167
neue Stelle zu suchen oder ihm selbst zu einer solchen
verhelfen. Herr Pipberger trägt weiter vor, daß er
im Laufe des Krieges für die Stadt Camberg auf
günstige Weise Domänenland und das jetzige
Rathaus erworben habe. Des Weiteren ergeht er sich über
forstwirtschaftliche Fragen und anderer mehr.
Nachdem die Herren Dr. Wentrup und Bahl
darauf hinwiesen, daß der neue Bürgermeister vor allem
sparsam wirtschaften, auch dem Außendienst, Elektr. Werk,
Gymmnasium und den übrigen städt. Anstalten seine
Aufmerksamkeit zuwenden müsse, teilt Herr
Pipberger mit, daß dies gerade in seinem Programm
liege, und daß er als Bürokrat nicht anzusprechen sei.
Herr Stadtv.-Vorsteher dankt dem Herrn
Pipberger für seine Ausführungen womit die Vorstellung
desselben und die Entwicklung seines Programmes
beendet war.
Bevor nun die Beratung über die Bürgermeisterfrage
begann, wurde das Protokoll der vorhergegangenen
Sitzung verlesen und unterschrieben.
Anschließend geben die Herren Bahl und Intra
Kenntnis von den über Herrn Pipberger eingezogenen
geheimen Erkundungen. Das Urteil ist im allgemeinen
günstig, doch hat Herr Intra erfahren, daß Herr Pipberger
selbstherrlich und eigennützig sei und nur gewisse
Berufsklassen grüßen würde.
Alsdann fand eine eingehende Aussprache statt.
Herr Pipberger hat bei der Versammlung
allgemein einen sehr guten Eindruck gemacht. Von
mehreren Herren wird jedoch vorgetragen, daß man
Herrn Pipberger nicht ohne weiteres zum Bürgermeister
wählen könne. Den Bürgern von Montabaur
gegenüber sei man verpflichtet, die Angelegenheit
zuerst in die Öffentlichkeit zu bringen. Auch
müsse man den geeigneten Bürgern der Stadt Montabaur
Gelegenheit geben, sich um die Stelle des Bürgermeisters
verhelfen. Herr Pipberger trägt weiter vor, daß er
im Laufe des Krieges für die Stadt Camberg auf
günstige Weise Domänenland und das jetzige
Rathaus erworben habe. Des Weiteren ergeht er sich über
forstwirtschaftliche Fragen und anderer mehr.
Nachdem die Herren Dr. Wentrup und Bahl
darauf hinwiesen, daß der neue Bürgermeister vor allem
sparsam wirtschaften, auch dem Außendienst, Elektr. Werk,
Gymmnasium und den übrigen städt. Anstalten seine
Aufmerksamkeit zuwenden müsse, teilt Herr
Pipberger mit, daß dies gerade in seinem Programm
liege, und daß er als Bürokrat nicht anzusprechen sei.
Herr Stadtv.-Vorsteher dankt dem Herrn
Pipberger für seine Ausführungen womit die Vorstellung
desselben und die Entwicklung seines Programmes
beendet war.
Bevor nun die Beratung über die Bürgermeisterfrage
begann, wurde das Protokoll der vorhergegangenen
Sitzung verlesen und unterschrieben.
Anschließend geben die Herren Bahl und Intra
Kenntnis von den über Herrn Pipberger eingezogenen
geheimen Erkundungen. Das Urteil ist im allgemeinen
günstig, doch hat Herr Intra erfahren, daß Herr Pipberger
selbstherrlich und eigennützig sei und nur gewisse
Berufsklassen grüßen würde.
Alsdann fand eine eingehende Aussprache statt.
Herr Pipberger hat bei der Versammlung
allgemein einen sehr guten Eindruck gemacht. Von
mehreren Herren wird jedoch vorgetragen, daß man
Herrn Pipberger nicht ohne weiteres zum Bürgermeister
wählen könne. Den Bürgern von Montabaur
gegenüber sei man verpflichtet, die Angelegenheit
zuerst in die Öffentlichkeit zu bringen. Auch
müsse man den geeigneten Bürgern der Stadt Montabaur
Gelegenheit geben, sich um die Stelle des Bürgermeisters

