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Montabaur

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Nr. 14/95

Auf dem Gelände der Firma Keil im Montabaurer Industrie­gebiet Heiligenroth eröffnet am Freitag, dem 7. April 1995, gegenüber Aldi, ein Terracotta-Direktimport mit sensationel­len Dauer-Niedrigpreisen.

Alle Gaststätten in einem Führer

Der Fremdenverkehrsverein Westerwald e.V. bereitet die Her­ausgabe eines Gaststättenführers für den Westerwaldkreis vor. Der Führer will einen Überblick über das breitgefächerte gastronomische Angebot der Region verschaffen. Die vorberei­tenden Arbeiten sind bereits abgeschlossen, und es besteht für Gastwirte noch die Chance, als Anbieter gastronomischer Lei­stungen in den Führer aufgenommen zu werden. Der Eintrag in den Gaststättenführer kostet 25 Mark. Mitgliedsbetriebe des Fremdenverkehrsvereins erhalten einen Rabatt. An­sprechpartner ist der Geschäftsleiter Touristik, Christoph Hoopmann, Telefon 02602/3001.

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August Hanz wird 70 Jahre

Am Montag, den 3. April 1995 vollendet der langjährige Bun­destagsabgeordnete im Wahl­kreis Westerwald/Rhein-Lahn und Ehrenvorsitzende der CDU Westerwald, August Hanz, sein 70. Lebensjahr. August Hanz ist in Hinter­kirchen - heute ein Ortsteil von Langenhahn - geboren. Sein Einstieg in das politische Leben begann er im ehemali­gen CDU-Bezirksverband Montabaur als Geschäftsfüh­rer und als Kommunalpoliti­ker. Von 1952 bis 1969 war er Mitglied im früheren Kreistag des Oberwesterwaldes und führte dort viele Jahre die CDU-Fraktion. In dieser Zeit galt sein Hauptaugenmerk der Verkehrserschließung, der Industrie- und Gewerbeansiedlung sowie dem Aufbau und Ausbau eines mo­dernen Schulwesens. Das Gymnasium und die berufsbildenden Schulen in Westerburg entstanden durch sein Wirken.

1957 kandidierte August Hanz zum ersten Mal und erfolgreich für den Landtag Rheinland-Pfalz, dem er dann bis 1965 ange­hörte. Hier sah er seinen Schwerpunkt in der Förderung des heimischen Westerwaldes; insbesondere setzte er sich als Vorsit­zender des Petitionsausschusses für hilfesuchende Mitbürger vehement und erfolgreich ein.

Mit seinem Eintritt in den Deutschen Bundestag 1965 - er hatte den Wahlkreis Westerwald/Rhein-Lahn direkt gewonnen - wid­mete sich August Hanz hauptsächlich der Inneu- und Sozialpo­litik. Im Ausschuß für Inneres engagierte er sich besonders für die kommunale Finanzreform und die Beteiligung der Kommu­nen an der Einkommensteuer. Als Sohn eines Bürgermeisters im ehemaligen "Nassauer Land" kannte August Hanz die Finanz­nöte der Gemeinden.

Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 1972 wurde auch August Hanz Opfer des "Genossen Trend". Er war nicht auf der Landes­liste abgesichert und verlor sein Bundestagsmandat. Seine Par­teifreunde im Westerwald und im Rhein-Lahn-Kreis praktizier­ten Solidarität und stellten ihn 1976 wieder als Wahlkreisab­geordneten auf. Mit Erfolg: August Hanz konnte das Direktman­dat im Wahlkreis 153 zurückgewinnen.

Da er von 1972 bis 1976 eine führende Funktion in der Landes­vertretung Rheinland-Pfalz inne hatte, fiel ihm der erneute Ein­stieg in den Deutschen Bundestag leicht. Sein Schwerpunkt galt nun der Arbeit im Ausschuß für Verkehr und dem Post- und Fernmeldewesen. Seine Reden im Deutschen Bundestag, insbe­sondere zum Problem der Postversorgung auf dem Lande, fan­den bundesweite Beachtung und haben die Poststruktur stark beeinflußt.

Mit Beginn der Legislaturperiode 1980 ging August Hanz als Sprecher der CDU-Fraktion für Verkehr und Umwelt wieder in den Verkehrsausschuß. In seinen Bemühungen um Luft­reinerhaltung und Wärmeeindämmung wurde er Mitinitiator für eine radikale Verringerung des Schadstoffausstoßes der Kraft­fahrzeuge.

In seiner Wahlkreisarbeit widmete er viel Zeit und Energie gera­de der Beratung und Hilfe seiner Mitbürger. Die Samstags­sprechstunden in der Westerwaldstraße in Dahlen zogen sich meist über den ganzen Tag hin, und Ehefrau Ottilie legte beim Mittagstisch nicht selten zusätzliche Gedecke auf.

Bei der Gründung der Verbandsgemeinde Wallmerod leistete August Hanz entscheidende "Geburtshilfe". Entgegen der Ab­sicht auch einiger seiner Parteifreunde, die den sogenannten "südlichen Kreisteil" in die Verbandsgemeinde Westerburg ein­gliedern wollten, unterstützte er die kreisübergreifende Bildung der Verbandsgemeinde Wallmerod: Die Zusammenlegung der beiden Westerwaldkreise zwei Jahre später, nämlich 1974, war auch dank seiner Weitsicht vorprogrammiert.

Der CDU-Kreisverband Westerwald verlieh August Hanz am 20. März 1979 die Konrad-Adenauer-Gedenkplakette. Nachdem er 1980 in einer für den Kreisverband schwierigen Personalsituation auch den Kreisvorsitz übernommen und bis 1984 innehatte, ehrte ihn die CDU Westerwald bei seinem Ausscheiden aus diesem Amt mit dem Titel eines Ehrenvorsitzenden.

Am 26. Juni 1984 erhielt August Hanz aus der Hand des Bundes­tagspräsidenten das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Seine Heimatgemeinde verlieh am 30. Dezember 1986 dem lang­jährigen Abgeordneten den Ehrenbürgerbrief der Ortsgemeinde Meudt.

Zum richtig gewählten Zeitpunkt, konsequent und vorbildlich hat sich der beliebte Westerwälder Bundestagsabgeordnete dann aus der offiziellen Politik verabschiedet, steht aber weiter seinen vielen politischen Freunden mit gutem Rat zur Seite.

Mit seinem Freund und Weggefährten Bundeskanzler Helmut Kohl, den er bereits in dessen Mainzer Zeit und dann besonders in Bonn als Fraktionsvorsitzenden und als Regierungschef tat­kräftig unterstützte, verbindet August Hanz nicht nur das ge­meinsame Geburtsdatum - Helmut Kohl wird am gleichen Tag 65 Jahre - sondern auch die politische Grundauffassung: "Im Mit­telpunkt des politischen Wirkens steht der Mensch, und zwar der Mensch in seiner Gottbezogenheit."

Natur, Wandern und Garten waren schon immer sein Hobby. Seit seinem Ausscheiden aus dem Bundestag widmet sich Au­gust Hanz nun auch noch dem Schreiben: Zwei in Form und Inhalt sehr unterschiedliche Bücher, eine Autobiographie und Erinnerungen "aus den alten Zeiten in der Heimat", sind schon in der 2. Auflage, weitere Bücher sollen folgen.

Der Experte rät:

Rasse- oder Mischlingshund?

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund anzuschaffen, steht oftmals vor der Frage: Rasse- oder Mischlingshund? Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Am wichtigsten ist jedoch, daß der zukünftige Hundehalter sich vor der Anschaf­fung genau überlegt, welche Hunderasse sich am besten für seine Bedürfnisse eignet.

Rassehunde sind zu empfehlen für Menschen, die von vornher­ein ganz konkrete Erwartungen an einen Hund haben. Die Auswahl ist groß: Es gibt große und kleine, lang- und kurzhaa­rige Rassen. Manche Hunde benötigen sehr viel Auslauf, an­dere weniger. Die einen sind besonders temperamentvoll, die anderen eher ruhig. Bestimmte Rassen gelten als besonders gelehrig und wachsam, andere eher als verspielt oder char­mant. Bei Rassehunden sind durch Züchtung bestimmte Ei­genschaften hervorgehoben worden. Das macht Hundefreun­den, die auf bestimmte Merkmale oder Fähigkeiten Wert le­gen, die Wahl leichter. Rassehunde kauft man am besten bei einem seriösen Züchter, manchmal findet man sie sogar im Tierheim.

Wer in erster Linie einen treuen Freund und Kameraden möchte, ist mit einem Mischling gut beraten. Mischlingsbesit­zer schätzen an ihren Vierbeinern insbesondere Robustheit, die meist freundliche Offenheit und treue Anhänglichkeit. Kommt ein Mischlingswelpe ins Haus, weiß man nie genau, wie er sich entwickeln wird, das heißt, welcher Elternteil oder welche Vorfahren durchschlagen. Ob eher Bobtail oder Beagle, eher Dackel oder Dogge: Die liebenswerten Vierbeiner sind ideal für den, der Überraschungen hebt. Mischlinge findet man im Tierheim, über Bekannte oder gelegentlich auch durch einen Tierarzt.

H/äI

- die Heimat- und Bürgerzeitung