Wochenblatt VG Montabaur
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in Deutschland, 1,0 mg/l in Belgien. In Deutschland würden Bäder mit solchen Höchstwerten geschlossen.
Deutschland ist ein „Niedrig-Chlor-Land Die Ergebnisse der belgischen Studie sind für unser Nachbarland sicherlich wichtig, um dort schärfere Grenzwerte durchzusetzen. In Wallonien wird die Einführung von Richtwerten immerhin seit einigen Jahren diskutiert. Auf Deutschland sind diese Ergebnisse aber auf keinen Fall übertragbar.
Bei uns gibt es nicht nur die weltweit schärfsten Vorschriften für das Schwimm- und Badebeckenwasser, auch die technische Ausstattung der Bäder hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig verbessert. Deutschland ist in Bezug auf die Schwimmbäder ein ausgesprochenes „Niedrig-Chlor- Land", was nur mit hohem technischen und finanziellen Aufwand möglich ist.
Die deutschen Städte und Gemeinden sind sich hier ihrer Verantwortung sehr bewusst und haben die meisten Bäder aus Altersgründen bereits umgebaut oder modernisiert. Dabei wurden nicht nur die Wasseraufbereitungsanlagen, sondern auch die Lüftungsanlagen den neuesten technischen Standards angepasst. Die Kritik der belgischen Forscher setzte vor allem beim Bereich Lüftung an. Gesundheitlich bedenklich sind vor allem schlecht belüftete Bäder.
Das Landesgesundheitsamt Stuttgart hat in einer umfangreichen Untersuchung nicht
nur festgestellt, dass die Belastung der Luft
in Bädern mit Chlor-Reaktionsprodukten weit unterhalb der gültigen Grenzwerte liegt. Die Studie verneint ausdrücklich auch die Wahrscheinlichkeit gravierender gesundheitlicher Belastungen durch das Schwimmbadwasser.
In den Zeitungsberichten ist auch von einer Alternative zu Chlor die Rede; die Desinfektion mit einer Silber-Kupfer-Verbindung. Dieses Verfahren, das bei uns seit zwanzig Jahren bekannt ist, ist aber in Deutschland wegen mangelnder Wirksamkeit in öffentlichen Bädern nicht zugelassen. Die Keimtötungsgeschwindigkeit ist bei diesem Verfahren zu langsam (mehrere Stunden) - eine für Bäder völlig inakzeptable Zeit.
In Deutschland wird nach DIN 19643 eine Keimtötungsgeschwindigkeit von vier Zehnerpotenzen innerhalb von 30 Sekunden zugrunde gelegt. Es gibt zur Zeit keine bessere Alternative zur Desinfektion des Schwimm- und Badebeckenwassers als Chlor, will man nicht gesundheitliche Schädigungen der Badegäste in Kauf nehmen.
Die wissenschaftliche Untersuchung kann in französischer Originalfassung von unserer Internetseite www.boeb.de unter der Rubrik „Aktuelles" als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter der Geschäftsstelle.
Liebe Badegäste, abschließend weisen wir darauf hin, dass das Mons-Tabor- Bad im Jahre 1998 nach 1 j jähriger Modernisierung- und Sanierungsphase wieder in Betrieb genommen wurde. Wir garantieren dadurch neuesten technischen Standard und sind sicher, dass Sie bei uns ungetrübten
Badespaß erleben können.
Wir hoffen, mit der Berichterstattung Verunsicherungen Ihrerseits ausgeraumt zu haben und freuen uns weiterhin auf Ihren Besuch.
Ihr Team des Mons-Tabor-Bades Telefon 02602/46 11
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