i Montabaur
11
Nr. 49/96
WW-TV endlich auch in Montabaur und Umgebung
Im August diesen Jahres jährte sich der Tag der ersten Ausgabe des Westerwald-Wied-TV zum zweiten Male. Seit dem 15. August 1994 ging der regionale Fernsehsender aus Höhr- Grenzhausen mehr als 650 Mal auf Sendung und lieferte täglich aktuelle, regionale Informationen und anregende Un- i terhaltung in die heimischen Wohnstuben. Aus einem kleinen I lokalen TV-Sender mit 16 Mitarbeitern, der zunächst täglich Teile des Westerwaldes bedienen konnte, ist mit den Jahren eine regionale Fernsehanstalt geworden, deren 40 Angestellte von Diez bis Linz und von Neuwied bis Betzdorf »ganz nah« am heimatlichen Geschehen arbeiteten. Doch erst mit der Erteilung der Sendelizenz für die Verbandsgemeinde Montabaur ist WW-TV die Fernsehanstalt für die gesamte Westerwald-Wied- Region geworden. Jetzt ist die WW-TV Familie mit ca. 300.000 Zuschauer in mehr als 350 Gemeinden komplett.
Im Bereich der Verbandsgemeinde Montabaur ist WW-TV in , den nachfolgend genannten Ortsgemeinden über die Verkabelung der Fa. SÜWEDA zu empfangen: Montabaur, Horressen, Eigendorf, Eschelbach, Niederelbert, Holler, Reckenthal, Wirzenborn, Heiligenroth, Großholbach, Girod, Ruppach-Goldhausen und Boden.
Nach intensiver Planungs- und Vorbereitungszeit können also seit dem 17. Oktober 1996 3.418 Kabelhaushalte und damit mehr als 10.000 Zuschauer in der Verbandsgemeinde täglich aktuelle, regionale Informationen in Bild und Ton verfolgen, i denn Westerwald-Wied-TV strahlt an allen Tagen der Woche 60 Minuten Aktuelles und Wissenswertes immer mit regionalem Bezug aus. Dabei verkörpert der Sender allabendlich ab 18.00 Uhr die Idee eines regionalen Feierabend-Fernsehens nach amerikanischem Vorbild mit größtmöglicher Aktualität und hohem journalistischen Anspruch. So informiert zu jeder vollen und jeder halben Stunde »WW-Aktuell« mit Kurznach- ; richten über die wichtigsten Ereignisse des Tages die Sie sonst erst am nächsten Morgen aus der Zeitung erfahren würden. Ausführlichere Berichte folgen im »WW-Joumal«. Die zweite Hälfte des Programms ist für Unterhaltung und Schwerpunkt- ! Magazine aus allen Themenbereichen (Sport, Kultur, Umwelt, Gesundheit etc.) reserviert; und dies immer mit regionalem | Bezug. Regelmäßig ausgestrahlte Ortsporträts über Städte und Gemeinden des Sendegebietes finden unter den WW-TV- Zuschauern großen Anklang. Und auch der Ü-Wagen des Heimatsenders ist überall dort wo etwas los ist.
Wer also unsere Heimat life und in Farbe im heimischen Fernsehsessel erleben möchte: Westerwald-Wied-TV ist in der Verbandsgemeinde Montabaur »ganz nah«.
Sollten Sie Probleme beim Empfang des WW-TV haben, so melden Sie sich bitte bei: Westerwald-Wied-TV, Rudolf-Diesel- Straße 4, 56203 Höhr-Grenzhausen, Telefon: 02624/91980.
Katzen zugelaufen
Am 15.11.1996 ist in Montabaur eine dreifarbige Katze zugelaufen. Der Verlierer wendet sich bitte an den Tierschutzver- ; ein Mons und Tabor e.V., Frau Matthei, Tel.: 02602/180078. j Verbandsgemeindeverwaltung, 26.11.1996 ij Am 22.11.1996 ist in Eitelborn eine schwarze sehr verschmu- j ste Katze zugelaufen. Das Tier ist etwa drei Jahre alt. Der ij Verlierer wendet sich bitte an den Tierschutzverein Mons und j Tabor e.V., Frau Matthei/Telefon 02602/180078.
; Verbandsgemeindeverwaltung, 29.11.1996
f^L
Aufruf des Landrats
zum Internationalen Tag der ehrenamtlichen Mitarbeit und des freiwilligen Engagements am 5. Dezember 1996 Haben Sie schon darüber nachgedacht, was wäre, wenn es keine ehrenamtlich tätigen Mitbürger/innen mehr gäbe?
Sie sollten diese Überlegung einmal anstellen! Sie werden überrascht sein - und Angst bekommen. Denn sehr vieles würde sich ändern, und das keineswegs zu unserem Vorteil.
Wo blieben beispielsweise all die vielen Freizeitvereine, die ohne ihre »Vereinsmeier« gar nicht bestehen könnten? Würde sportliche Betätigung nur noch in den bezahlten Fitnessclubs stattfinden können? Wer würde im sozialen, caritativen und kirchlichen Bereich die vielfältigen und so überaus wichtigen Aufgaben erfüllen, wenn die unzähligen freiwilligen Helfer plötzlich fehlen würden?'Aber auch in den berufsständischen Organisationen, in den für die Demokratie unverzichtbaren Parteien und im staatlichen und kommunalen Bereich ist es unabdingbar, daß sich immer wieder Mitbürger finden, die bereit sind, sich für die Anliegen der Gemeinschaft einzusetzen. Dies ist aber nicht selbstverständlich. Ganz im Gegenteil. Denn: Immer wieder müssen von neuem verantwortungsbewußte Menschen überzeugt und gefunden werden, die bereit sind, in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten. Das fällt in verschiedenen Bereichen von Mal zu Mal schwerer. Das Wort »Ehre« hat viel von seiner früheren Zugkraft verloren. Die öffentliche Aufmerksamkeit bevorzugt den, der sich und seine eigenen Interessen erfolgreich vermarktet, weit mehr als den vermeintlichen Außenseiter, der sich um andere kümmert, nichts dafür verlangt, sogar noch draufzahlt, und das nicht einmal an die große Glocke hängt.
Der Internationale Tag des Ehrenamtes soll ein Gegengewicht hierzu darstellen. Er soll öffentlich unterstreichen, daß wir wissen, was wir an unseren ehrenamtlich engagierten Mitbürgern haben. Wir können ihre Leistungen gar nicht hoch genug einschätzen. Die Ehrenamtlichen sind der Grundpfeiler des gesellschaftlichen Lebens. Gäbe es sie nicht, wäre unser Leben um vieles ärmer. Deshalb gilt es heute, den »Stillen« im Westerwaldkreis zu danken, die selten im Scheinwerferlicht stehen, aber ihren Teil dazu beitragen, daß unsere Gesellschaft von mehr Miteinander statt Gegeneinander, von Solidarität und Zusammenarbeit statt von Ellenbogenmentalität geprägt wird.
Bei den Ehrenamtlichen steht der ideelle Einsatz im Vordergrund. Die Sorge gilt der Gemeinschaft, der Solidarität mit den Nachbarn und der Weitergabe der Berufs- und Lebenserfahrung. Private Interessen werden dem Gemeinwohl untergeordnet. Der Beitrag, den die ehrenamtlich tätigen Bürger zu den sozialen »Biotopen« in unserem Kreis immer wieder leisten, ist für die Gesellschaft insgesamt wichtig. Wir brauchen dieses Beispiel und Vorbild auch, weil eine Gemeinschaft von Menschen auf Dauer nur funktionieren kann, wenn viele und möglichst alle nicht nur an sich selbst denken.
Ohne die unzähligen, oft kaum beachteten, weil fälschlicherweise als unbedeutend oder zu gering eingestuften ehrenamtlichen Dienstleistungen wäre das soziale politische, kulturelle, wirtschaftliche und kirchliche Gemeinschaftsleben nicht funktionsfähig. Die ehrenamtlich tätigen Menschen in unserer Region sind Aktivposten unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Es sind Menschen, die begriffen haben, wo Subsidiarität, Solidarität und soziales Verhalten ihre Wurzeln haben - nämlich in der Menschlichkeit selbst.
Glücklicherweise gibt es bei uns im Westerwald noch die Bereitschaft zum Ehrenamt und seiner Anerkennung. Aber: So muß es auch bleiben. Diesem dringenden Wunsch steht allerdings entgegen, daß die Neigung, eine unbezahlte ehrenamtliche Tätigkeit anzutreten, teilweise auch bei uns schon abnimmt. Immer weniger Menschen, vor allem solche der jungen Generation, halten es noch für erstrebenswert, ihre Freizeit für andere zu opfern. Dies ist eine Herausforderung, deren Ernst viele noch gar nicht erkennen.
Die netteste

