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Montabaur

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Nr. 6/96

CDU

56410 Montabaur

Ortsverband Montabaur

Montabaur - eine Einkaufsstadt?

Dieses Ziel zu erreichen, war und ist

ein wichtiges Ziel der CDU,

für unsere Stadt und für die Funktion der Kreisstadt im Westerwald. Daher wurden in den vergangenen Jahren:

- die altstadtgerechte Stadtemeuerung im Zentrum mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land durchgeführt,

- der Konrad-Adenauer-Platz neu gestaltet auf einer zuvor gebauten Tiefgarage,

- eine neue innerstädtische Haupterschließungsstraße (Wilhelm-Mangels-Straße) gebaut,

- daraufhin die Fußgängerzone eingerichtet und ausgebaut und

- zwischen Wallstraße und Steinweg eine weitere Parkgarage gebaut.

Für das Gebiet zwischen dem Kaufhaus Hisgen, der Hospitalstraße, der Biergasse und der Wilhelm-Mangels-Straße (Alt­stadt I - Erweiterung) wurden seit 1984 Bebauungspläne aufgestellt und in mehreren Bürgerversammlungen mit offen­gelegten Plänen Bebauungskonzepte vorgestellt und diskutiert. Mit der Auslagerung des Bauernhofes Decker wurde die Verlegung der Wilhelm-Mangels-Straße und der fußläufige Anschluß dieses Gebietes an den Konrad-Adenauer-Platz und die Fußgängerzone möglich.

Im Jahre 1990 beschloß daher der Stadtrat mit 22 Ja-Stimmen und nur 2 Nein-Stimmen (1 Enthaltung)

- also auch mit Unterstützung der SPD-Fraktion! -

den BebauungsplanAltstadt I - Erweiterung als Satzung mit dem Inhalt, auf einer Sondergebietsfläche ein großflächi­ges Kaufhaus (Geschäftszentrum mit einer weiteren Tiefgarage) zu errichten bzw. errichten zu lassen. Dieses war Grund­lage des Ankaufs der dafür benötigten Grundstücke. Für die Verlegung der Wilhelm-Mangels-Straße und für den Ankauf der Grundstücke wurden ca. 3,5 Mio. DM aus Bundes-, Landes- und Stadtmitteln investiert.

Jetzt will die SPD dieses zuvor gemeinsam getragene Konzept in Frage stellen!

Dieses halten wir aus folgenden Gründen für verantwortungslos:

1. Die Kreisstadt Montabaur benötigt dringend für die Lebensfähigkeit des Einzelhandels im Zentrum als attraktiven Anziehungspunkt für das Umland ein Geschäftszentrum/Warenhaus als sog.Magnetbetrieb. Dieses haben Fachgut­achten belegt und es war Grundlage für die gewährten Zuschüsse.

2. Zeitgleich mit dem Bau der Tiefgarage, mit dem im Frühjahr 1996 begonnen werden soll, sind Baukonzepte für das Geschäftszentrum abzustimmen, die dem Bebauungsplan entsprechen und sich in die Umgebung städtebaulich einfügen.

3. Dieses Plankonzept jetzt aufzugeben oder in Frage zu stellen, stellt nicht nur Finanzierung und Bau der Tiefgarage in Frage, sondern gefährdet Montabaur als künftige Einkaufsstadt mit lebensfähigen Geschäften im Zentrum.

Das können wir nicht verantworten!

[Die auf der Grundlage des Bebauungsplanes jetzt zu entwickelnden Baukonzepte für das Geschäftszentrum/Warenhaus werden selbstverständlich vor einer endgültigen Entscheidung im Stadtrat den Bürgern vorgestellt!

Mit freundlichen Grüßen

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Ortsvorsitzende