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^„nHianblatt VG Montabaur^

Nr. 34/2007

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Holzverwendung ist wirksamer Klimaschutz

Verbraucher tragen mit klugen Kaufentscheidungen zur COa-Reduzierung bei

Durch die Verwendung von heimischem Holz kann der Einzelne seine persön­liche COs-Bilanz verbessern und zum Klimaschutz beitragen. Die Erklärung liegt in der natürlichen Speicherieistung der Bäume: Um eine Tonne Holz zu bil­den, nehmen sie 1,8 bis 1,9 Tonnen Kohlendioxid (COs) aus der Luft auf und speichern es in Form von Kohlenstoff (C). Wird das Holz verbaut oder zur Modernisierung eingesetzt, hält die Speicherwirkung an. Im Zuge nachhaltiger Waldbewirtschaftung übernehmen junge Bäume diese klimafreundliche Lei­stung ihrer Vorgänger und schaffen dadurch einen dauerhaften Beitrag zur Ent­lastung der Erdatmosphäre.

So bindet beispielsweise jeder Kubikmeter Fichten-Bauholz Treibhausgas in einer Größenordnung von 880 Kilogramm COa. Ein Klima-Holzhaus mit ca. 150 m 2 Nutzfläche entlastet das Klima auf diese Weise um bis zu 50 Tonnen COa. Dies entspricht dem Ausstoß eines Mittelklasse-PKW mit 15.000 Kilometern Fahrleistung in 20 Jahren.

Die Entscheidung für Holz, sei es beim Hausbau, beim Modernisieren oder bei der Einrichtung, ist daher ein vergleichsweise einfacher Beitrag zum Klima­schutz, den jeder sofort und ohne Einbuße an Lebensqualität leisten kann.

Doppelter Klimaschutzeffekt

ln Deutschland wird der „Kohlenstoffspeicher Wald und Holzprodukte“ auf etwa 2,9 Milliarden Tonnen Kohlenstoff geschätzt, das entspricht über 10 Milliarden Tonnen CO 2 . Über die Speicherwirkung hinaus bringt die Holzverwendung einen zweiten Klimaschutzeffekt mit sich: Holzprodukte ersetzen Produkte aus anderen Materialien, deren Herstellung mehr CO 2 verursacht. Fachleute spre­chen vom Substitutionseffekt.

Zahlreiche Vergleichsuntersuchungen zeigen, dass Produkte beziehungsweise Bauteile mit hohem Holzanteil wesentlich günstiger auf das Klima wirken als nicht holzbasierte Produkte. An ihrem Lebensende können Holzprodukte ener­getisch genutzt werden und treten an die Stelle von fossilen Brennstoffen, die sich nicht erneuern und Treibhausgase freisetzen, die vor 300 Millionen Jahren gebunden wurden. So ersetzt ein Kubikmeter Holz 256 Kilogramm Steinkohle; die COs-Einsparung beträgt dafür 721 Kilogramm.

Eine aktuelle Studie zur Rolle des Waldes und der Forstwirtschaft im Kohlen­stoffhaushalt des Landes Baden-Württemberg belegt, dass das Land durch die Speicherwirkung von Wald und Holzprodukten 1987 bis 2002 sechs Prozent seiner Kohlenstoff-Emissionen unschädlich binden konnte. Darüber hinaus benennt Autor Till Pistorius von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsan­stalt in Freiburg die weiteren positiven Wirkungen: „Die Substitution fossiler Brennstoffe durch die energetische Nutzung von Holz und durch den Einsatz als Material mit einer positiven Ökobilanz hat der Atmosphäre einen rechneri­schen Anstieg um rund 5,5 Prozent zusätzlicher Emissionen erspart.“ In Men­gen ausgedrückt, wären das 18,4 Millionen Tonnen Kohlenstoff beziehungswei­se 66,2 Millionen Tonnen CO 2 . Die Untersuchungsergebnisse unterstreichen die Bedeutung der nachhaltigen Forstwirtschaft und der verstärkten Holzver­wendung für den Klimaschutz.

Eine Information der Holzbau Blum GmbH, Neuwied

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