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Montabaur

Nr. 3/97

HollergehörteabdemMittelalterzumErzstiftTrier. Beurkundet ist der Ort Hollererstmals im »Oculus Memorie« des Klosters Eberbach im Jahre 1228. Ab 1803 gehörte der Ort Holler zum Herzogtum Nassau, welches die Teile des ehemaligen kurtrierischen Gebietes zugesprochen bekam. 1866, nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg, wurde das Gebiet preußisch und ab 1947 ein Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Die territoriale Zugehörigkeit wird im Wappen der Ortsgemeinde durch das Wappen in den Pranken des Löwen (Kurtrierer Wappen: Rotes Kreuz auf silbernem Grund) und den goldenen Löwen auf blauem Grund (Nassauisches Wappen: Goldener Löwe auf blauem Grund) symbolisiert.

DerOrt Hollerliegt in einem ländlichen, waldreichen Gebiet. Haupteinnahmequelle der Bevölkerung war die Landwirtschaft. Zeitweise waren im Ort zwei Getreidemühlen in Betrieb, die Obermühle (eine Erbenmühle) und die Untermühle. Die Untermühle warmit zwei Mühlrädern ausgestattet, die als Antriebsräder für zwei Mahlwerke dienten. Das Wasser wurde dem, am Ort vorbeifließenden Stelzenbach (heute Elbertbach) entnommen. Wasserreichtum und Mühlen werden im Ortswappen durch den Wellenbalken symbolisiert. Für Landwirtschaft Und Wald steht die Grundfarbe Grün im linken, unteren Wappenteil.

Holler muß schon sehr früh eine eigene Kapelle besessen haben. Eine Margarethenkapelle wird urkundlich aber erst 1548 erwähnt. 1847 wurde Holler selbständige Pfarrei und gehörte bis dahin als Filialkirche zur Pfarrei Montabaur. Zum Filialkirchspiel Holler gehörten ursprünglich noch die Orte Niederelbert, Oberelbert, Welschneudorf, Untershausen, Stahlhofen und Daubach. Diese Orte (mit Holler sieben) werden im Ortswappen durch die sieben goldenen Schindeln im oberen, rechten Feld symbolisiert.

1758 wurde dann der Bau der neuen Kirche in Angriff genommen und konnte 1759 der Kirchen­patronin St. Margaretha geweiht werden. Als Sym­bol hierfür findet sich im Ortswappen der goldene Drachen mit dem Schwert, da die Kirchenpatronin nach der Legende den Lindwurm (in der germa­nischen Sage ein dem Drachen ähnliches Unge­heuer) bezwungen hat.

Das Wappen der Ortsgemeinde Holler ist somit historisch und landschaftlich begründet.

Die Beschreibung der Flagge lautet:

Banner, Hängeflagge und hoch rechteckige Hiß- flaggegrün-weiß-blau-weiß-grün-weiß-grün-weiß- blau-weiß-grün im Verhältnise 5:7,5:5:7,5:5:90 : 5:7,5:5:7,5:5 waagrecht gestreift, das Wappen der Ortsgemeinde Holler mittig so aufgelegt, daß dessen schräglinker Wellenbalken sich als blauer Wellenbalken zum rechten und linken Flaggensaum fortsetzt.