Montabaur
Nr. 51/52/96
Bericht über die Sitzung des Ortsgemeinderates Nombom vom 12.12.1996
Haushaltsplan/Haushaltssatzung 1997 einstimmig verabschiedet
In der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderates stand die Beratung und Beschlußfassung über den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung 1997 an.
Die Verbandsgemeindeverwaltung hatte hierzu in Abstimmung mit der Ortsgemeinde einen Planentwurf erstellt und zur Sitzung vorgelegt. Nach Erläuterung zum Planinhalt erklärte der Ortsgemeinderat seine Zustimmung zum Haushaltsplan und der Haushaltssatzung.
Die Haushaltssatzung 1997, die die summarische Zusammenfassung des Haushaltsplanes darstellt, enthält folgende Festsetzungen:
Verwaltungshaushalt
Einnahmen/Ausgaben.je 683.000 DM
Vermögenshaushalt
Einnahmen/Ausgaben.je 986.000 DM
Der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen wurde auf 403.000 DM festgesetzt.
Die Gemeindesteuern wurden für das Haushaltsjahr 1997 wie folgt festgelegt:
Grundsteuer A.250 %
Grundsteuer B.290 %
Gewerbesteuer.320 %
Die Hundesteuer beträgt
für den ersten Hund.50 DM
für den zweiten Hund.75 DM
für jeden weiteren Hund.100 DM.
Aussagen zur derzeitigen Haushaltssituation bzw. Prognosen zum Haushaltsjahr 1997 enthält der dem Haushaltsplan beigefügte Vorbericht. Hieraus werden auszugsweise einige Informationen zur Kenntnis gegeben:
Die für 1996 prognostizierte Neuverschuldung von 258.000,00 DM wird nicht eintreten. Man wird zum Jahresende voraussichtlich sogar Rücklagenmittel von ca. 670.000,00 DM Vorhalten können. Diese überaus sehr positive Entwicklung ist auf folgende Tatsachen Zurückzufuhren:
- Die für den Bau des Dorfgemeinschaftshauses bereitgestellten Mittel (765.000,00 DM) werden nur bis zu einem Betrag von 200.000,00 DM beansprucht.
- Bei den Ausgleichszahlungen im Rahmen des Umlegungsverfahrens »Auf dem Höppel« ergeben sich Einsparungen/Mehreinnahmen in der Größenordnung von rd. 113.000,00 DM.
- Durch die Erhebung von Erschließungs- und Ausbaubeiträgen wird es zu Mehreinnahmen von rd. 115.000,00 DM kommen.
- Aus dem Verkauf der Gemeindegrundstücke im Erschließungsgebiet »Auf dem Höppel« sind Mehreinnahmen von rd: 190.000,00 DM festzustellen.
Somit bleibt die Ortsgemeinde Nomborn weiterhin schuldenfrei und verschafft sich gleichzeitig eine solide finanzielle Grundlage für die Aufstellung des Haushaltes 1997.
Haushalt 1997
Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 1.669.000,00 DM. Hiervon entfallen auf den ausgeglichenen Verwaltungshaushalt 683.000,00 DM und auf den ausgeglichenen Vermögenshaushalt 986.000,00 DM.
Zur Finanzierung der anstehenden Vorhaben werden keine Kredite benötigt. Um aber Verpflichtungen für kommende Haushaltsjahre eingehen zu können, sind Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 403.000,00 DM festzusetzen. Während die Hebesätze für die Grundsteuern und die Gewerbesteuer unverändert bleiben, werden die Beträge für die Hundehaltung nach oben korrigiert.
Verwaltungshaushalt
Das Volumen des Verwaltungshaushaltes steigt von 639.000,00 DM um 44.000,00 DM auf683.000,00 DM. Die Steigerung ist fast ausschließlich der verbesserten Finanzausstattung des Unterabschnittes Steuern, allgemeine Zuweisungen (Mehreinnahmen) zuzuschreiben. Dieser Unterabschnitt bildet mit 81,26 v. H. die Haupteinnahmequelle des Verwaltungshaushaltes.
Die sonstigen Einnahmen der Ortsgemeinde stellen sich wie folgt dar:
Erstattungen, Zuweisungen.0,59 v. H.
Gebühren.1,17 v.H.
Einnahmen aus Verkauf, Mieten, Pachten
und sonst. Verwaltungs- und Betriebseinnahmen... 11,27 v.H.
Sonstige Finanzeinnahmen.5,17 v. H.
(Konzessionsabgaben, Zinsen)
Die Ansätze für die laufenden Ausgaben des Verwaltungshaushaltes beruhen auf den Erfahrungswerten des Vorjahres, sind aufgrund von Berechnungen ermittelt worden, beinhalten gesetzliche oder tarifvertragliche Vorhaben und berücksichtigen Wünsche der Ortsgemeinde.
Nachfolgend soll verdeutlicht werden, welchen prozentualen Anteil die einzelnen Ausgabenbereiche an den Gesamtausgaben des Verwaltungshaushaltes haben:
Prozentanteil:
1. Personalausgaben.12.75 %
2. Verwaltungs- und Betriebsausgaben.21,98 %
3. Zuschüsse für soziale Zwecke oder
ähnliche Einrichtungen.4,70 %
4. Umlagen.52,99%
5. Zuführung zum Vermögenshaushalt.7,62 %
Als echte freie Finanzspitze für das Haushaltsjahr 1997 errechnet sich ein Überschuß von 52.000 DM.
Vermögenshaushalt
Das vom Ortsgemeinderat am 13.06.1996 beschlossene Investitionsprogramm bildet die Grundlage für die Aufstellung des Vermögenshaushaltes. Art und Umfang der sich hieraus ergebenden Vorhaben bestimmen das Volumen.
Die Fortschreibung des Investitionsprogrammes hat zur Folge, daß für die nachfolgenden Investitionen, Investitionsförderungsmaßnahmen und Ausgaben entsprechende Haushaltsmittel bereitzustellen sind:
1. Zuweisungen für Dorferneuerungsmaßnahmen.4.000,00 DM
2. Bau eines Dorfgemeinschaftshauses.944.103,00 DM
Damit die Gesamtauftragsvergabe vorgenommen werden kann, sind Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 360.000,00 DM veranschlagt.
3. Anschaffung von Geräten.2.500,00 DM
4. Bauäusgaben - Bauhof...30.000,00 DM
5. Wirtschaftswegebau.5.00,00 DM
6. Zuführung zur allgemeinen Rücklage
(Planabrundungsbetrag).397,00 DM
Weiterhin ist eine Verpflichtungsermächtigung von 43.000,00 DM veranschlagt. Sie dient dazu, den Investitionskostenanteil der Ortsgemeinde zum Umbau des Kindergartens in Heilberscheid zu finanzieren. Die Abrechnung der Maßnahme ist in der 2. Jahreshälfte 1997 zu erwarten.
Die Finanzierung aller Ausgaben erfolgt durch den Zuweisungsbetrag der Verbandsgemeinde (25.000,00 DM) und des Landes (240.000,00 DM). Außerdem stehen noch Investitionsschlüsselzuweisungen (3.822,00 DM), der Zuführungsbetrag vom Verwaltungshaushalt (52.000,00 DM) sowie eine Rücklagenentnahme (665.178,00 DM) zur Verfügung.
Ausblick 1998 bis 2000
Zuweisungen für Dorferneuerungsmaßnahmen, die Fertigstellung »Auf dem Höppel«, die Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses, der Erwerb von Geräten, der Investitionskostenanteil für den Kindergartenbau, die Erschließung »Unter dem Sportplatz« sowie der Bau einer Leichenhalle bilden die Schwerpunkte im Investitionsbereich der kommenden Jahre. Die Berechnungen der mittelfristigen Finanzplanung signalisieren eine Finanzierung aller Vorhaben.
Haushaltsrechnung1995beschlossen und Entlastung erteilt
Bereits am 21.11.1996 tagte der Rechnungsprüfungsausschuß der Gemeinde in den Räumen der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, um sich vor Ort von der ordnungsgemäßen Ausführung der Haushalts- und Kassengeschäfte zu überzeugen. Nach Einsichtnahme in die Haushalts- und Kassenbelege wurde abschließend vom Rechnungsprüfungsausschuß festgestellt, daß die Überprüfung zu keinen Beanstandungen Anlaß gab. Daraufhin wurde die Haushaltsrechnung 1995 abgeschlossen und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt.
Die Zustimmung zur Jahresrechnung wurde nun in der Sitzung am 12.12.1996 erklärt. Zugleich wurde dem Ortsbürgermeister, den Ortsbeigeordneten, dem Bürgermeister und den Beigeordneten der Verbandsgemeinde für das Haushaltsjahr 1995 Entlastung erteilt.

