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Montabaur

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Nr. 51/52/96

Schinderhannes mit dem richtigen Namen?, Wann landete Columbus in der neuen Welt?«, etc. zu beantworten.

Über 500 Kinder fanden den richtigen Lösungsspruch, der da lautete: »Wer klug ist, der spart«.

15 Teilnehmer gehörten zu den glücklichen Gewinnern und freuten sich als sie ihre tollen Preise in der Hauptstelle der Volksbank Montabaur-Wallmerod entgegennehmen durften

Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz

Die private Rentenversicherung - Vermögensaufbau mit hoher Rendite

Im gegliederten System der Altersvorsorge gewinnt die Le-' bensversicherung immer mehr an Bedeutung. Wer seinen Le­bensstandard im Ruhestand beibehalten will, kommt ohne private Vorsorge nicht mehr aus. Beispielsweise beträgt in der gesetzlichen Rentenversicherung die Altersrente eines Arbeit­nehmers mit durchschnittlichem Einkommen bei Rentenbe­ginn mit dem 65. Lebensjahr und 45 Beitragsjahren lediglich rund 70 % des letzten Nettoeinkommens. Renten bei Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeit fallen je nach Zeitpunkt ihres Eintritts deutlich geringer aus. Problematisch ist auch die Rentensitua­tion bei Selbständigen und Freiberuflern.

Die öffentlichen Versicherer empfehlen die private Rentenver­sicherung als ideale Ergänzung zur gesetzlichen und betrieb­lichen Versorgung im Alter - zum einen für Kapitalanleger, die sich sofort eine profitable Zusatzrente sichern, und zum ande­ren für Sparer, die sich eine zusätzliche Rente aufbauen möch­ten. Während der Ansparphase werden die Versicherungsbei­träge - ganz gleich, ob Einmalbeitrag oder laufende Beiträge - ausschließlich für den Aufbau der Altersvorsorge verwendet. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben wird je nach Wunsch des Versicherten eine einmalige Kapitalabfindung oder eine Rente auf Lebenszeit gezahlt.

Eine entsprechende Anzahl von Tarifvarianten steht zur Aus­wahl. Üblich ist der Rententarif mit Rentengarantie und Bei­tragsrückgewähr. Stirbt der Versicherte während der Renten­garantiezeit wird die Rente bis zum Ablauf der Garantiezeit an die bezugsberechtigte Person weitergezahlt oder kapitali­siert zur Auszahlung gebracht. Stirbt der Versicherte vor Ren­tenbeginn, werden die eingezahlten Beiträge und die bis dahin angesammelten Überschußanteile erstattet. Besonders emp­fehlenswert ist auch die Absicherung der Berufsunfähigkeit durch eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung. Nach Ein­tritt des Versicherungsfalles wird die Hauptversicherung auf­rechterhalten, und zwar ohne weitere Beitragszahlung. Ist eine Berufsunfähigkeitsrente versichert, so wird diese in ver­einbarter Höhe gezahlt.

Interessant sind auch die steuerlichen Aspekte. Versteuert wird nämlich nur der Ertragsanteil der Rente. Dieser beträgt bei Beginn des Rentenalters von 65 Jahren lediglich 27 %. Werden z. B. neben der Altersrente aus der gesetzlichen Ren­tenversicherung von 26.400 DM noch eine Zusatzrente aus der privaten Rentenversicherung von 14.400 DM, also insgesamt 40.800 DM jährlich gezahlt, so beträgt der Ertragsanteil der Rentenzahlungen 11.016 DM. Bei Zusammenveranlagung ist dann keine Einkommensteuer zu entrichten, wenn andere Einkünfte nicht erzielt werden. Die Versteuerung beginnt in diesem Fall erst bei einem zu versteuernden Einkommen von 11.399 DM.

Durch hohe Überschußbeteiligung und durch die Nutzung von Steuervorteilen ist die Rentenversicherung eine sichere Ver­mögensanlage mit hoher Rendite.

Unseriöse Wurfzettel

IHK mahnt Verbraucher zur Vorsicht

In jüngster Zeit sind wieder in vielen Briefkästen Wurfzettel gelandet, die für Sonderverkäufe, vor allem von Orientteppi­chen, werben.

»Nur in diesen wenigen Tagen: Wir liquidieren Orientteppiche aus Waren-Rücklauf zu extrem günstigen Preisen 69 %« heißt es da, oder: »Ein Großabnehmer ist in massive Zahlungspro­bleme gekommen, und um nicht noch größere Verluste hinneh­men zu müssen, haben wir uns entschlossen, das gesamte Warenkontingent kurzfristig wieder zurückzuholen«. In ande­ren Wurfsendungen wird der Eindruck vermittelt, Verkauf

oder Versteigerung erfolge im Auftrag des Finanzamtes, des Zollamtes oder auf Anordnung des Konkursgerichtes.

Die Industrie- und Handelskammer Koblenz warnt vor derar­tigen Veranstaltungen. »Trotz aller Aufklärung«, so IHK-Ju- stitiar Dr. Hans Wilhelm Stupp, »fallen immer noch Verbrau­cher auf unseriöse Sonderverkäufe dieser Art herein.« Dabei seien die Preise oft deutlich überhöht, die Güte der Waren entspreche häufig nicht der Beschreibung, Gewährleistungs­ansprüche seien mitunter nicht durchsetzbar. Stupp: »Ver­stöße gegen gesetzliche Vorschriften sind meist erst im nach­hinein feststellbar.«

Den Verbrauchern empfiehlt die IHK, bei allzu vollmundigen Ankündigungen dieser Art besonders vorsichtig zu sein.

Der heimische Arbeitsmarkt Ende November 1996

Arbeitsamt in Sorge wegen der Baubetriebe Weniger Chancen bei Teilzeitarbeit

Im November stieg die Arbeitslosigkeit im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis der Jahreszeit entsprechend weiter an. Am Monatsende wurden 9.824 arbeitslose Männer und Frauen im Bezirk des Arbeitsamtes Montabaur gezählt, 272 mehr als Ende Oktober. Ob sich der winterliche Anstieg auch in den nächsten Monaten noch in Grenzen hält, ist nach Meinung der Arbeitsamtsfachleute fraglich. Sorgen bereiten Pläne in der Bau Wirtschaft, die seit Jahrzehnten bestehende Schlechtwettergeldregelung in diesem Winter nicht so zu nut­zen wie sonst üblich. Größere, zeitlich begrenzte Entlassungen der Baubetriebe sind im Gespräch.

Die Arbeitslosenquote liegt mit 7,7 % im Gesamtbezirk nun um 0,2 Punkte über dem Oktoberwert. Während die Quote im Westerwaldkreis bei 5.828 Arbeitslosen nur leicht auf 7,5 % anstieg, schnellte sie im Rhein-Lahn-Kreis von 7,6 % auf 8,0 % hoch (3.996 Arbeitslose). Vor Jahresfrist hatte die Quote hier nur bei 5,9 % gelegen.

Im Verlauf des vergangenen Monats kamen 1.874 arbeitslose Männer und Frauen erstmals oder erneut wieder auf die Mitarbeiter des Arbeitsamtes Montabaur und seiner sieben Geschäftsstellen zu und meldeten sich persönlich arbeitslos.

Die stärksten Zuwächse im November gab es in Lahnstein, hier stieg die Arbeitslosenquote von 8,5 % auf 9,1 %. Über­durchschnittlich verschlechterte sich auch die Arbeitsmarkt­lage in den Räumen Bad Ems/Nassau (von 8,0 auf 8,5 %) und Nastätten/St. Goarshausen (von 7,2 auf 7,7 %). Unter den ' Arbeitslosen fallen die auf, die nur Teilzeitarbeit suchen. Das sind überwiegend Frauen: Ihre Chancen verschlechtern sich zuseheüds (über 40 % mehr als vor einem Jahr).

Die Personalnachfrage nahm im November weiter ab. 666 freie Arbeitsplätze wurden den Vermittlern neu gemeldet. Im ver- gangenen Monat waren es noch 715 und vor einem Jahr 674 Neumeldungen gewesen. Am Monatsende gab es noch 859 unbesetzte Stellen, 121 weniger als vor Jahresfrist. Mit 520 Arbeitsvermittlungen im November brachten die Personalver­mittler des Arbeitsamtes bei den ungünstigeren Rahmenbe- \ dingungen in diesem Jahr bisher 6.414 Männer und Frauen in Arbeit unter. Der Stellen-Informations-Service im Arbeitsamt, i

auch kurz SIS genannt, bahnte weitere Beschäftigungsver- ; hältnisse an. Die SIS-Terminals werden derzeit von morgens j bis nachmittags in allen Dienststellen des Arbeitsamtes Mon- i tabaur von Arbeitsuchenden stark frequentiert. Die Arbeits­ämter bieten den Stellen-Informationsservice seit 04.12.1996 auch über T-Online an. Die Stellenanzeigen sind in T-Online über *Arbeitsamt# oder *69100# abrufbar.

Die KEVAG informiert

Tonnen von Papier, Verwaltungsaufwand und einige tausend Mark Porto jährlich kostet die KEVAG der Versand von Strom- und Telekommunikationsrechnungen an ihre Kunden. Ver­ständlich daher auch die Anstrengungen, die das Unterneh­men macht, um mehr Kunden für das Lastschrifteinzugsver­fahren zu gewinnen.

Anders als manche Behörde will die KEVAG aber vorerst nicht den Versand der Rechnungen einstellen sondern versuchen, ihre Kunden durch Überzeugungsarbeit und Verlosungen zum freiwilligen Umstieg zu bewegen. Knapp 4.000 neue Kunden, die ihre Rechnungen nun per Lastschrifteinzug bezahlen, wur­den durch die letzte Aktion der KEVAG gewonnen. Als beson-