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Montabaur

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Nr. 52/97

ICE-Neubaustrecke: Bilanz 1997

Bauarbeiten begonnen

Die Planfeststellungsverfahren für den gesamten Streckenabschnitt in der Verbandsgemeinde wurden 1997 abgeschlossen. Die Verbandsgemeinde und die Ortsgemeinden konnten ihre wichtigsten Ziele und Forde­rungen durchsetzen. So wurde erreicht, daß der Erdaus­hub im Zuge der Baumaßnahmen entlang der Autobahn A 3 aufgeschüttet wird und einen Lärmschutz im Bereich Eigendorf, Eschelbach, Heiligenroth, Großholbach, Girod, Nentershausen und Görgeshausen gewährleistet. Bei Nentershausen wurde eine weitere Teiluntertunnelung durchgesetzt.

Mit diesem Zwischenergebnis ist auch endgültig der Startschuß für die Bauarbeiten gefallen.

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Bahnhof Montabaur

ln dem ca. 52 Hektar großen Entwicklungsgebiet wurden in diesem Jahr erste Teil-Bebauungspläne abgeschlos­sen. Die Maßnahme betrifft den Bereich, der in etwa abgegrenzt wird durch die Bahnstrecke im Norden, die Tonnerrestraße im Osten sowie die Werkstraße und die Eschelbacher Straße. Westlich der Tonnerrestraße be­ginnt 1998 die erste Wohnbebauung.

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Architekten- und Investorenwettbewerb zur Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes entschieden

Um ein gelungenes Konzept für die Gestaltung des neuen Bahnhofsvorplat­zes in Montabaur und gleichzeitig um einen passenden Investor ging es bei dem bundesweit ausgeschriebenen städtebaulichen Wettbewerb. Die Stadt Montabaur plant auf diesem Wege, die Bebauung von Bahnhof und Vorplatz bis zum Jahre 2001 realisiert zu haben. Nach dem Wettbewerbsentscheid ist nun der Stadtrat am Zug, um die planungsrechtlichen Grundlagen zu regeln.

Den ersten Preis des Architekten- und Investorenwettbewerbes erhielt die Konzeption der Architekten Graf (Montabaur) und Schmitz (Köln) mit dem Investor Hoch Tief Projektentwicklung (Köln)

Foto: Markus Müller

Wirtschaftsförderung/Gewerbe-

Entwicklung

Die zentrale Lage zwischen den Ballungsräumen des Ruhrgebietes im Norden und dem Rhein-Main-Gebiet im Süden begünstigt die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Die seit Jahren überdurchschnittlich ansteigen­den Bevölkerungszuwächse bestätigen den Trend, der durch die gute Verkehrsanbindung per Autobahn sowie die Entwicklung der ICE-Neubaustrecke mit Bahnhof in Montabaur und einer zusätzlichen Autobahnabfahrt wei­ter verstärkt wird. Der Ausbau der Gewerbegebiete zur Schaffung weiterer ortsnaher Arbeitsplätze ist daher ein Schwerpunkt der regionalen Strukturpolitik.

In 1997 wurde entsprechend den Festsetzungen des Flächennutzungsplanes weitere planungsrechtliche Grundlagen geschaffen, um die Erweiterung der gewerb­lichen Bauflächen entlang der A 3 fortzuführen. Das betraf z.B. die Industriegebiete »Alter Galgen Erweite­rung« in. Montabaur, die Umlegung der gewerblichen Bauflächen »Illbach« in Heiligenroth, die Erschließung weiterer Gewerbeflächen in Nentershausen.

In Montabaur hat der Stadtrat beschlossen, auf dem Gelände des Parkplatzes »Decker« ein SB-Warenhaus anzusiedeln. Mit ausreichenden Parkmöglichkeiten aus­

gestattet, verspricht man sich von dem Konzept eine Magnetwirkung, die den städtischen Einzelhandel stärken soll. Über einen Investor wird in 1998 entschieden.

Ortsumgehungen

Boden

ln Boden wurde die neue Trasse der L 300, von Meudt kommend an Boden vorbei, Richtung Moschheim, in Betrieb genommen. In 1998 wird die neue Streckenführung der B 255 fertiggestellt, eine weitere wesentliche Verbesserung dieser wichtigen Nord-Süd- Verkehrsachse im Westerwald.

Neuhäusel

ln Neuhäusel erfolgte mit der Offenlage der Planfeststel­lungsunterlagen ein weiterer Schritt zur Realisierung der Umgehung B 49. Das Projekt ist mit rd. 49 Mio. DM veranschlagt.

Eine weitere Umgehung ist durch die Verlegung der K 113 (jetzige Simmerner Straße) in den Bereich der jetzigen Industriestraße geplant. Damit wird gleichzeitig das künftige gemeinsame Gewerbegebiet Simmern/ Neuhäusel verkehrstechnisch angebunden. Der Baube­ginn: 1998.