Bestand 
Protokolle der Stadtverordneten-Versammlung 1919-1928
Entstehung
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anzusehende Objekte seien.
Dem Herrn Bürgermeister Roth wünscht er, daß er mit frohem Mute an die Arbeit gehen möge, ihm stände die Tür der Regierung und des Kommunaldepartienten stets offen und würde dieses Zusammenarbeiten für die Stadt sicherlich von Nutzen sein. Er erinnert ihn an die großen Pflichten und Aufgaben, die er sich jetzt aufbürde, die trotz alledem durch emsiges Arbeiten doch zu lösen seien.
Zum Schluß führt er aus, daß entgegen seinem letztmaligen Hierweilen bei einem dichten Nebelwetter diesesmal bei der Einfahrt in das schöne Kreisstädtchen die Sonne so freundlich lachend über dem Schloß und der Stadt gestanden, als wenn dies ein Omen sein sollte, für den Dienstantritt des neuen Bürgermeisters, Herrn Roth, der auch bei den maßgebenden höheren Stellen eine nicht unbekannte Persönlichkeit sei.

Hierauf nahm Herr Bürgermeister Roth das Wort und führte etwa folgendes aus:
Meine Damen und Herren!
Sehr verehrter Herr Oberregierungsrat!
Es war für mich eine besondere Ehre, daß der Herr Regierungspräsident gerade Sie, Herrn Oberregierungsrat entsandt hat, mich in das neue Amt einzuführen. Sie haben in Ihren Einführungsworten geschildert, welch große Lasten gerade die Kommunen zu tragen haben. Wenn ich die Geschäfte der Stadt Montabaur in einer Zeit übernehme, wo nicht nur die Wirtschaft niederliegt, sondern sogar Kommunen vor dem finanziellen Zusammenbruch stehen, ist es keine leichte Aufgabe, diesen Posten voll und ganz auszufüllen. Es ist dies sicher ein sehr schwerer Posten, und ist es in den heutigen Tagen nicht leicht, Führer zu sein; doch will ich alles aufbieten, diese mir übertragenen Pflichten und Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit auszuführen.
Ich danke ganz besonders Ihnen Herr Oberregierungsrat für die mir gewidmeten warmen Worte. Auch wird es mir stets eine Freude sein, dem Aufbau unserer Stadt meine ganze Kraft zur Verfügung stellen zu dürfen. Wenn ich mir die Verhältnisse der schönen Kreisstadt Montabaur näher betrachte, so sehe ich gerade hier so große Aufgaben vor uns liegen. Handwerk und Gewerbe ringen heute um ihre Existenz. Die Landwirtschaft hat ebenfalls einen sehr schweren Stand und auch alle sonstigen Kreise, wohin wir blicken, haben um