Montabaur
61
Nr. 12/95
..a;^
tewto
Orient-Teppiehhaus
DER HANDGEARBEITETE TEPPICH
H<ro4g3<frMete
Tibet-Teppich*
Handgeknüpfte orientalische Teppiche sind äußerst populär in Europa. Tibetische Teppiche sind gegenwärtig die modernsten. Sie wurden schon immer als Kunstwerke angesehen. Die momentane Beliebtheit ist riesengroß. Auf dem heutigen Markt findet man unzählige moderne pastellfarbene “Tibeter“, deren Ränder mit
geometrischen Figuren gestaltet sind. Diese unterscheiden sich von den ursprünglichen tibetischen Teppichen, die mit kräftigen Natur-Farben und mystischen Symbolen gefertigt wurden. Im folgenden Artikel wollen wir Ihnen einige Informationen über diese einzigartigen Sammelstücke geben. Wir sind einer der wenigen Anbieter, die diese seltenen Schätze mit historischem Wert präsentieren können.
ein Symbol für die Eleganz und Güte. Es repräsentiert auch die Unsterblichkeit, die aus der Asche zu neuem Leben aufersteht. Der Phoenix ist ein Zeichen für gute Neuigkeiten.
Storch: Der Storch ist ein Symbol für langes Leben.
Schneelöwe: Dies ist ein Symbol für Sieg, Stärke und Macht.
Mond: Der Hund oder „Fu Hund" waren Begleiter von Buddha. Gleichzeitig ist es auch ein Symbol für den .Beschützer.
Die verschiedenen Arten von Tibet-Teppichen
Seit China 1959 Tibet vereinnahmte, werden diese Teppiche von den Flüchtlingen auch in anderen Regionen gefertigt. Sie werden in die folgenden Arten unterteilt:
lenen Stücke sind eine sehr große Bereicherung für jedes Heim. Da für das tibetische Volk die Freiheit unter den derzeitigen Machthabern stark eingeschränkt ist, wählen sie lieber das Exil in Nepal, wo sie ihre Teppiche in einer friedlichen Atmosphäre und unabhängig produzieren können.
Labonskottc: Der Wunsch nach einem langen Leben, Glück und Wohlstand wird ausgedrückt in einer Kette von Punkten, Blüten oder Tikas. Es bedeutet aber auch die Unendlichkeit oder das Schicksal.
Wcb-Toppiche: Diese sind vergleichbar mit Kelims oder indianischen Navahos und sind meist aus dem Fell von Yak-Büffeln oder Schafen gewebt.
Schling-Toppicho: Sie werden normalerweise als Gebrauchsteppiche genutzt. Sie sind meist, aus ungefärbter Naturwolle, die eine grob-zottige Oberfläche hat und nicht geschnitten wird. Sie gleichen dann einem Schafsfell.
Knäpf-Tcppfche: Diese werden normalerweise in ca. 90x180 cm gefertigt; gelegentlich auch in größeren Abmessungen. Es gibt sie aber auch in der Ausführung ca, 60x90 cm, die für Sitz- und Tischflächen oder einfach als Wandschmuck genutzt werden. Die kleineren Stücke in ca. 40x45 cm werden oft als Meditations- oder Stuhlkissen verwendet. Die Oberfläche ist natürlich abhängig von der Qualität bzw. der Beschaffenheit des verarbeiteten Materials sowie der Anzahl der Knoten.die zwischen 80.000 und 130.000 Knoten pro m 3 liegen kann. Vergleicht man persische und türkische Teppiche mit tibetischen, sind die „Tibeter“ die dickeren und flexibleren Stücke. Dies ist bedingt durch die dickeren Garne, die aber sehr locker geknüpft werden. Der Flor ist bei neuen Teppichen oft mehr als 1 cm dick. Die traditionellen Teppiche haben Unregelmäßigkeiten in den Farben, dem Design und den Formen und unterscheiden sich von einer leblosen, perfekten Symmetrie.
Natur-Teppich« Diese tibetischen Teppiche werden meist als Heimarbeit ,von der gesamten Familie gefertigt, wobei sogar die verarbeitete Wolle in Eigenproduktion hergestellt wird. Wenn diese Wolle nicht eingefärbt ist, wird das Aussehen des Endproduktes bestimmt von der Originaltarbe des schwarzen, braunen, grauen, beigen oder weißen Schafes, von dem sie abstammt.
Die Tibet-Teppiche unterscheidet man aber auch durch traditionelle und moderne Designs:
Ttoditionall: Viele tibetische Teppiche werden aus gefärbter Wolle gefertigt und spiegeln in den Motiven den Glauben und die Tradition der Menschen wider. Die acht Grund-Motive des Buddhismus werden in leuchtenden Farben dargestellt. Diese sehr ausgefal-
Modorn: Diese Teppiche werden in Pastellfarben und mit geometrischen Zeichen gestaltet. Bei modernen Tibet-Teppichen verwendet man für den Schuß- und Kettfaden Baumwolle, obwohl die traditionell arbeitenden Tibeter für den Schußfaden Schurwolle verwenden. Auf dem heutigen europäischen Markt findet man moderne Tibet-Teppiche in unzähligen Designs und Abmessungen.
Spezielle Merkmale dar Tibet-Teppiche:
„Tibeter“ haben -wie schon erwähnt- den dickeren Flor. Die lockere Webung auf dem Baumwollunter- grund, die gekendelten Ränder und die Oberflächenkonturen sind typisch für diese Machart. Obwohl sie den“Chinesen“ gleichen, unterscheiden sie sich trotzdem in den Farben und im Gebrauch. Auch die Knüpfart ist bei Tibet-Teppichen eine andere. Das tibetische Volk nutzte diese Teppiche schon einige Jahrhunderte bevor die Chinesen überhaupt mit der Fertigung begannen. Anders als z. B. die Perser knüpfen die Tibeter über eine Stange. Eine komplette Reihe ist dann direkt aufgeschnitten. Die Verarbeitung von zwei Garnfäden auf der Rückseite sorgt für einen kräftigen, stabilen Untergrund. Seit die Tibeter ihre handgesponnene Wolle verarbeiten, sind die Teppiche zusätzlich so dick im Flor.
Das Design der „Tibeter" hat traditionellen Ursprung. Meist findet man Figuren aus China, dem Buddhismus und mythische Symbole wie Drache, Swastika, Lotus, Königsrad, Wolke, Buddha-Knoten, Phoenix, Wunsch-Stein und der tibetische Schnee- Löwe. Einige dieser Symbole und ihre Bedeutung wollen wir Ihnen heute etwas naher vorstellen.
Swastika: Dies ist eines der ältesten und meistver- wendeten geometrischen Zeichen. Es hat sehr verschiedene Bedeutungen. Im Hindu-Glauben ist es der Gott Vishnu. Um den Grundstein für ein Bauvorhaben zu legen, benötigt man das Wohlwollen dieses Gottes. Auch bedeutet es „Viel Glück und großer Wohlstand“, die Zahl 10.000 und das Herz von Buddha.
Phoonbc Dies ist ein Vogel aus dem Paradies und
LotasMamo: Sie ist auch ein Zeichen für ein gutes, glückliches und zufriedenes Leben.
KKmI
laiifBJfaJtBJiaJfapJraprp 1
■I
fisk

