Bestand 
Protokolle der Stadtverordneten-Versammlung 1928-1933
Entstehung
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Stadtverwaltung einschl. Polizei-, Betriebs- und Forstverwaltung
monatlich 1.114,00 RM
jährlich 13.368,00 RM
 
Gymnasium
monatlich 1.180,13 RM
jährlich 14.161,56 RM
 
Katharinenschule
monatlich 0.229,79 RM
jährlich 02.757,48 RM
 
Berufsschule
monatlich 0.095,49 RM
jährlich 01.145,88 RM
 
Zusammen:
monatlich 2.619,41 RM
jährlich 31.432,92 RM
 
Herr Stadtverordneter Hisgen bezeichnet die Summen als erschreckend hoch, zumal noch keine Deckung vorhanden sei. Die Besoldungsverordnung sei in Berlin beschlossen worden und wir könnten nichts daran ändern. Hier sei unbedingt die Hilfe des Staates erforderlich. Er brachte dann folgende Entschließung der Zentrumspartei ein, der sich auch die übrigen Parteien anschlossen.
Entschließung
Die seither schon ganz außerordentlichen hohen Aufwendungen der Stadt Montabaur speziell auf kulturellem Gebiet werden durch die zwangsläufigen Mehrausgaben infolge der jüngsten Besoldungserhöhungen, für eine so kleine Stadtgemeinde wie Montabaur untragbar. Es ist ausgeschlossen, dass in Zukunft die Stadt Montabaur rund RM 100.000 allein und aus eigenen Mitteln für die verschiedenen Schulen aufwenden kann. Mit ernsten Sorgen sehen wir bei diesen Verhältnissen in die Zukunft. Die wirtschaftliche Lage der hiesigen Kleinindustrie und Geschäftswelt ist ohnehin außerordentlich schlecht. Nur mit größten Anstrengungen war es seither dem Gewerbestand möglich, die Realsteuerlasten aufzubringen. Ausgeschlossen ist es, in Zukunft noch höhere Beiträge, wie sie notwendig wären, aus diesen Kreisen herauszuholen.
Sofortige und durchgreifende Hilfe des Staates ist unbedingt notwendig. Vor allem muss erwartet werden, dass der staatliche Zuschuß zu dem Gymnasium sofort beträchtlich erhöht wird. Es ist überhaupt unverständlich, dass der Staatszuschuß für das Gymnasium auf RM 220.000 reduziert wurde, während er in 1913 fast RM 33.000 betrug, wobei damals die Gesamtausgaben für das Gymnasium nur