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Montabaur

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Nr. 11/97

brauchen die drastische Senkung der Steuersätze. Nur so werden wir wieder mehr Wachstum und mehr Beschäftigung erreichen«, unterstrichen IHK-Präsident Hubert Scherer und Hauptgeschäftsführer Hans-Jürgen Podzun in einem Brief an alle Bundestags- und Landtagsabgeordnete aus dem Kammer­bezirk. Im Interesse eines möglichst baldigen Trendwechsels am Arbeitsmarkt sei es für die Wirtschaft notwendig, eine erste Stufe der Reform mit der Senkung der Steuersätze für gewerbliche Einkünfte bereits 1998 in Kraft zu setzen. Die Wirtschaft begrüße den neuen Tarif, der im Mittelpunkt der Reform stehe. Allein die Absenkung des Aüsschüttungssatzes für Kapitalgesellschaften auf 25 Prozent und der Kapitaler­tragssteuer auf 15 Prozent verbessere die Nettorendite von Dividenden und Gewinnausschüttungen um 11,25 Prozent. Dies nähre zurecht die Hoffnung, daß verstärkt ausländische Investoren Deutschland als Investitions- und Gewerbestand­ort wiederentdecken und besonders die Niederlassungen aus­ländischer Firmen, die mehr investieren.

Auch für den dynamischen Mittelstand bedeute die Tarifent­lastung einen gewaltigen Schub. Scherer: »Die Senkung der Steuersätze für gewerbliche Einkünfte und der Körperschafts­steuer für nicht ausgeschüttete Gewinne verbessert die Inve­stitionsmöglichkeiten für kleine und mittlere Betriebe um mehr als 10 Prozent«.

Alles in allem hält der IHK-Präsident das Gegenfinanzie­rungspaket für »akzeptabel geschnürt«, auch wenn es in der Wirtschaft nicht unumstritten ist.

Aber dies müsse akzeptiert werden, um das große Ziel inter­national wettbewerbsfähiger Spitzensteuersätze nicht zu ge­fährden. Die IHK warnt davor, die Mehrwertsteuer anzuta­sten. »Die Mehrwertsteuer darf nicht zur »Tankstelle« für ungelöste Fiskalprobleme werden. Das gilt insbesondere für die Finanzprobleme der Sozialversicherung«, warb Scherer um Unterstützung bei den Beratungen über die Steuerreform im Deutschen Bundestag.

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