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Wochenblatt VG Montabaur

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In diesem Sommer sind Hornissen und Wespen kaum eine Plage

Kalter Frühling reduzierte Population R Steinhummel ist Insekt des Jahres

Wer einen aufmerksamen Blick für die Natur hat. dem ist aufgefallen, dass es m diesem Sommer kaum Hornissen und Wespen gibt. Die Hauptursache hierfür liegt im wechselhat­ten Wetter des diesjährigen Frühjahres, so ein erfahrener Imker. Sonnige, warme Tage im April und Mai lockten zunächst die Hornissen und Wespen aus ihrem Winterquartier hervor, um sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz für den Nestbau zu machen. Wurden sie während des anschließenden Bargeschäftes jedoch von plötzlichen Kälteeinbrüchen über­rascht. so hatten weder sie noch die Larven in den Eiern gute Überlebenschancen. Dies führ­te unweigerlich zu starken Einbrüchen in den Populationen. Im Vergleich zu den Vorjahren gingen daher beim Umweltamt der Kreisver- waltung bisher kaum Anrufe Rat suchender Bürger wegen eines Wespen- oder Hornis­sennestes im Haus ocer Garten ein.

Sowohl Bienen und Hummeln als auch Hor­nissen und Wespen gehören zu der Gruppe der "Hautflügler, von denen es weltweit etwa 100.000 Arten gibt. So gibt es Hummeln in fast allen Klimaregionen, selbst am Polarkreis leben spezialisierte Arten. Die arbeitsame Steinhum­mel wurde zum Insekt des Jahres des Jahres 2005 gekürt. Mit dieser Wahl sollen Vorurteile gegenüber den eigentlich fnedlichen und stech­faulen Hummeln abgebaut werden: die außer­dem eine enorme Arbeit beim Bestäuben von wild- und Nutzpflanzen leisten.

Hornissen sind wertvolle Schädlingsbekämp­fer. die eine wichtige Aufgabe im Naturhaus­halt erfüllen. Zur Aufzucht der Brut vertilgt ein Homissenvolk in einer Saison zwischen sieben und zwölf Kilogramm Schadinsekten. Auf ihrem Speiseplan stehen unter anderem Wespen. Fliegen, Motten und Falter, wie der schädliche Apfelwickler. Erst allmählich erholen sich die Bestände der Hornisse wieder, nachdem sie in der Vergangenheit in vielen Landstrichen einer systematischen und oft gedankenlosen Ver­nichtung durch Gift und Feuer zum Opfer gefal­len sind. Hinzu kommt, vor allem im besiedel­ten Bereich, der Mangel an geeigneten Nist­plätzen wie zum Beispiel alte, hohle Bäume.

Die Folge ist, dass immer wieder konflikt­trächtige Nistplätze wie "Dachböden, Fassa­denverschalungen und Rollladenkästen' als Ersatzquartier bezogen werden.

Da Hornissen kein Fleisch fressen und auch nicht "so versessen auf Süßes sind, geht von ihnen keine Gefährdung aus. Wichtig ist jedoch, den unmittelbaren Nest- bereich zu meiden, d.h. Vorsicht beim Heckenschneiden und Zuschlägen von Schuppentüren. Wer rich­tig informiert und aufgeklärt ist, dem kann ein friedliches und angstfreies Zusammenleben mit diesen sanften Riesen unter den Insekten am ehesten gelingen. Hornissen, die immer noch mit vielen Vorurteilen behaftet sind und lange Zeit zu Unrecht verfolgt wurden, stehen unter besonderem Schutz nach der Bundes­artenschutzverordnung. Sie dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen zum Beispiel bei

Gefährdung von Kleinkindern oder Allergikern bekämpft oder umgesiedelt werden Hierzu bedarf es einer Genehmigung durch die obe­re Landespflegehehorde in Koblenz, die nur in begründeten Fallen erteilt werden kann Das Umweltamt bietet ein Info- Blatt an. wel­ches viele wertvolle Hinweise und Tipps über richtige Verhaltensweisen im Umgang mit Hornissen und Wespen enthalt Es wird auf Anfrage kostenlos an interessierte Natur­freunde abgegeben Mit anschaulichen Be­schreibungen zum Benehmen mit Bienen, Wespen und Hornissen informiert auch der NABU m seiner Broschüre über das Leben in dieser Insektengruppe

Infos zum Thema erhalten Sie bei der Kreis- verwaltung unter der Telefonnummer 02602/ 124- 370. Olaf Glasner oder per Email Olaf.Glasnertf westerwaidkreis de

I Tagesmütter gesucht

Kreisjugendamt vermittelt Kindertagespflege - Betreuungsalternative für Kinder von 1 bis 14 Jahren

Um Muttem eine Chance zu geben, wieder in den Beruf einzusteigen, sucht das Kreisiu- gendamt geeignete Frauen oder Männer, die bereit sind, als Tagesmutter oder -valer zu arbeiten 180 Tagesmutier haben sich bereits gemeldet und sind in einer Kartei aufgenom­men. 50 Tagesmutter und ein Tagesvater bie­ten schon ihren Service an Doch noch kann nicht jede Anfrage bedient werden, da die Tagesmutter recht ungleichmäßig über den Westerwaidkreis verteilt sind. Doch das soll sich, so hofft man im Kreishaus, durch ver­stärkte Werbemaßnahmen ändern.

Das Ziel: In möglichst vielen Ortsgemeinden soll mindestens eine Tagesbetreuung ange- boten werden können Dabei ist eine pädago­gische Ausbildung der Aspiranten nicht erfor­derlich. Gefordert werden ein amtliches Gesundheitszeugnis und ein polizeiliches Führungszeugnis. Das Kreisiugendamt bietet zweimal jährlich eine Fortbildung an.

Viel wichtiger als pädagogisches Fachwissen ist nach Ansicht Susanne Diederts, Sozialar­beiterin beim Kreisjugendamt, der Spaß am Umgang mit Kindern, Einfühlungsvermögen, Organisationstalent und Zeit. Sind diese Bedingungen erst einmal erfüllt, werden die Bewerber persönlich unter die Lupe genom­men. Es folgt ein Hausbesuch, bei dem sich die Jugendamt-Mitarbeiter ein eigenes Bild des Bewerbers machen. Auch der Eindruck über die häuslichen Verhältnisse entscheidet mit darüber, ob ein Bewerber in die Kartei der Tagespflegepersonen aufgenommen wird.

Die Adressen werden an Mütter oder Väter weitergegeben, die eine Betreuung für ihr Kind suchen. .Wir weisen gleich darauf hin, sich die Person genau anzuschauen, betont Susanne Diedert. Der persönliche Kontakt und ein Ver­trauensverhältnis zwischen Eltern und Tages­pflegeperson sei von großer Bedeutung. Schließlich müssen Eltern genau wissen, wem sie ihr Kind für mehrere Stunden lang täglich anvertrauen. Bis zu drei Kinder kann eine Tagespflegeperson gleichzeitig betreuen. Soll­ten es mehr werden, ist eine Genehmigung des Kreisjugendamtes notwendig. Bei mehr

als fünf Kindern muss das! in Mainz eine Betriebst sich dann formal um eine«! ungseinrichtung handelt.'

Tagespflegepersonen dürfen i Stunden pro Woche fremde Km* Auf dem "privaten Markt zahlen! Tagesmütter zwischen drei« Stunde. Unter bestimmten Vorauf übernimmt die Kreisverwaltung^ Kosten - höchstens jedoch 381 [ lieh, bei einer Betreuungszeitvor| in der Woche. Zuschüsse beko allem Erziehende, Eltern von 1^ Eltern in der Ausbildung, wobei *: das Einkommen berücksichtig^ Wegen der noch nicht einde^ ge rät das Kreisiugendamt denp& immer, vom Geld, das sie für die^ ge erhalten, Einkommensstegeri Auch bei Personen, die Art**.; beziehen und als Tagesmutter wollen, sollte derZusatzverfetm geben werden, um auf dersichewl sein und keine Mittelkürzung zu-y Weitere Infos unter Telefon OK Chnstiane Hübinger.

200.000 Euro mehr für den Schülerverkehrj

Rückgrat des ÖPNV". Ganztagsunterricht wirkte Kosten steigernd Ober 2.24 Millionen Euro musste dal waldkreis für die Sehüler&6fc'te» ben. Uber 200.000 Euro mehratss 2003. Das Land Rheinland-Pfalz ä Kosten von 4,74 Millionen Euro. 16.642 Schüler und 1685 Kinde^a wurden fast täglich zwischen ihrenH meinden und ihren Schulen undIft transportiert. Rund 95 Prozent derSi Prozent der Kindergartenkinder lerweile im Linienverkehr befördert Damit ist der Schülerverkehr das] des ÖPNV und sichert die bedafsa Grundversorgung im öffentlichenPs nahverkehr. Kosten steigernd besondere die Einrichtung von f schulen und von integrativem Urte

IT Kreis besitzt LI viele Denkmäler

Der Westerwaldkreis besitzt jetzt38!j geschützte Denkmäler und 42 Denrnsf Im vergangenen Jahr kamen 24 Erz mäler und eine Denkmalzone to® Zwei frühere UnterschutzsteHunge« wieder aufgehoben, weil nach new nissen die Denkmaleigenschaflff" Aus Mitteln des Landes sind im v Jahr Zuschüsse in Höhe von 15MJ die Erhaltung und Restaurierung mälem bewilligt worden.

Im Bereich der Dorfemeuerungi Maßnahmen mit einem Förden 366.000 Euro bewilligt Die OrtsjJ scheid wurde im April als Sen meinde für die Dorf erneuert

PeterZmel^p°^rf h s f e i' l 0 a uoJ^ lt: p ' esseste "e Her Kreisverwaltung Wes*

t f 56410 Montabaur - Tel.: 02602/124-400 e-Mall: pressestelleswestef