Bestand 
Protokolle der Stadtverordneten-Versammlung 1919-1928
Entstehung
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andern Staatsbeamten sofort schwinde, sobald die
Regierung ein Schwinden der Teuerung feststellen
könne. Solange aber die Teuerung dauere, habe die
Stadt die hohen Einnahmen aus dem Walde. Die
Regierung habe bisher den weitaus größten Teil der
Ausgaben für das Gymnasium getragen; sie werde
es auch in Zukunft tun. Der preuß. Finanzminister
habe im Abgeordnetenhause bezügl. der
Volksschulen erklärt, daß der Staat bisher 1/4
der persönlichen Ausgaben getragen habe, die
Städte 3/4, daß aber in Zukunft, da die Hauptsteuer
der Städte an den Staat übergeht, dieser
3/4 der persönlichen Ausgaben tragen müsse
die Städte dagegen 1/4. Genau so werde es
hinsichtlich der höheren Schulen gehen. Der
Staat müsse und werde helfen, denn die
allermeisten Städte, die höhere Schulen hätten
auch die größeren Städte, seien meistens in
derselben mißlichen, sie teilweise in einer noch
viel mißlicheren Lage wie Montabaur, dessen
Finanzen, wie ja auch dieser Haushaltsentwurf
beweise, im Ganzen nicht so sehr schlecht sei.
Man solle also ja keine Beschlüsse fassen, oder
Bestrebungen überstürzen, die ein unheilbares
Unglück schaffen könnten. Man solle
auch hier wie überall hoffnungsfreudig
nicht trübsinnig, in die Zukunft blicken,
denn die trüben Zeiten, die wir jetzt
durchleben, müßten endlich einmal vorüber
gehen.
Die Stadtverordneten-Versammlung
drückte hierbei auch den Wunsch aus, daß
bei der nächsten Wahl zum Kuratorium,
die bestimmungsgemäß durch den Magistrat
erfolgen muß, 2 Vertreter aus der Stadtverordneten-
Versammlung hierzu gewählt werden.