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Nr. 36/2003
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Schulbeginn 2003
Schulweg zur Hauptverkehrszeit üben
Erst ab acht Jahren können Kinder Gefahren im Straßenverkehr richtig einschätzen
Flitzer von links und von rechts, zugeparkte Straßenübergänge, Hektik und Lärm: Der Weg zur Schule ist für Grundschüler oft ein gefährlicher Parcours. Unfall- kassen-Geschäfts- führerin Gabriele Pappai appelliert deshalb an die Eltern von ABC- Schützen, mit ihren Kindern den Schulweg geduldig zu üben und sie immer wieder auf Gefahrenstellen hinzuweisen.
„Üben Sie mit Ihren Kindern den Schulweg unter realen Bedingungen, also ruhig mitten im Berufsverkehr”, rät Gabriele Pappai. Am späteren Vormittag oder in den Mittagsstunden sei es für ein wirklichkeitsnahes Schulwegtraining auf den Straßen oft zu ruhig. Für Erstklässler ist diese Vorbereitung auf den Schulweg auch deshalb unerlässlich, weil der Straßenverkehr sie physisch und psychisch sehr fordert. Aufgrund ihres Alters haben sie ein kleineres Gesichtsfeld und Schwierigkeiten bei der Ortung von Geräuschen. Verkehrspädagogen und -Psychologen haben festgestellt, dass Kinder erst ab acht Jahren die vielen Gefahrensituationen im Straßenverkehr richtig einschätzen und sicher bewältigen können. Mit dem Fahrrad zur Schule?
Kinder im Grundschulalter sollten grundsätzlich nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Selbst dann, wenn ABC-Schützen auf ihrem Drahtesel noch so sicher sind, Fahrrad und Straßenverkehr überfordern sie.
Kinder deshalb besser in „Schonräumen” radeln lassen, bis sie etwa zehn Jahre alt sind und ein Verkehrstraining absolviert haben. Lieber den längeren Schulweg, wenn er sicherer ist Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste. Lassen sich mit einem etwas weiteren Weg Gefahrenquellen umgehen, sollten Eltern diesen für ihr Kind aussuchen. Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz weist ausdrücklich darauf hin, dass dieser längere Weg auch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung steht. Schulwegtraining - zur Sicherheit das Wichtigste:
- Immer Fußwege und Fußgängerüberwege benutzen
- Auf dem Gehweg innen gehen, nicht am Straßenrand
- An der Ampel auf abbiegenden Verkehr achten. Am Zebrastreifen Fahrzeuglücken abwarten. Blickkontakt zum Fahrer aufnehmen
- Erst auf die Straße gehen, wenn die Fahrzeuge stehen
- Vor dem Überqueren der Straße immer an der Bordsteinkante oder Sichtlinie halten und nach links und rechts schauen, ob Verkehr naht
- Straßen nur an übersichtlichen Stellen überqueren Gesetzliche Schülerunfallversicherung
Bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz sind fast 850.000 Schülerinnen und Schüler während des Schulbesuchs und auf den damit verbundenen Wegen gesetzlich unfallversichert. Dafür müssen ihre Eltern keinen Extra-Beitrag bezahlen, da die Schülerunfallversicherung aus kommunalen Mitteln finanziert wird. Mehr zur gesetzlichen Unfallversicherung unter www.ukrlp.de
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