Montabaur
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Nr. 27/95
Die uns in ihren Ausmaßen und Aussehen bekannte Fröschpforte muß wehrtechnisch respektabel gewesen sein. Jedenfalls berichtet unser Vikarius Neu, daß während des Dreißigjährigen Krieges, im März 1633, ein starkes schwedisches Korps vor Montabaur zog, die Stadt zu belagern. »Etliche Tage wurde der Garnison ein ehrlicher Abzug und der Stadt Verschonung anerboten; da man aber in der Stadt unter dem Kommandanten Weinberg von keiner Übergabe hören wollte, wurde die ordentliche Belagerung an dem 28. März angefangen. Die Belagerten wehrten sich aufs heftigste und schenkten den Belagerern nichts. Als die Schweden unweit der sogenannten Fröschpfort an die Mauern Sturmleitern angelegt hatten und dort herein einen Sturm wagen wollten, sagte man, daß die Bürger alle Bienenkörbe zusammengetragen und selbe den schwedischen Soldaten über die Mauer auf die Köpf und in die Gesichter geworfen hätten, ja die Weib’er selbst heißkochend Wasser über die heraufklettemden Soldaten geschüttet. Da aber von Tag zu Tag die Belagerung stürmischer werden sollte, fing die Stadt an, sich zu ergeben...« (2). Die Stadtleitung, das Militär und natürlich die Bürger wußten zu dieser Zeit, wann es Zeit war, mit dem traurigen Kriegsspiel aufzuhören.
Das bisher erwähnte Tor war die »Innere Fröschpforte«. Um Montabaur zogen sich — aber besonders im von Natur aus ungeschützten Südwesten - Wälle, durch die hindurch sich Durchlässe öffneten. So gab es neben der »Inneren Fröschpforte« in der Mauer auch die »Äußere Fröschpforte« durch den Wall. Sie befand sich etwa dort, wo heute der Biebrichsbach verschwindet, um verrohrt durch die Stadt geführt zu werden. Hier teilte sich der Bach, ehemals auch: — Stadtbach (Gäuls- bach) und Färberbach waren die Namen — . Auch vor dem Peterstor gab es solche Durchlässe durch die Vorwerke der Stadt. Der Weg nach den Elberten-Gemeinden führte durch die »Elberter-Pforte«, der nach Holler durch die »Hollerer Pforte«. Solche äußeren Pforten befanden sich aber auch im unteren Sauertal, nach Allmannshausen zu (Kuhpforte) und am Fuß des Rebstocks nach Eschelbach zu (Haanpforte).
Günter Henkel
(1) G. Henkel, Annäherungen an die 700jährige Stadt, Montabaur, Schriftenreihe zur Stadtgeschichte, S. 76
(2) M. Neu, Merkwürdigkeiten von der Stadt Montabaur 1766, Seiten 25 f. Stadtarchiv Montabaur
Öffnungszeiten:
Mo., Mi., Fr.:.10.00 bis 12.00 Uhr
Di., Do.:.15.30 bis 17.30 Uhr
Das Stadtarchiv befindet sich in der Joseph-Kehrein-Schule.
“Erwachsenenbildung”
Tagesfahrt nach Speyer
zur Leonardo da Vinci-Sonderausstellung am Dienstag, dem 29. August 1995
Eine gemeinsame Veranstaltung der Volkshochschulen Montabaur und Wirges.
07.00 Uhr Abfahrt Wirges 07.10 Uhr Abfahrt Montabaur
10.10 Uhr Besuch der Leonardo da Vinci-Ausstellung mit sachkundiger Führung
12.00 Uhr Mittagessen im Dombräuhaus
14.00 Uhr Stadtrundgang und Dombesichtigung, ebenfalls unter sachkundiger Führung
anschl. Kaffeepause und Zeit zur freien Verfügung
18.00 Uhr Heimfahrt
Gebühr: 79,00 DM (Eintritte, Führungen und Mittagessen
eingeschlossen).
Anmeldung bis spätestens 30. Juli 1995.
VHS Montabaur:.Tel.: 02602/126105
VHS Wirges:.Tel.: 02602/60604
Sommerpause bei der VHS Montabaur
Die Geschäftsstelle der Volkshochschule der Verbandsgemeinde Montabaur ist in der Zeit vom 19. Juli bis 11. August 1995 geschlossen.
Ab 16. August 1995 sind wir wieder für Sie da!
Ab diesem Zeitpunkt nehmen wir gerne Ihre Kurs-Anmeldung für das Herbstsemester 1995 - das in der 1. Septemberwoche beginnt und mit einem interessanten Angebot auf Sie wartet - entgegen!
“Bücherei-Info”
Wir ziehen um!
Deshalb ist die Stadtbücherei Montabaur
- die ganzen Sommerferien geöffnet
- ab Montag, den 21. August 1995 geschlossen
- noch ausgeliehene Bücher automatisch bis 21.10.1995 ver- . längert
- am 29. September 1995 Eröffnung im Neubau im 3. Stock am Konrad-Adenauer Platz
- am 30.09. und 01.10.1995 »Tag der offenen Tür«
Öffnungszeiten
Montag:.15.00 bis 18.30 Uhr
Dienstag:.15,00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch:.10.00 bis 14.00 Uhr
Donnerstag:.15.00 bis 18.00 Uhr
Samstag:. 10.00 bis 12.00 Uhr
Tab a. I U Q c i LUN ' J
Ferienspiele in Daubach
am 26. und 27. Juli 1995 jeweils von 09.30 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 16.30 Uhr
Thema: Tabaluga und Lilly Treffpunkt: Grillhütte Daubach
Für alle 6- bis 12jährigen Kinder aus Daubach und Stahlhofen
Am Donnerstag, dem 27. Juli, laden wir alle Eltern und Freunde ab 15.00 Uhr zu Kaffee und Kuchen und zu einer kleinen Theateraufführung ein. Bitte Gedeck mitbringen.
Über Kaffee und Kuchenspenden freuen wir uns.
Kosten: 3,- DM pro Kind und einen Becher mitbringen.
Es laden ein: Jugendpflegerin der VG-Montbaur und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen.
Voranmeldung bis 22.07.1995 bei: Heike Brodehl, Welschneudorfer Weg 6, 56412 Daubach, Tel.: 02602/16102.

