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Wochenblatt VG Montabaur

Gartenseite

Alle Jahre wieder - kommt der Frühling mit all seinen schönen Seiten, auch wenn es lange, lange nicht danach aussah. Aber spätestens, wenn die ersten Vögel verliebt in den Büschen

auch uns der den Frühling mit

turteln erfasst Drang allen erfahren, den meisten dass wir uns unterschiedlichsten bewaffnen und damit Garten zu verschönen.

Sinnen zu Dies führt in Fällen dazu, mit den

Gartenwerkzeugen hinaus ziehen den Doch Vorsicht, oft

übertreiben wir in unserem stürmischen Drang die Dinge nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Ist der Boden noch nass und kalt und wir graben und treten schon fleissig darauf herum, zerstören wir die Bodenstruktur, die wichtig ist um einen optimalen Wasser- und Luftaustausch zu gewährleisten. Es entstehen Verdichtungen, die unseren Pflanzen nicht gut bekommen und die oftmals die Ursache für ihr folgendes kümmerliches Wachstum sind. Besser ist man kann seinen Tatendrang umorientieren und ihn für nützlichere Massnahmen einsetzen. Das wären z. B. noch fällige Schnittmassnahmen an Apfelbäumen oder anderen Obstarten, wie Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren. Obstbäume danken es auch, wenn man ihre Baumscheiben vorsichtig freihält (ohne ...- die Wurzeln zu verletzten) und gedeihen nach solchen Massnahmen oft deutlich besser. Auch ist es möglich bevor die Hecken begrünt sind ; ' r und die Vögel ihre Nester bereits darin gebaut haben hier noch einen Formschnitt vor dem Frühjahrsaustrieb zu verpassen.

Aber es muss nicht immer nur die Arbeit mit den Pflanzen sein, die unsere ersten Energien im Garten vereinnahmen. Jetzt ist auch eine gute Zeit noch Nistkästen aufzuhängen, einen Unterschlupf für Igelfamilien anzulegen (er hilft bei der Schneckenbekämpfung fleissig mit), Insektennistkästen zu installieren oder aber aus umgedrehten Blumentöpfen (mit Holzwolle gefüllt) Schlafquartiere für Ohrwürmer zu schaffen, die man in die Bäume hängt und damit ebenfalls zur Mitarbeit bei der Schädlingsbekämpfung im Garten anregt. Wer ganz viel nützliches für seinen Garten und

die Natur tun will kann auch Unterschlüpfe für Florfliegen bauen. Diese nützlichen kleinen Gartenfeen sind sehr hilfreich bei der Blattlausbekämpfung.

Wer solcherlei strategische Unterfangen im Garten durchführt hat doppelt gewonnen. Erst einmal hat er seine eigenen überschüssigen Energien in zielvolle Bahnen gelenkt und er hat ausserdem seinen Garten durch übereiltes Bearbeiten geschont. Ist aber dann doch nach den ersten warmen Tagen der Boden soweit abgetrocknet, dass man ihn jetzt doch bearbeiten kann, sollte man sich auch noch die ein oder andere Überlegung zur Verschönerung durch Neupflanzung tätigen. Nicht jede Blumenzwiebel muss im Herbst gesetzt werden. Über Lilien, Zierlauch , Iris und herbstblühenden Krokussen bis hin zu Gladiolen und Dahlien kann man jetzt eine breite Palette pflanzen, die uns noch im gleichen Jahr mit ihrer Blütenpracht überraschen wird. Aber auch Stauden pflanzt man am besten jetzt im Frühjahr und es besteht auch noch die Möglichkeit die ein oder andere Altstaude zu teilen oder einen Ableger abzustechen (z.B. Astern, Staudensonnen­blumen u.a.m.). Auch Rosen können noch gepflanzt werden, sie bedürfen aber sorgfältiger Pflege und einer guten Anhäufelung, um das Anwachsen zu erleichtern. Rosenwurzeln dürfen übrigens niemals ganz austrocknen. Deshalb beim Pflanzen nicht mit offenen Wurzeln herumliegenlassen, der Wind tut dann ein übriges, die Wurzel schnell trocken zu blasen. Rosen sollten vor dem Pflanzen gut gewässert werden (mindestens 1 Stunde), deshalb ist es am günstigsten, die Rosen beim Pflanzen in einem Eimer mit Wasser aufzubewahren.

Allen Gärtnern und Gärtnerinnen viel Erfolg im neuen Gartenjahr!

Verbandsgemeindeverwaltung

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