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ie Kunst der Kunstfotografie
[ordert bei der Arbeit am Katalog zum Westerwaldpreis für Kframik
Die Preisträger stehen zwar schon fest und sind in der Öffentlichkeit bekannt, aber trotzdem hat man vorerst noch das Gefühl, zu den Vips zu gehören, wenn man nicht hinter die Kulissen, so doch hinter die Stell- wände’und auf die Arbeiten schauen darf, die von einer qualitätvoll besetzten Jury (zu den Juroren gehörten beispielsweise Tony Franks und Janet Mansfield, Präsident und Vizepräsident der renommierten Academie International de la Cäramique in Genf) aus mehr als 600 zunächst per Foto eingereichten Bewerbungen für den 11. Westerwald-Preis ausgewählt wurden. Einige wenige aber dürfen gegenwärtig „im Hochsicherheitstrakt” jeden Tag arbeiten, Mitarbeiter des Museums natürlich, aber auch Fotografenmeister Werner Baumann und sein Team, die gerade die Exponate für den Katalog zur Ausstellung im September fotografieren.
Die Zeiten, in denen man so etwas auf die Platte entsprechend großfor- _l j matiger Kameras bannte, sind längst passe. „Wir arbeiten nur noch mit aigitalen Kameras und Mitteln”, erklärt Baumann, Jahrgang 1944; Staats- preistrager und Inhaber eines vor allem auf Objekt- und Werbefotografie mrvf 9 ISI6rten unc * kannten, alteingesessenen aber technisch ultra- pr ® r [| ^Erstatteten Fotostudios in Höhr-Grenzhausen. Das sei, meint an’haH If e ' n sc * inel ' er > es erlaube auch, bereits während der Arbeit Freu#?“ er aufgenommenen Fotos ein stringentes Gestaltungskonzept f " ’ diecSv 6 n ’ beispielsweise eben für einen Ausstellungskatalog, und auf Doch die* m h Sj ^ onze P t a ** e Aufnahmen abzustimmen, nnflhöriqe^wip m^IV 40 ,^ x P° nate sind zu fotografieren; erfreulich viele stammen, n Pchwe^nachiocc mS i[ eiterin Monika Gass kommentiert, aus den Ateliers junger, Titellen srhiionr' u °F ene . r Keramikerlnnen aus beinahe 20 Ländern. „Wir wol- r Familie^'man mpriah u icht im . mer nur die bereits Preisgekürten dekorieren, und oinps Leb^Junopn «l. ’ dass eini 9 e Jurymitglieder sich gerade die Förderung der
Beschriebt haben, Tony Franks oder Günter p für die / unqariVh^ d D^ rta Na 9y. beide Hochschulprofessoren in Wien bzw. im 9 schaffen verbünde ”* S Solche per se eng mit dem aktuel,en Keramik-
iderne Sc 1 ^ bewerbs^rlfi-oi' 0 * 11 al ! e ' n die Preisträger in den vier Sparten des Wett- ides?^*beim Fördern' sramik ’ P1 .estik, Serie und Salzbrand - und die Siegerin , en ? Wa 5 deren, die aus Österreich stammende Doris Maria Winkler, Wenn oder äufnphai*^ e Installation aus seriellen Elementen, die an Schnäbel irechen 1 ^,, standia aiifnohf stilisierte Hände erinnern, fürs Foto erst noch voll- rauersind^ g baut werden muss. Für das steht z. B. auch die Installation
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der Barbara Gröbl aus Koblenz. In ihr gehen gleichfalls serielle Keramikelemente (eine ganze Batterie von Flaschen und Trichtern) mit einem Endlos-Video eine spannende Verbindung ein, ernsthaftes Spiel und spielerischer Ernst um Eintrichterung, Infiltrierung, Machen und Manipulieren von Menschen, das nicht nur etwas mit Genetik und Klonen zu tun hat. Nürnberger Trichter auf neue Art.
„Mal sehen, wie wir das fotografieren, überlegt Baumann. Einfühlungsund Improvisationsvermögen ist bei aller technischen Perfektion unverzichtbar; gerade eben schweben einige scheibenförmige Objekte, deren Struktur, wie die überraschend vieler Arbeiten, an Natürliches, Organisches erinnert, an maritime Lebewesen, Korallen, Schwämme, an hauchdünnen Plastikfäden einige Zentimeter über dem Boden in der Luft, zeichnen filigrane Schattenspiele auf den Boden.
Baumanns Assistentin ist mit dem Foto auf dem Computerbildschirm zufrieden, bespricht mit ihrem Chef, die weiteren Aufnahmen. Wie könnten die steinartigen, reduzierten Helme oder Köpfe der Barbara Kaas, auf hochbeinigem weißen (Altar)-Tisch arrangiert, „den wir aber unbedingt mit fotografieren sollen”, in Szene gesetzt werden, oder die Installation von Frank Louis, Sieger in der Sparte „Plastik”, arrangiert aus Elementen, die einmal Spindeln, Maschinenteilen gleichen, einmal Muscheln, Schneckenhäusern, Natürlichem. „Vielleicht probieren wir’s mal von oben oder in der Diagonale und prüfen die Lichtgestaltung. Kunst zu fotografieren ist halt auch eine Kunst, eine, die allerdings eher dienen als sich vordrängen darf. „Eine anregende Abwechslung zur alltäglichen Arbeit ist das Projekt trotzdem”, gesteht Werner Baumann. Dass er „ganz nebenher” auch jenes Alltägliche fotografisch oft genug zur Kunst erhebt, steht auf einem anderen Blatt.
Dr. Sauer-Kaulbach

