Montabaur
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Nr. 33/95
Altstadt. Von der FröschpfortstraJ3e aus steigt links der Hang an, zunächst bis zur Koblenzer Straße, dann zum »Promenadenweg«, auf dem einst der Wassergraben floß, der den Brandweiher speiste. Parallel zur Kolpingstraße geht hier ein kleiner Weg zur Koblenzer Straße hinauf. Der Fußgänger kann über ihn die Straße erreichen. »Am Quendelberg« heißt dieser Weg nach der Gemarkung, die mit vier Gewannen am Bach entlang verläuft und am Hang bis zum »Promenadenweg« ansteigt. Die Wiese trägt den Namen Quendel nach dem Thymian, »ein gutes Schaffutter, auch ...Feldkümmel..., Hühnerkohl« genannt, wie es in einem alten Wörterbuch heißt.(l) Vier Gewanne hat diese Flur nach der Gemarkungskarte von 1868.(2) Sie reicht nicht bis zur Freizeitanlage. Unterhalb der Stelle, wo der »Promenadenweg« von der Koblenzer Straße abzweigt, ist die Grenze zur »Amtswiese«.
Montabaur war immer der Mittelpunkt des Unterwesterwaldes, Amtsstadt zu Zeiten Kurtriers und Nassaus und Kreisstadt ab preußischer Zeit bis heute. Amtsverwalter und Keller wurden noch bis zum Ende Kurtriers (1802) auch durch Naturalien und Landlehen entlohnt. Die »Amtswiese« ist ein solches zeitliches »Lehen« für einen zeitlichen Amtsverwalter. Sie reicht zwischen Fröschpfortstraße und »Promenadenweg« bis zum alten »Fürstenweg«, der heutigen Albertstraße, der einst bis zur Hohen Straße am Bahnhof, bzw. zum Schloß führte. Hier befindet sich die Freizeitanlage; hier ruhen auch in einem Hain die toten jüdischen Mitbürger der Stadt.
Oberhalb des Promenadenweges, des Wassergrabens zum Brandweiher, und von hier aus bis zur Koblenzer Straße, befinden sich die Fluren »Unterer und Oberer Wassergraben«. Die Namen erklären sich vom schon genannten künstlichen Graben zum Brandweiher. Die Gemarkung »Unterer Wassergraben« reicht über die Albertstraße, den alten Fürstenweg« hinaus bis an den unteren Abschnitt der Eifelstraße. Die Flur »Oberer Wassergraben« zieht sich über die Hunsrückstraße bis zum Stadtbad und der alten Koblenzer Straße, wo sich das nach der Gemarkung genannte Neubaugebiet befindet.
Gehen wir im Tal die Fröschpfortstraße entlang, breitet sich am Stadtbach/Biebrichsbach die Amtswiese aus, die jenseits der Albertstraße ihre Fortsetzung in der Gemarkung »Resswiese« findet. Diese Flur reicht bis zur Weserstraße. Die Resse, Rese ist ein Abhang; auch die Rütsch, Retsch zum Sauertal gehört zu dieser Wortfamilie. Die Rösche bezeichnet aber auch einen Graben zur Ableitung des Wassers aus Gruben und Steinbrüchen. Das Meßtischblatt 5512 (Montabaur; Ausgabe 1958) hat westlich vom »Strandbad« (Restaurant Rustikal) das Zeichen für eine Grube. - Das führt zur Flur »Ober der Steinkaut«. Von der Eifelstraße reicht sie entlang der Weserstraße bis zur Resswiese, umfaßt das Areal des »Strandbades« (Restaurant Rustikal). »Kaut« (mhd. küte) meint eine Vertiefung, eine Grube, auch einen Teich. Der Augenschein zeigt und das genannte Meßtischblatt belegt, daß diese Gemarkung ihren Namen zurecht trägt: — eine Grube ist eingetragen und vier Teiche. -
Südlich der »Steinkaute«, in Richtung des Spießweihers, zieht sich in Verlängerung der Weserstraße am Städtbad die Gemarkung »In der Schwalbachwiese« hinauf. »Schwall« meint eine Nebenrinne, die angeschwellt werden kann. Es sind die Ablaufwasser vom Spießweiher, die hier durchfließen und zu dem vorher genannten Wassergraben beitragen, der ehemals von dort zum Brandweiher floß.
Weitere Gemarkungen, die sich am Biebrichsbach entlang in Richtung des Montabaurer Stadtwaldes erstrecken, sollen im nächsten Aufsatz beschrieben werden.
Günter Henkel
(1) Stadtarchiv Montabaur, Präsenzbücherei
(2) Stadtarchiv Montabaur, Abt. 9,5
(3) Die Worterklärungen sind zumeist den Wörterbüchern Joseph Kehreins entnommen; Stadtarchiv Montabaur, Präsenzbücherei
Öffnungszeiten;
Montag, Mittwoch, Freitag.10.00 bis 12.00 Uhr
Dienstag, Donnerstag.!.15.30 bis 17.30 Uhr
Das Stadtarchiv befindet sich in der Joseph-Kehrein-Schule.
Bahn - Neubaustrecke Köln-Rhein/Main
Das Eisenbahn-Bundesamt, Außenstelle Köln, beabsichtigt, ab September 1995 die Planfeststellung für die Neubaustrecke in Rheinland-Pfalz in 16 einzelnen Planfeststellungsabschnitten durchzuführen.
Nach Vorliegen der Planfeststellungsunterlagen wird die Landwirtschaftskammer mit dem Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau und dem Waldbesitzerverband Rheinland-Pfalz e.V. alle Land- und Forstwirte im Planungsbereich in gemeinsamen Veranstaltungen über die Planung informieren. Genaue Termine werden rechtzeitig im Amtsblatt der Verbandsgemeinde, in der Rheinischen Bauernzeitung und in der Fachzeitschrift »Der Waldbesitzer« bekanntgegeben.
Für wichtige Fragen zur Neubaustrecke sind Ihre Ansprechpartner bei der Landwirtschaftskammer:
- für das Fachgebiet Landwirtschaft: Horst Hasselbach, Außenstelle Koblenz, Bahnhofplatz 9, 56068 Koblenz, Tel.: 0261/12401, Fax: 0261/15661;
Dr. Adalbert Janssen, Zentrale, Burgenlandstraße 7, 55543 Bad Kreuznach, Tel.: 0671/793-138, Fax: 0671/793-199.
- für den Privat- und Kommunalwald: Dr. Wolfgang Schuh, Zentrale, Burgenlandstraße 7, 55543 Bad Kreüznach, Tel.: 0671/793-114, Fax: 0671/793-199.
Örtliche Ansprechpartner im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau sind die Kreisgeschäftsführer:
- Gerhard Jüngling, Landkreis Altenkirchen, Kölner Straße 44, 57610 Altenkirchen, Tel.: 02681/4453, Fax: 02681/6861; Landkreis Neuwied, Hermannstraße 17„ Neuwied, Tel.: 02631/25631, Fax: 02631/32695
- Armin Geisel, Rhein-Lahn-Kreis, Raiffeisenstraße 70, 56357 Niederwallmenach, Tel.: 06772/1365, Fax: 06772/3327
- Günther Munsch, Westerwald-Kreis, Bahnhofstraße 3, Westerburg, Tel.: 02663/4477, Fax: 02663/8799
Örtliche Ansprechpartner im Waldbesitzerverband e.V. sind die Geschäftsführer der Kreiswaldbauvereine:
- Reinhard Lindlein, Waldbauverein Altenkirchen e.V., Raif- !
feisenstraße 12, 57612 Eichelhardt, Tel.: 02681/7103 j
- Peter Kräften, Waldbauverein Neuwied e.V., Hödenbu- j
schweg 23, 53547 Kasbach-Ohlenberg, Tel.: 02644/7212 |
- Steffen Herzog, Waldbauverein Rhein-Lahn e.V., Bahn- [ hofstraße 25, 56368 Katzenelnbogen, Tel.: 06486/260
- Friedrich Rhensius, Waldbauverein Westerwald e.V., I
Lohmühlenstraße 9, 56422 Wirges, Tel.: 02602/60217 j
Vorsorglich weisen wir daraufhin, daß es zweckmäßig ist, sich ! vor Grundstücksverkäufen in Entschädigungsangelegenheiten an den jeweiligen Berufsverband zu wenden.
“Erwachsenenbildung”
Semesterbegiim bei der VHS Montabaur
1 Gesellschaft und Politik 01601 Rhetorik-Aufbauseminar
In diesem Seminar sollen Elemente der Dialektik (sog. ! »Kampf«-Rhetorik) vermittelt werden: Es ist für Teilnehmer j gedacht, die bereits ein Grundseminar besucht haben.
Termin: 18719. November 1995, Samstag von 09.00 bis I
17.00 Uhr, Sonntag von 09.00 bis 13.00 Uhr Ort: Schloß Montabaur
Leitung: German Drechsler
Gebühren: 70,-DM
01602 Zeitseminar - Haben Sie auch nie Zeit?
Geht es Ihnen so wie vielen anderen? Sind Sie gehetzt, immer im Streß und ohne das befriedigende Gefühl, heute etwas geleistet zu haben? Im Seminar sprechen wir über Zeitbedarf und Zeitplanung, rationelle Aufgabenbewältigung, Bio- j rhythmus, Zeitdruck und Zeitfallen. Sie erhalten durchführ- * bare Anregungen, was Sie für sich persönlich oder beruflich j tun können, um Ihre derzeitige Situation zu verbessern. [
Termin: 23. September 1995 (09.00 bis 17.00 Uhr) j
Ort: Haus der Jugend, Gelbachstraße
Leitung: Gerhard Greiwe
Gebühren: 70,- DM j
01603 Selbst-Management-Seminar - Welche Ziele *
haben Sie?
Wege zu erfolgreichem Selbst-Management.
Wer einfach immer vor sich hinarbeitet, wird sich am Ende fragen (lassen) müssen, wieviel Sinn und Befriedigung er ' mitgenommen hat, wieviel Streß, Ärger und Frust er sich hätte ; ersparen können, wenn er zielstrebig und planvoll vorgegan- j gen wäre. 1

