Akte 
Sitzung 24. September 1953
Entstehung
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Punkt 9* Verschiedenes.

Erneuerung der Kirchenuhr.

Stadtrat Weimer fragt an, ob die Stadt nichts unternehmen könne zur Erneuerung der Kirchenuhr. Bürgermeister Kraulich gibt be­kannt, daß ein diesbezüglicher Antrag des Herrn Stadtpfarrers bereits vorliegt. Eine Reparatur der jetzigen Uhr kommt nicht mehr in Frage. Es soll eine elektrische Uhr angebracht werden. Diese Angelegenheit soll im Nachtragsetat berücksichtigt werden.

Mit diesem Punkt ist die öffentliche Sitzung beendet. Nachdem die Presse und die Zuhörer den Sitzungssaal verlassen haben, folgt die nichtöffentliche Sitzung.

B. Nichtöffentliche Sitzung.

Punkt 1

Ankauf von Grundstücken

Erwerb weiteren Baugeländes in der Wölfchesbitz.

Herr Bürgermeister gibt bekannt, daß die Verwaltung vorbehalt­lich der Genehmigung des Stadtrates auf der Wölfchesbitz weite­res Baugelände erworben hat. Es handelt sich um Grundstücke der Eheleute Johann Müller aus Montabaur, Steinweg und zwar:

"Auf der Wölfchesbitz" Flur 31)

Parzelle 1/5021 = 12,51 ar

Parzelle 2/5021 = 12,51 ar

Parzelle 6/5021 = 12,63 ar

Parzelle 7/5021 = 12,53 ar

groß, groß, groß, groß,

zusammen = 50,18 ar = 200,72 Ruten.

Kaufpreis je Rute 40, DM.

Das betr. Gelände liegt teils zwischen, teils neben dem von den Eheleuten Wolf aus Eigendorf und den Erben Maßfeller aus Monta­baur bereits gekauften Grundstücksparzellen. Die Stadt bekommt damit an einer Stelle, der Wölfchesbitz eine zusammenhängende Flä­che von 512,04 Ruten in die Hand. Dazu kommt eine weitere zusammen­hängende Fläche von 348,08 Ruten und eine Einzelparzelle von 69,92 Ruten, sodaß die Stadt Montabaur eine Umlegungsmasse von über 900 Ruten in die Umlegung Wölfchesbitz einbringt. Bei der Bauplatzvertei.lung hat somit die Stadt einen größeren Einfluß auf die Preisgestaltung.

Stadtrat Germann wendet ein, daß bei dem Ankauf von Bauplätzen die Stadt zu viel Geld investiere, was zu anderen Zwecken not­wendig gebraucht wird. Rentmeister Gilles erklärt hierzu, daß dieser Kauf im Nachtragsetat untergebracht werden könne.

Zu den Bedenken von Stadtrat Germann, die Stadt könnte später auf ihren Bauplätzen sitzen bleiben, erklärt Bürgermeister Kraulich die Bauplatznachfrage sei heute so groß, daß hierfür keine Gefahr bestehe. Die Bauplatzverteilung kann erst nach Umlegung des Gelän­des erfolgen. Vorher ist nach Angabe des Katasteramts, das die Um­legung vornimmt, eine Bauplatzverteilung nicht möglich.

Einstimmig beschließt der Stadtrat wie folgt:

Die Stadt Montabaur kauft zum Preise von 40, DM je Rute die Grundstücke Gemarkung Montabaur "Auf der Wölfchesbitz"