Montabaur
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Nr. 38/97
Ferienspiele am Quendelberg 1997
Projekt »Auf Schusters Rappen«
Kinder erforschen ihre Stadt vom 5. bis 29. August 1997
Die Ferienspiele dieses Jahr einmal etwas anders. Sie standen im Zeichen des Gemeinschaftsprojektes (von der VG-Montabaur, Haus der Jugend und Kreisjugendamt). »Auf Schusters Rappen« konnten die 40 bis 150 Kinder täglich durch die Stadt »stromern« und aus ihrem Blickwinkel die Stadt erkunden. Dabei waren allein die Sichtweisen der Kinder gefragt. Mitmachen konnten Kinder zwischen 6 bis 12 Jahren,
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eine Anmeldung war nicht erforderlich. Ausgangspunkt dieser Aktion war, wie in jedem Jahr, der Quendelberg. Die Kinder konnten entscheiden, ob sie mit dem Forscherteam losziehen oder an den Spielaktionen auf dem Spielplatz mitmachen wollten.
Der Auftakt der Aktion machte das Anfangsfest. Am Quendelberg konnten die 150 Kinder die Rhein und Ruhr Companie, mit dem Stück »En Eiiiis Papa« - Szenen aus dem Familienleben, mitverfolgen. Zusätzlich konnten die Kinder Buttons herstel- len, T-Shirts bemalen, spielen und sich auf der Hüpfburg nach Herzenslust austoben.
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Die Theatergruppe Rhein und Ruhr Companie mit Szenen aus dem Familienleben »En Eiiiis Papa «
Die erste Woche stand unter dem Motto »Spielplatz«. Dabei untersuchten die Detektive Spielplätze und befragten spielende Kinder. Unter die Lupe genommen wurde z. B. der Spielplatz an der Eichendorfstraße, der Spielplatz beim Mini-Mal, an der Collet- straße und selbstverständlich der Quendelberg.
In der zweiten Woche stand der Straßenverkehr im Mittelpunkt. Die Kinder waren unterwegs und haben Ampelphasen und die freie Gehwegbreite gemessen.
Außerdem konnten sie rote Karten für Falschparker verteilen. In Zusammenarbeit mit der Polizei wurde ein Fahrradcheck durchgeführt und die Kinder konnten an einem Sicherheits- und Verhaltenstraining mit ihren Fahrrädern teilnehmen.
Herr Sturm (von der Polizei) beim Fahrradcheck.
Die dritte Woche stand im Blickfeld der Stadterkundung.
Die Stadtforscher erkundeten Montabaur mit Video, Foto und Mikro zum Thema: Schöne Orte - Blöde Orte.
Außerdem gab es weiterführende Fragen bei den Interviews, z. B. Was sollte es Deiner Meinung nach in Montabaur noch geben?
Den Kindern machte es viel Spaß mit Videokamera, Fotoapparat oder Mikro durch die Stadt zu ziehen und es gab oftmals ein regelrechtes »Gerangel«, denn jeder wollte mal drankommen.
Kinder a/s Reporter unterwegs, da gibt es eine Menge zu fragen.
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Sill
Und Last not least, in der letzten Woche wurde mit dem Kinderstadtplan begonnen. Ein Plan von Kinder für Kinder, wobei die Ergebnisse in den Stadtplan eingezeichnet werden. Diese Aktion wird im Herbst vom Haus der Jugend und der Verbandsgemeindejugendpflegerin weitergeführt. Ziel ist es, einen eigenen Kinderstadtplan für Montabaur zu erstellen.
Tja, es gibt viel einzutragen in den neuen Stadtplan.
Milill

