Einzelbild herunterladen

-VG Montabäur

0

Nr. 47/2001

yolkstnauentag 2001 :

(jeöenkfefen mahnte zum Einsatz für Frieden und Versöhnung and gegen öfe Not 6en Menschen

MONTABAUR. Die große Anzahl der Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt, die sich zu früher Abendstunde zur Feierstunde am Volkstrauertag auf dem Ehrenhain Westerwald eingefunden hatten, machte deutlich, dass die Erin­nerung an die Opfer des Krieges und der Gewalt in vielen Jahrzehnten nicht

verblasst ist.

Die über tausend Gräber der toten Soldaten, von denen auch heute noch eine Anzahl die InschriftUnbekannt tragen, waren jedes mit einem Licht geschmückt, die steinernen Kreuze erhellten lodernde Flammen Äußerlich­keiten, gewiss, aber sie trugen auf eigenartige Weise zur weihevollen Atmo­sphäre der Gedenkstunde eindrucksvoll bei.

Die Bedeutung der stimmungsvollen Abendstunde als Mahnung zu Frieden und Versöhnung wurde durch die Mitwirkung des Musikvereins Horressen und des MGVFreundschaft Eigendorf ebenso unterstrichen wie die Anwe­senheit des Ehrenzuges der 5. Kompanie des Instandeetzungsbataillons 310 der Westerwaldkaserne MontaLaur unter Führung von Oberleutnant Step­han Grüntjes, dem Standortältesten Oberleutnant Holger Voß und der Fah­nenabordnungen der Schützen und der Feuerwehr der Stadt.

Sowohl Pfarrer Michael Dietrich von der evangelischen als auch Heinz-Wal­ter Barthenheier von der katholischen Gemeinde stellten die vom Schöpfer Gott an den Menschen gerichtete Mahnung des friedvollen Zusammenle­bens und den aktiven Einsatz für die Würde und gegen die materielle Not des Menschen in den Mittelpunkt von Gebet und Gedanken..

Landrat Peter Paul Weinert ging in seiner Gedenkansprache von den Ter­roranschlägen des 11. September aus, die dazu anregen müssten, den Blick auf Kriege, Anschläge vor unserer eigenen Haustür und auf Gesellschafts­konflikte im Alltag zu richten.Die Wirklichkeit ist anders als unser Wunsch- Lüd, sagte der Landrat. Der Volkstrauertag mahne nicht nur zum Frieden, sondern mache auch deutlich r dass der Einsatz dafür eine ständige Auffor­derung und längst keine erledigte Aufgabe sei.

Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden nahmen Gertrud Pos- sel-Dölken und Dieter Kanz, Obmann des Volksbundes Deutscher Kriegs- gräberfürsorge, die Totenehrung vor. Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken ^tte die zahlreichen Teilnehmer eingangs begrüßt und dankte zum Aus- k'ang allen an der Gestaltung der Feier Beteiligten. Die Nationalhymne been­gte die sehr anrührende Gedenkstunde.

*