 4430*uhd die Grundstücksparzelle 4432, die Stadt Montabaur den Regt'der Graben­parzelle 6127.

Dem Verkauf sind die Verkaufsbedingungen des Vertrages vom 25.9.1954 zu Grunde zu legen. . .

Punkt 3

Erwerb von Grundstücken für den Hospitalfonds.

Herr Bürgermeister erteilt Herrn Stadtinspektor Kunst das Wort zwecks Begründung der Vorlage.

Es besteht zur Zeit die evtl. Möglichkeit, den größten Teil des in dem Feldgemarkungsdistrikt Schwalbachwiese gelegenen Privat­grundbesitzes einschl. des der Domänenverwaltung, käuflich zu er­werben, zum Zwecke der Aufforstung für den Hospitalfonds. Um nun die seit Jahrzehnten geplante und zum größten Teil in die Tat um­gesetzte Heranziehung des Waldes an die Stadt durchzuführen, ist der Kauf unter allen Umständen vorzunehmen.

Zur Zeit sind der Stadt Grundstücke von den Erben Maria Gromig Ww. Montabaur und Hermann Hübinger Horressen in einer Gesamtfläche von 339 Ruten zum Kauf angeboten. Weiter muß versucht werden ein Wiesen­grundstück 35^30 ar groß von Uhrmachermeister Erich Stendebach,das dieser inzwischen von Johann Jakob Hübinger, Horressen, für Auf­forstungszwecke erworben hat, käuflich zu erlangen. Dieses Grund­stück grenzt an unsere Aufforstung und hemmt somit die von der Stadt Montabaur.geplante Aufforstung.

Mit der Domänenverwaltung wird am 4 . Juni d.J. über den Erwerb der in der Schwalbachwiese liegenden Domänengrundstücke verhandelt.

Die Gräflich von Schaesberg'sche Verwaltung hat der Stadt mitgeteilt daß sie bereit sei, die von ihr in der Marschwiese in 195^/53 erwor­benen Landparzellen mit 1,41,78 ha an die Stadt Montabaur, Hospital­fonds, zu verkaufen. Sie verlangt die Einreichung eines Kaufange­botes. Die Fläche ist bereits mit Pappeln bepflanzt.

Weiter hat der in Köln-Lindenthal wohnhafte Josef Roth der Stadt seine in der oberen Schneidmühl gelegenen zwei Äcker mit zusammen 43,40 ar zum Kauf angeboten.

Im Interesse der ganzen Angelegenheit muß schnell gehandelt werden, weil auch Privatpersonen versuchen Landbesitz für Aufforstungszwecke zu erwerben. Durch ein schnelles Handeln muß versucht werden, derar­tige Privatkäufe zu unterbinden.

Einstimmig beschließt der Stadtrat wie folgt:

Mit dem geplanten Ankauf von Grundstücken in den Feldgemarkungs- d'istrikten "Schwalbachwiese, Marschwiese und in der Schneidmühl" ist der Stadtrat einverstanden und wird die Verwaltung ermächtigt, bei tragbaren Preisen die Grundstücke für den Hospitalfonds anzükau- fen bei Übernahme der Notariats- und sonstigen Kosten.