Wochenblatt VG Montabaur
dierte und ein Instrument, entweder Violine, Orgel oder Harmonium, zu lernen hatte. All dies erfuhren die Texaner vom Idsteiner Stadtarchivar Karl- Landesprache. Einerseits fasziniert von der male-
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Vergleiche zwischen “Old Germany” und der “Neuen Welt".
Fachwerkhäusern geprägten Kirch-
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Kadenbach, der Geburtsort des Lehrers, d ,e nachste S ation. Hier traf die texanischen Besucher den Uberseteer Hans-Konrad Sittig. der ai Vorstandsmitglied der Deutsch-Texamschen Gesel'schaftauGhdieGu des Vorsitzenden Gerhard Wiek, Niederelbert, übermittelte. Sachkundig und gespickt mit vielen Details erläuterte Josef Klaser, ® n 9 a 9 ) erter H st riker und Kennerder Familiengeschichte, das Leben undW^enderLe^ endeckers in Kadenbach. Josef Kläser wusste zu berichten das Joha ™ Leyendecker in seiner Heimat auch als vereidigter Landvermesser tätig war, und dass gemeinsam mit der Familie des Lehrers auch seine Schwester Anna Katharina, verheiratete Metzger, mit vier ihrer sechs Kinder Kadenbach in Richtung Texas verließen. Dort kam es 1864 zu einer Tragödie, als die noch in Kadenbach geborene Anna von Indianern getötet und skalpiert wurde und die entführte überlebende Anna Katharina, erst nach über einem halben Jahr von den Indianern zu ihren Eltern zurückkehrte. Mit einem Blick von der Kapelle “Maria in der Augst auf den reizvoll gelegenen Ort endete der Besuch in Kadenbach.
In der Arzbacher Kirche, dem nächsten Besuchspunkt, wurden die Kadenbacher Leyendeckers getauft. Hier haben sie geheiratet, und hier sind auch vor der Kirche alte Grabsteine aus dem Kirchspiel aufgestellt, von denen einer die Aufschrift trägt “1668 starb Johann Leiendeckers Hausfrau Veronica - Der Sei Gott Gnädig”. Obwohl es nicht gesichert ist, hier die “tiefsten Wurzeln” zu finden, war dieser Grabstein ebenso ein begehrtes Fotomotiv, wie der von Pfarrer Nörtershäuser, einem Förderer des ausgewanderten Lehrers.
Im Mittelpunkt des zweiten Besuchstags stand Niederelbert, wo Johann Leyendecker von 1833 bis zu seiner Auswanderung im Jahre 1 845 als Elementarlehrer tätig war. Hier wurden Tani und Tony Sanchez von Ortsbürgermeister Willi Müller begrüßt, der ihnen im Sitzungssaal des Rathauses, dort wo der Lehrer, wie er in seinen Begrüßungsworten hervorhob, früher die Niederelberter Kinder beten, rechnen und schreiben lernte, ein herzliches Willkommen entbot. Auch hier sowie für die folgenden Programmpunkte übernahm Hans-Konrad Sittig die Übersetzung. Nach einer Eintragung ins Gästebuch beschrieb Willi Bode die “Niederelberter Zeit des Lehrers”, den zermürbenden Streit mit seinem Vorgesetzten, dem Pfarrvikar Lang aus Holler, der schließlich wegen einer gegenüber dem Lehrer ausgesprochenen Beleidigung versetzt wurde, sein ständiger Kampf um Gehaltserhöhungen und schließlich sein Antrag vom 10. September 1845 auf “Entlassung aus dem Untertanenverband und Erlass der Rückzahlung erhaltener Stipendien”, ein Dokument von zeitgeschichtlicher Bedeutung. Lehrer Leyendecker hatte für die damaligen Verhältnisse wohl ein geringes, doch immerhin ein geregeltes Einkommen, und er konnte mit seiner kleinen Landwirtschaft im Geburtsort seiner Frau und seiner Mutter auch “recht und schlecht” seine siebenköpfige Familie ernähren. Doch gab es keinerlei Perspektiven für seine Kinder, und gerade dies war die zentrale Begründung des Ausreiseantrags. Insoweit zeigte er ein hohes Maß an Verantwortung gegenüber seinen Kindern, indem er sich mit seiner schwangeren Frau den Beschwernissen der Auswanderung mit all ihren Risiken unterzog, um in einem fremden Land, dessen Sprache er nicht beherrschte, seinen Kindern - von denen zwei auf dem Weg nach Texas starben - eine bessere Zukunft zu gestalten. Sichtlich angetan waren die Besucher beim Blick in die vom Lehrer geführte Schulchronik. Obwohl sie seine Handschrift nicht lesen konnten, war dieses Originaldokument offensichtlich doch ein Bindeglied zum unbekannten Vorfahren, dessen Spuren man verfolgte. Besichtigt wurde im Erdgeschoss des Rathauses die ehemalige Niederelberter Kapelle, die heutige Feuerwehrgarage, wo der Lehrer ab 1834 an allen Sonn- und Feiertagen nachmittags und von Aschermittwoch bis Ostern jeden Abend eine Betstunde zu halten hatte, dort wo er den Glöckner-, Küster- und Vorsängerdienst wahrnehmen musste und wo er ein- bis zweimal in der Woche am morgendlichen Gottesdienst als Küster teilzunehmen hatte. Mit einem Blick in die 1823 errichtete alte Schule, dem heutigen ‘Tapetenparadies", die Wohnung des Lehrers und die beiden Schulräume, endete der Besuch in Niederelbert.
Die nächste Station war Otzingen. Hier war Johann Leyendecker Lehrer vo " 1838 ' 1833 - Na ch einer Begrüßung durch Ortsbürgermeister Alexander Hubinger und dem Beigeordneten Joachim Quirmbach sowie erläuternden Hinweisen über die mittlerweile abgerissene Schule, die damalige Zugehörigkeit des Ortes zum Kirchspiel Meudt, war auch hier der Blick in die vom Lehrer geführte Schulchronik obligatorisch.
Den Abschluss bildete ein Besuch in Sainerholz, der ersten Lehrerstelle
Leyen , de ? k ü (1824 • 1828 )- M it einem Abschiedsfoto vor der a | ten Schule, wo der Lehrer wohnte und unterrichtete und wo sein erster
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Es bedurfte noch etlicher Mühe, die Gäste zu überreden, nicht über die Autobahn nach Frankfurt zurückzufahren, sondern die Rheinstrecke zu wählen, wobei es dem Übersetzer, Herrn Sittig, Vorbehalten blieb, die Bedeutung des Rheintals als Weltkulturerbe den Besuchern zu erläutern. Weitere Stationen der Europareise waren Berlin, Prag und Rom. Eine anschließende Mittelmeerkreuzfahrt führte die Gäste u. a. nach Istanbul und Nizza, dem letzten Reiseziel in “Old Europe”.
Willi Müller, Ortsbürgermeister
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Am Sonntag, 17-08^ (Rucksac kverpflegung).
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Wir treffen uns um erodi Rehe , dann rechts ab übet DfoJ und fahren die B ff ir und schauen uns an, wie manmotfc«
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