Montabaur
Nr. 50/96
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Kaufkraft vor Ort stärken
Im Laden um die Ecke einkaufen
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Foto: Rena Lehmann
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wer möchte nicht bei dem »miesen Wetter« der letzten Tage sein Auto stehen lassen und im Laden um die Ecke seine Besorgungen erledigen und so ganz nebenbei noch von »Schmidt’s« Kätti die neuesten Dorfnachrichten erfahren?
In der Verbandsgemeinde Montabaur ist dies in vielen Orten möglich.
Nach dem großen Sterben der kleinen Einzelhandelsgeschäfte in den 70er und 80er Jahren und dem Bau der SB-Märkte auf der grünen Wiese, vollzieht sich nun langsam eine Wende. •
Jüngstes Beispiel ist die Eröffnung des Nachbarschaftsladens in der Gemeinde Großholbach am Nikolaustag. Es ist immerhin der 5. Dorfladen dieser Art. Dabei fördern die Ortsgemeinden und die Verbandsgemeinde diese Projekte, weil beide sie für wichtige Einrichtungen der Dorfstruktur halten.
Es geht uns aber vornehmlich nicht um eine Eröffnung neuer Läden. Vielmehr sollten die Bürger durch bewußtes Kaufverhalten den Erhalt des vorhandenen Ladens sichern.
So schön es auch ist, daß die bei einem Großeinkauf in der Stadt vergessene Zigarettenschachtel noch eben schnell im »Tante Emma Laden«, womöglich noch nach 20.00 Uhr, eingekauft werden kann, weil man die Ladeninhaberin kennt, so wird doch oft vergessen, daß auch die Dorfläden sich im Wettbewerb bewähren müssen.
Sie bestimmen selbst, ob Sie durch richtiges Kaufverhalten (Dorfladen und SB-Geschäft) eine Einrichtung im Dorf behalten, die für die Bürger mehr sein kann, als nur der Kauf von einem Pfund Salz.
Denken Sie bitte daran, wer gleich vergißt, erledigt nie. Mit freundlichen Grüßen
' Ihr
Heinz Reusch, erster Beigeordneter

