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Montabaur

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Nr. 48/96

Neue Kläranlage Montabaur in Betrieb Abwässer von Boden, Heiligenroth, Montabaur und Ruppach-Goldhausen kommen an

Zur Inbetriebnahme der neuen Kläranlage konnte Erster Beigeordneter Heinz Reusch Bürgermeister, Beigeordnete, Fraktionsvorsitzende, Werksausschuß, Planer, Behördenvertreter und Firmen begrüßen. Foto: Ulrich Pohl

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Für 30.000 Einwohner ist die Anlage ausgelegt, in einem ersten Abschnitt wurden 15.000 Einwohner angeschlossen. »Wir sind für den ICE-Halt mit seinen erwarteten Entwicklungen gewappnet«, erklärte Reusch.

Am Anfang standen zwei Planungen, je eine eigene Anlage für Montabaur und Heiligenroth. Die anschließend gefundene Lösung, durch eine Verbindungsleitung die Abwässer der Kläranlage Heiligenroth zur Anlage Montabaur zu führen, ermöglichte nicht nur einen um Jahre früheren Baubeginn, den Anschluß von Wirzenborn sondern brachte uns eine Einsparung von 3,2 Mio DM.

Inzwischen sind 91,3 % der Verbandsgemeinde an eine mechanisch-biologische Kläranlage angeschlossen. v

Acht Anlagen ohne Landeszuschuß

Nicht ohne Stolz wies Reusch darauf hin, daß dies die achte Kläranlage sei, die ohne Landeszuschuß gebaut werde. Einen Zuschuß gebe es nur, wenn die Bürger zuvor in einer bestimmten Höhe belastet werden. Diese Belastungsgrenze erreichen wir nicht. Ein Gewinn für die Bürger.

Der Gelbach wird sauberer

300 m * * 3 Schmutzwasser können stündlich gereinigt und dem Gelbach zugeführt werden. Aber auch für den weitergehenden Umweltschutz wurden Maßnahmen ergriffen.

- In der Bachaue des Ahrbaches wurden die Fichten gefällt und der atypische Baumbestand durch einen naturnahen

Bachauenwald ersetzt. !

- Die Betonverbauung an der Schadsmühle wird durch Naturstein wie Grauwacke und Basalt ersetzt.

- Im Bereich der Kläranlage wurden 200 neue Bäume und 700 standortgerechte Sträucher gepflanzt und

- entlang der Gelbachstraße wurde die Lücke in der Allee durch Ahornbäume geschlossen.

3. Reinigungsstufe gebaut

Planer Karl-Heinz Bodora vom Ing.-Büro Bodora erläuterte die Anlage, die aus einem Betriebsgebäude, einem Rechen- und Sandfang, einem Kombibecken für die Belebung und Nachklärung besteht und mit den Schlammstapelbehältern allen gesetz­lichen Anforderungen genügt. 12,9 Mio DM koste die Gesamtanlage einschließlich der 5,2 km langen Verbindungsleitung von Heiligenroth nach Montabaur.

Die Reinheit des Wassers nach dem Klären sollte Heinz Reusch dann am eigenen Leib überprüfen. Zwar war die Flüssigkeit, die Karl-Heinz Bodora ihm im Meßbecher reichte, dann doch kein Gelbachwasser, sondern Schnaps. Daß die Abwässer mit der neuen Anlage dennoch gründlich gereinigt werden, daran zweifelten die Gäste beim anschließenden Rundgang durch die Anlage nicht.

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