29
Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung vom 22. März 1929
Anwesend waren unter dem Vorsitz des Herr Stadtverordneten-Vorstehers Dr. Tewes:
a) Herr Bürgermeister Roth,
b) Herr Beigeordneter Gehling,
c) die Herren Magistratsschöffen Eisel und Feigen,
d) die Herren Stadtverordneten Altenhofen, Burg, Eberz, Germann, Hannappel, Hisgen, Ickenroth, Kespe, Müller Johann, Müller Peter, Rademacher, Reif, Olig, Stern u.Trümper.
Herr Stadtverordneten-Vorsteher Dr. Tewes eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Er referiert über den vorliegenden Haushaltsplan für das R.J.1929 und weist insbesondere auf folgendes hin:
Der ordentliche Haushaltsplan schließt ab mit
a) Herr Bürgermeister Roth,
b) Herr Beigeordneter Gehling,
c) die Herren Magistratsschöffen Eisel und Feigen,
d) die Herren Stadtverordneten Altenhofen, Burg, Eberz, Germann, Hannappel, Hisgen, Ickenroth, Kespe, Müller Johann, Müller Peter, Rademacher, Reif, Olig, Stern u.Trümper.
Herr Stadtverordneten-Vorsteher Dr. Tewes eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Er referiert über den vorliegenden Haushaltsplan für das R.J.1929 und weist insbesondere auf folgendes hin:
Der ordentliche Haushaltsplan schließt ab mit
Einnahmen
627.700 RM
Ausgaben
626.350 RM
dazu die außerordentlichen
Einnahmen
032.000 RM
Ausgaben
033.350 RM
demnach zusammen
Einnahmen
659.700 RM
Ausgaben
659.700 RM
Am schwersten belastet ist die Stadtverwaltung mit dem städtischen Gymnasium , das ursprünglich einen Fehlbetrag von rd. 64.000,- RM aufgewiesen hat. Infolgedessen wurde der Versuch unternommen, den Unterwesterwaldkreis zur Übernahme des Gymnasiums oder wenigstens zur Tragung der Hälfte des Fehlbetrages zu veranlassen. Dieser Versuch ist gescheitert. Es wurde jedoch erreicht, dass der Kreis für das R.J. 1929 einen Zuschuß von 15.000,- RM zahlt. Ob dieser Zuschuß unserem nun mehrigen Antrag entsprechend auf die Dauer von 5 Jahren gezahlt wird, steht noch dahin. Der Kreis konnte sich für Bewilligung dieses Zuschusses nur schwer entschließen. Es wird jedoch als ein Gebot der Gerechtigkeit betrachtet, dass der Kreis sich an den Kosten dieser Bildungsanstalt beteiligt, die für Montabaur mit rund 4300 Einwohnern – darunter rd. 1000 Bewohner von Anstalten, die keine Steuern zahlen – weiterhin untragbar ist; denn die Bedeutung des

