Punkt 4
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Geländetausch für Volksschule.
Herr Bürgermeister gibt dem Stadtrat davon Kenntnis, daß'vor etwa 14 Tagen Herr Oberstudiendirektor ihm mitgeteilt hat, daß der Bau eines neuen Gymnasiums wahrscheinlich nicht mehr in so weiter Ferne liege. Voraussetzung sei, daß das Gelände auf der Wölfchesbitz zur Verfügung stände. Es handele sich bei dem Gymnasialneubau um ein 2 3/2 Millionen Projekt. Die Schule solle nach modernsten Gesichtspunkten errichtet werden. Unter anderem ist vorgesehen eine Aula für ca. 600 Sitzplätze, eine Turnhalle und ein Sportplatz.
In der Angelegenheit Gymnasium, Aufbauschule u. Volksschule mußte nunmehr gehandelt werden.
Herr Bürgermeister wollte hier zunächst einen Ringtausch vornehmen. Er zog in Erwägung, daß der Kreis evtl, ein neues Behördenhaus baue, die Aufbauschule dann ins Seminar ziehe und in das jetzige Gymnasium die staatl. Polizei komme.
Frau Oberstudiendirektorin Bewerunge stand diesem nicht ablehnend gegenüber. Leider hat sich ergeben, daß das Behördenhaus für die Aufbauschule zu klein ist. Eine Möglichkeit ist noch gegeben. Die Aufbauschule verlegt ihre Schulklassen in das jetzige Gymnasium und das Internat verbleibt in der Gelbachstraße.
Mit der evtl. Überlassung des Bauplatzes für das Gymnasium will Herr Bürgermeister dem Land den Vorschlag unterbreiten lassen, das Seminarwäldchen und den Seminarplatz mit den anschließenden Grundstücken gegen den Bauplatz in der Yfölfchesbitz zu tauschen. Vielleicht wäre später noch zu erwägen, die frühere Katharinenschule an das Land zu verkaufen. Von dem erlösten Kaufpreis könnte ein Grundstock für eine später zu erbauende neue Volksschule geschaffen werden. Als Bauplatz käme evtl, der Seminarplatz in Frage.
Sollten sich die Tauschmöglichkeiten nicht in die Tat umsetzen lassen, darf unter keinen Umständen daran das Projekt des Gymnasialneubaues scheitern.
An der Aussprache, an der sich alle Fraktionen beteiligen, wird letzteres ausdrücklich betont. Einstimmig ist man dafür, daß Herr Bürgermeister auf der vorgeschlagenen Basis verhandelt.
Herr Bürgermeister weist wiederholt darauf hin, daß er seine Ausführungen in der nichtöffentlichen Sitzung gibt und diese daher streng geheim sind. Auf keinen Fall darf davon schon jetzt etwas in die Öffentlichkeit gelangen. ,
Einstimmig beauftragt der Stadtrat den Bürgermeister, die Verhandlungen zu führen. Herr Bürgermeister, der immer ein gutes Verhandlungsgeschick gezeigt habe, werde auch hier das Beste herausholen.
Punkt 5
Personalangelegenheit.
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Stadtinspektor Anton Sack feierte am 1. Juni d.J. sein 40 jähriges Dienstjübiläum im Dienste der Stadt Montabaur. Herr Sack, der sich als gewissenhafter und pflichttreuer Beamter allgemeine Wertschätzung und Hochachtung erworben hat, wurde in einer kurzen Feierstunde mit der gesamten Belegschaft am 31. Mai 1955 geehrt. Wie Herr Stadtinspektor Kunst, so erhielt auch er eine goldene Armbanduhr in Anerkennung seiner Verdienste.
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