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Montabaur

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Nr. 39/96

Grundsteinlegung für die Kläranlage Gelbachtal-Daubachtal

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Heinz Reusch, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Montabaur undFranz EJöckner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez (vorn, von rechts) setzten gemeinsam den Grundstein für die neue Kläranlage im Gelbachtal. Foto: Gerhard Egenolf

Zwei Verbandsgemeinden drehen ein »Millionending«

Für insgesamt 16,5 Millionen Mark entsteht im Gelbachtal eine neue Kläranlage einschließlich der i Sammler-Leitungen, die gemeinsam von den Verbandsgemeinden Montabaur und Diez gebaut wird. Mit einer symbolischen Grundsteinlegung wurde der offizielle Beginn der Bauarbeiten an der neuen Kläranlage ober-halb von Kirchähr ein geläutet. Erster Beigeordneter Heinz Reusch begrüßte zugleich auch im Namen von Bürgermeister Franz Klöckner, Diez, die Mitglieder der Werksausschüsse beider Verbandsgemeinden, die Beigeordneten der Verbandsgemeinden, die Ortsbürgermeister und Ortsbeigeordneten, die Stadtteilbeauftragten sowie die Vertreter der planenden Büros und der j bauausführenden Firmen.

Mit dieser Kläranlage werden die Abwässer der Gemeinden Daubach, Horbach, Hübingen, Stahlhofen, j Gackenbach, Kirchähr, Bladernheim, Reckenthal und Ettersdorf aus dem Bereich der I Verbandsgemeinde Montabaur entsorgt und von Diezer Seite aus werden die Abwasserkanäle von Horhausen, Isselbach, Eppenrod, Giershausen und Ruppenrod zur Kläranlage im Gelbachtal geführt. ;ä! Die Anlage ist für 6000 Einwohnergleichwerte ausgelegt. 70 % der Anlage werden von der Verbandsgemeinde Montabaur benötigt, 30 % von der Verbandgemeinde Diez. Entsprechend verteilen sich auch die Kosten.

Reusch betonte, daß diese Anlage in dreifacher Hinsicht für die Verbandsgemeinde Montabaur bedeutsam sei: Es ist die letzte, die gebaut wird. Mit diesem Klärwerk sind alle Gemeinden an Kläranlagen angeschlossen. Außerdem ist es schon die vierte Gemeinschaftslösung, die Montabaur mit anderen Verbandsgemeinden praktiziert; und es ist die erste Anlage, für die es einen Landeszuschuß gibt. »Alle anderen acht Kläranlagen wurden ohne Landeszuschuß gebaut. Dies ist für die Bürger von besonderer Bedeutung«, erklärt Reusch, »weil das Land nur Zuschüsse zahlt, wenn eine bestimmte Belastungsgrenze überschritten wird. Diese Grenze erreichten wir - zum Glück für die Bürger - bei den bisherigen Anlagen nicht«. Im Herbst des nächsten Jahres soll die Anlage im Gelbachtal in Betrieb gehen.