Bestand 
Protokolle der Stadtverordneten-Versammlung 1919-1928
Entstehung
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zu bewerben und die Stimmung der Einwohnerschaft
zur Bürgermeisterfrage abwarten.

Es wurde nun folgendes beschlossen:
Von einer formellen Ausschreibung der Stelle wird
mit Rücksicht auf die hohen Kosten, und um die Sache
nicht noch weiter in die Länge zu ziehen, Abstand
genommen. Es soll jedoch geeigneten Bürgern von
Montabaur Gelegenheit gegeben werden, sich um die Stelle
zu bewerben. Hierzu wird seitens des Herrn Stadtverordneten-
Vorstehers eine Bekanntmachung erlassen, wo
noch solche Gesuche bis zum 3. März 1921 bei ihm
eingereicht sein müssen. Nach 14 Tagen soll eine
Stadtverordneten-Sitzung mit der Tagesordnung „Bürgermeister-
wahl“ stattfinden.

Punkt II.Gewerbelehrer
Auf die 2. Ausschreibung der Gewerbelehrerstelle
sind 12 Gesuche eingegangen. Von diesen
Bewerbern ist Herr Gewerbelehrer Emil Steinbach aus
Dortmund vom Zentralvorstand des Gewerbevereins in
Wiesbaden als geeignet für die Stelle bezeichnet
worden. Herr Steinbach erlangt nun, außer dem
Diensteinkommen nach Gruppe IX, eine Amtszulage in
Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen dem
Diensteinkommen in Dortmund und dem in Montabaur,
sowie die Hälfte der Umzugskosten. Der Unterschied
des Diensteinkommens liegt darin, daß Dortmund
zur Ortsklasse H und Montabaur zur Ortsklasse D
gehört. In Frage kommt z. Zt. ein Betrag von
2.860, - Mark, der sich aber dann ermäßigt, wenn
Montabaur in eine höhere Ortsklasse kommt.
Nachdem der Magistrat auf den derzeitigen
Mangel von geeigneten Gewerbelehrern und die
damit zusammenhängende beschränkte Auswahl
hingewiesen hatte, erteilt die Versammlung zu den