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Montabaur

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Nr. 24/96

Besucherrekord bei Generalversammlung der Volksbank

Karl Amst neu in den Aufsichtsrat gewählt

Weit über 500 Mitglieder, Kunden und Gäste der Volksbank Montabaur-Wallmerod konnte der Aufsichtsratsvorsitzende, Joachim Nowotny, am Dienstag, 28. Mai 1996, im Haus Mons- Tabor in Montabaur begrüßen. Dies war Besucherrekord. Spit­zenergebnisse hinsichtlich der Wachstumszahlen konnte dann auch Vorstandssprecher Hans-Jürgen Höher in seinen Ausfüh­rungen vermelden. Trotz des schwierigen Wirtschaftsjahres 1995 stieg die Bilanzsumme auf 418 Mio. DM um beachtliche 41 Mio. oder 11 %, was gemessen am durchschnittlichen Wachstum der Branche im Westerwald von 7 bis 8 %, klare Marktanteilsgewinne für die Volksbank Montabaur-Wall- merod bedeutet.

Um 29 Mio. DM oder 9 % erhöhten sich die Kundeneinlagen überdurchschnittlich. Hier waren insbesondere das flexible »Rendite-Sparen«, die praktischen und zugleich hochverzinsli­chen Schuldverschreibungen der Volksbank und die modifi­zierten Sparpläne in Form des »VR-Bonusplans« die Produkt­renner.

Bilanziell erhöhte sich das Kreditvolumen um 36 Mio. DM oder 12 % auf nunmehr 346 Mio. DM. Rechnet man die 17 Mio. DM Kredite hinzu, die von den Volksbank-Beratern an die ver­bundeigenen Hypothekenbanken vermittelt wurden, verzeich- nete das Kreditwachstum ein plus von 53 Mio. DM oder 17 %. Insgesamt wurden in 1.000 Einzelfällen 95 Mio. DM neue Kredite den Kunden zugesagt. Schwerpunkte waren der priva­te Wohnungsbau sowie die Investitionsfinanzierungen der Fir­menkunden.

Diese Zahlen kommen nicht von ungefähr, betonte der Vor­standssprecher mehrmals und dankte in diesem Zusammen­hang dem gesamten Voba-Mitarbeiterteam für dessen vorbild­lichen Einsatz.

Voraussetzung für diese Erfolge sind auch die vielschichtigen Aktivitäten der Volksbank. Über 200 interessierte Bauherren informierten sich beispielsweise bei den drei angebotenen Bau- herren-Informationsabenden in Montabaur, Wallmerod und Wirges. Über 100 Kunden beteiligten sich an den beiden Banksonderreisen nach Südafrika und Sizilien. Ausgebucht waren auch die Informationsveranstaltungen der Volksbank zum Thema »Erben und Vererben«, die gleichermaßen für Firmenkunden und Privatkunden im Jahresverlauf95 ange- boten wurden.

Kräftig zugelegt wurde 1995 auch im Dienstleistungsbereich. Für die Bausparkasse Schwäbisch Hall konnten erstmals über 20 Mio. DM Bausparverträge abgeschlossen werden. Die ge­samten Provisionserträge wie z. B. aus dem Wertpapier-, dem Versicherungsgeschäft mit der R & V-Versicherung, im Aus­landsgeschäft sowie im Immobilienbereich erreichten 3,4 Mio. DM.

Nicht nur die hohen Besucherzahlen bei der Generalversamm­lung, sondern auch die Jahr für Jahr steigende Anzahl der Mitglieder dokumentieren die Attraktivität einer »Genossen­schaftsbank«. Mitbestimmen, mitgestalten können und oben­drein noch eine lukrative Dividende für die Beteiligung an der Bank zu erhalten, bewegte im vergangenen Jahr 655 Kunden, auch gleichzeitig Teilhaber an »Ihrer« Volksbank zu werden. Insgesamt hat die Volksbank heute rund 9.000 Mitglieder mit fast 55.000 Geschäftsanteilen, die auch für das Geschäftsjahr 1995 wiederum eine Spitzendividende in Höhe von 10 % Ren­dite (incl. Körperschaftssteuergutschrift) erhalten. Hinsichtlich der baulichen Aktivitäten der Volksbank konnte Höher von drei Projekten berichten. Im Oktober 1995 würde die erste »SB-Filiale« im Müllerland, Görgeshausen, eröffnet. Um mehr diskrete Beratungsräume zu schaffen, wurde das erste und zweite Obergeschoß in der Hauptstelle umgebaut und renoviert. Derzeit noch im Werden ist der Neubau in Neuhäusel. Neben neuen Räumlichkeiten für die Bankzweig­stelle »Augst« entstehen in diesem Gebäude weitere, zu ver­mietende Gewerbeflächen und Wohnungen.

Von enormen Zuwächsen bei der Nutzung der Banktechnik konnte ebenfalls berichtet werden. An den 6 Voba-Geldauto- maten wurden mit 136.000 Transaktionen rund 42 Mio. DM Umsatz getätigt. Täglich werden bei Privat- und Firmenkun­den die cash-management-Programme der Volksbank neu in­stalliert. Für immer mehr Kunden wird das 24-Stunden-ban- king oder home-banking somit Realität.

Zur kontinuierlichen Informationsverbesserung wurde im ver­gangenen Jahr erstmals die Kundenzeitschrift »Wir informie­ren«, mit einer Auflage von 7.000 Exemplaren herausgegeben sowie ein Service-Telefon installiert.

Bevor Höher seine Prognosen für das Wirtschaftsjahr 1996 abgab und die Entwicklung der Volksbank im laufenden Jahr darlegte, nahm er ausführlich Stellung zum Thema: Standort Deutschland. »Die Krise des Standortes sei im wesentlichen eine Kostenkrise«, so der Sprecher. 50 Milliarden DM wurden 95 von deutschen Unternehmen im Ausland investiert. Um­gekehrt haben ausländische Firmen lediglich 13 Milliarden DM in Deutschland investiert. Allein diese Daten belegen die bestehenden Standort- und damit einhergehenden Beschäfti­gungsprobleme.

Für 1996 hat sich die Volksbank wiederum ehrgeizige Wachs­tums- und Ertragsziele gesetzt, die jedoch kaum an die Wachs­tumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen dürften. Dies gibt das wirtschaftliche Umfeld vor.

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Neu im Aufsichtsrat der Volksbank Montabaur-Wallmerod, Karl Amst aus Montabaur. V. I. n. r. Detlef Nießen, Vorstand, Ulrich Schlosser, Vorstand, Karl Arnst, Aufsichtsratsmitglied, Hans-Jürgen Höher, Vorstandssprecher, Joachim Nowotny, Aufsichtsratsvorsitzender und Theo Decker, der nach 21 Jahren aus Altersgründen aus dem Rat ausschied.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurde Karl Arnst für den ausscheidenden Elektromeister Theo Decker, beide Monta­baur, neu in den Rat gewählt. Theo Decker gehörte 21 Jahre dem Gremium an und wurde für seine Verdienste von Volker Mosner, Vertreter des Genossenschaftsverbandes Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen e.V., Frankfurt, besonders geehrt. Bestätigt in ihren Ämtern wurden Walter Winkenbach, Mon- tabäur-Elgendorf und Michael Mamier, Meudt.

Nach den Regularien der Generalversammlung warteten die zahlreichen Zuhörer gespannt auf den Vortrag von Prof. Dr. Thieme, Vorstandsvorsitzender der ADG, Akademie Deut­scher Genossenschaften auf Schloß Montabaur, und Lehr­stuhlinhaber für Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf, zum Thema: »Die Europäische Währungsunion. Risiken ohne Ende?«.

Prof. Dr. Thieme nahm über 500 Zuhörern die Angst vorder Währungsunion. »Es gibt nur neue Geldeinheiten, der Wert bleibt gleich«, so sein Fazit.

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Professor Dr. Thieme kam zu dem Ergebnis: Kommt die Wäh­rungsunion nicht, gibt es keine dramatischen wirtschaftlichen Konsequenzen, wohl aber wird die politische Einheit Europas zumindest auf längere Zeit vertagt. Kommt die Währungs­union, gibt es für die Deutschen keine Vermögens Verluste und keine Veränderung der Kaufkraft. Im Gegenteil, die positiven Effekte für Deutschland werden überwiegen.

Anhand von Grafiken legte der Redner dar, daß vor allem die Deutschen ihre Hausaufgaben in Sachen Währungsunion hin-

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