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Montabaur

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Nr. 50/95

Der Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb (WAB)

informiert

Verantwortun g für die Zukun ft

Restmüll muß zukünftig vor­behandelt werden,

...weil der Gesetzgeber vor­schreibt, daß ab dem Jahr 2005 kein unbehandelter Restmüll mehr deponiert werden darf. Der WAB hat hierzu von der Bezirksregierung Koblenz bin­dende Anweisungen erhalten. Derzeit wird ein Konzept zur thermischen Restabfallbehand­lung erstellt, wobei sowohl die Nutzung freier Kapazitäten in Fremdanlagen, als auch die Errichtung einer Anlage für den Westerwaldkreis geprüft wer­den.

Die

entweder/oder- Diskussion um die kalte oder die thermische Behand­lung des Restmülls ist falsch,

...weil die mechanisch-biolo­gischen Verfahren eine thermi­sche Behandlung des Restmülls nicht ersetzen können. Nur ther­misch vorbehandelte Restabfälle lassen sich ohne Langzeitrisiken auf Deponien sicher endlagem. Zudem werden Schadstoffe bei

der thermischen Abfallbehand­lung zerstört bzw. dem Natur­kreislauf entzogen.

Mechanisch­biologische Anlagen (MBA) stellen keine wirkliche Alterna­tive zu thermischen Verfahren dar,

...weil der Restmüll nach der kalten Vorbehandlung nach wie vor Deponiegas und Sicker­wasser bildet. Dies soll aber gerade zum Schutz von Boden, Luft und Wasser vermieden werden. Zudem ist bei MBA mit der Freisetzung von Sporen, Keimen oder gar Krankheitser­regern genauso zu rechnen wie mit sonstigen Emissionen, die alle noch weitgehend uner­forscht sind.

Eine MBA macht im Westerwaldkreis keinen Sinn,

...weil die Zusammensetzung des Restmülls im Wester­waldkreis spätestens ab dem 1.1.1997 für eine MBA wenig geeignet ist:

Die unbrauchbaren Bestandteile des Gewerbemülls, die nach der

Vorsortierung im Betrieb bzw. nach der Sortierung bei der Firma Bellersheim übrig blei­ben, enthalten nur eine geringe Menge an biologisch abbauba­ren Substanzen. Das gleiche gilt für den Restmüll aus Haushalten nach Einführung der Biotonne.

Eine rein mechanische Vorbehandlung ist bereits jetzt sinnvoll,

...weil dadurch Deponieraum geschont bzw. optimal-' aus­genützt wird. Dies geschieht bereits jetzt durch die Firma Bellersheim bei Baumischabfal- len, Sperrmüll, Industrie- und Gewerbemüll und wird auch noch für andere Abfallarten z.B. Friedhofsabfälle angestrebt.

für unsere

WESTERWALDKREIS

ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB

56424 Moschheim Bodener Straße 15 Tel. 02602/6806-0 Fax 02602/80568

Nach jetzigem Stand der Technik sind nur thermische Verfahren in der Lage , die anstehenden Probleme in der Restmüllbehandlung zu lösen!