Akte 
Sitzung 09. Dezember 1954
Entstehung
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Laut Urteil des Landgerichts Koblenz wurde der Stadt das Grund­stück Oster endgültig wieder zugesprochen. Das Grundstück ist im Besitz der Stadt, nicht aber das bereits errichtete Brdgeschoßmauer- Inerk.

Der Pfleger der Erben Oster, Bürovorsteher Alfred Dieser, hat mit Schreiben vom 15.9.54 mitgeteilt, daß er

1) für das Grundstück

2) für das Erdgeschoßmauerwerk

2.442, DM 2.590, DM

5.032, DM

zus.

verlangt.

Von Seiten der Stadt wurde eine Schätzungskommission mit der Schät­zung des Erdgeschoßmauerwerks beauftragt. Die Schätzung ergab einen Wert von 1.552,49 DM.

Mit dieser Schätzung waren die Erben Oster nicht einverstanden und wurden noch 2 weitere Gutachten eingeholt, die weit voneinander ab­wichen.

Die Angelegenheit wurde bereits im Finanzausschuß durchgesprochen.

Am 8.12.1954 fand eine Besprechung der Angelegenheit zwischen Ober­amtsrichter Henkes, Vormund, Bürovorsteher Alfred Dieser und Ober­rentmeister Gilles, letzterer in Vertretung von Bürgermeister Kraulit statt.

Mit dem Rückkaufpreis von 135, DM für das Grundstück waren die Herren, da dies gesetzlich verankert ist, einverstanden.

Herr Dieser forderte eine Gesamtabfindung von 2.500, DN. Auf diesei Basis lehnte Oberrentmeister Gilles weitere Verhandlungen ab, da der Stadtrat und die Verwaltung diese Entschädigung niemals zahlen würden. Man einigte sich dann auf eine Entschädigungssumme von 1.600, DM. In diesem Betrag ist der Rückkaufpreis mitenthalten. Unter Vorbehalt der Genehmigung durch den Stadtrat, gab Oberrent­meister Gilles zu dieser Abmachung seine Zustimmung.

Der Erwerber des Grundstücks, Studienrat Schmitt, ist bereit,

DM 1.600, für das Bpdgeschoßmauerwerk zu zahlen, sodaß die Stadt an diesem Vergleich schadlos bleibt.

Der Stadtrat ist einstimmig damit einverstanden, daß die Erben Oster 1.600, DM erhalten, womit alle Ansprüche abgedeckt sind.

Bürgermeister Kraulich übermittelt den Damen und Herren des Stadt­rates die besten Wünsche der Verwaltung für das kommende Fest und auch zum neuen Jahr. Er dankt dem Stadtrat für die gute Zusammen­arbeit im abgelaufenen Jahr und bringt zum Ausdruck, daß das auch in Zukunft so sein soll.

Wenn einmal Beschlüsse gefaßt werden müssen, die für den einen oder anderen eine Härte darstellen, so ist es Aufgabe des Stadt­rates, immer das Wohl der Gesamtheit zu sehen und dafür einzutre­ten.

Beigeordneter Fehl dankt Herrn Bürgermeister namens der Fraktionen für seine Dankesworte und bittet, den Dank des Stadtrates an die Verwaltung zu übermitteln sowie die besten Wünsche für das bevor­stehende Fest und das kommende neue Jahr.

Um 19,50 Uhr ist die Sitzung beendet.