Montabaur
Der Einkommensteueranteil, wichtigste und konstanteste Einnahme der Ortsgemeinde, erhöht sich aufgrund des gestiegenen Einkommenpotentials, welches zur Verteilung ansteht. Bedingt durch den deutlichen Anstieg der örtlichen Steuerkraft läßt sich der Rückgang hei den Schlüsselzuweisungen erklären.
Das Einnahme-Soll des Steuerbereichs in Höhe von 411.800,- DM ist mit 77,26 v. H. die Haupteinnahmequelle des Verwaltungshaushaltes.
Im Ausgabenbereich des Verwaltungshaushaltes sind Planungskosten in Höhe von 8.000,- DM und die zu zahlenden Umlagen an den Kindergartenzweckverband in Höhe von 21.800,-DM sowie die zu erbringenden Umlagen an den Kreis und die Verbandsgemeinde im Steuerabschnitt die auffälligsten und gewichtigsten Ausgaben.
Die Gewerbesteuerumlage erhöht sich aufgrund des vermehrten Aufkommens sowie infolge der Anhebung des Umlagesatzes (1994: 56 v. H.; 1995: 79 v. H.).
Ebenfalls mehr zu zahlen ist bei der Umlage »Fonds Deutsche Einheit«, da sich die Berechnungsgrundlagen ungünstig geändert haben.
Der Rückgang der Umlagebeträge, die an den Kreis und die Verbandsgemeinde zu zahlen sind, basiert auf einer gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Umlagegrundlage.
Bei Gegenüberstellung sämtlicher Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes verbleibt ein Überschuß von 1.000,-DM, der dem Vermögenshaushalt zugeführt wird. Dieser Zuführungsbetrag liegt um 22.000,— DM unter der Vorjahressumme. Diese negative Entwicklung ist hauptsächlich auf den Einnahmenrückgang im Unterabschnitt 9000 zurückzuführen. .. .
Dieser Überschuß in Höhe von 1.000,— DM stellt die freie Finanzspitze für das Jahr 1995 dar.
Vermögenshaushalt
Das vom Ortsgemeinderat beschlossene Investitionsprogramm bildet die Grundlage zur Aufstellung des Vermögenshaushaltes. Diesem Programm ist zu entnehmen, daß für die
nachfolgend benannten Investitionen die entsprechenden Haushaltsmittel bereitzustellen sind:
1. Erwerb von beweglichen Sachen des
Anlagevermögens für Sitzungszimmer. 1.000,- DM
2. Zuweisung an die Feuerwehr Hübingen für die Neuanschaffung eines
Löschfahrzeuges. 1.000,— DM
3. Zuweisung an die katholische Kirchengemeinde für die Neuanschaffung
einer Orgel. 10.000,—DM
4. Bauausgaben Kinderspielplatz. 5.000,— DM
5. Zuweisung Neubau Kindergarten Horbach.. 30.000,- DM
6. Zuschüsse für
Dorferneuerungsmaßnahmen. 20.000,— DM
7. Begrünungsmaßnahmen »Neue Hohl«. 12.000,- DM
8. Geländer für die Treppenanlage
»Im Boden«. 1.000,— DM
9. Erschließung Halfterweg (alt).200.000,— DM
10. Ausbau Fußweg von der L 326 zu
Kindergarten und Grundschule. 15.000,— DM
11. Straßenoberflächenentwässerungsanteil
Kapellen- und Lindenstraße. 1.000,- DM
12. Straßenbeleuchtungserweiterung
— allgemein. 5.000,—DM
13. Anteilige Zuweisung zu der Anschaffung
eines Streugerätes für den Winterdienst. 1.500,—DM
14. Ausbau von Wirtschaftswegen.. 60.000,- DM
15. Zuführung zur allgemeinen Rücklage
(Planabrundung). 500,-DM
Das Volumen des Vermögenshaushaltes 1995
beträgt.;.363.000,—DM
Die Finanzierung aller Ausgaben erfolgt durch die folgenden Einnahmen:
1. Ausgleichszahlungen von den Beteiligten
des Ümlegungsverfahrens »Im Boden«. 5.000,— DM
2. Erschließungsbeiträge Halfterweg (alt).200.000,—DM
3. Zuweisung vom Land zum
Wirtschaftswegebau. 42.000,—DM
4. Zuführung vom Verwaltungshaushalt. 1.000,—DM
5. Einnahmen aus Krediten vom
Kreditmarkt... 115.000,—DM
Ausblick 1996-1998
Für die nächsten Haushaltsjahre hat die Ortsgemeinde folgende Maßnahmen vorgesehen: ,
- Zuweisung Neubau Kindergarten Horbach — Restfinanzie- rung —
- Erschließung Halfterweg (alt) - Fertigstellung
- Ausbau von Wirtschaftswegen - Fertigstellung
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Nr. 9/95
- Fassung der Quelle »An der Pumpe« und Platzgestaltung
- Ausbau Bürgersteig Hübinger Straße (L 326) in Dies
- Ausbau Fußweg zwischen den Straßen »L 326 — Im Boden -Alte Hohl«
- Erschließung Neubaugebiet »Halfterweg Erweiterung«
- Erwerb von Grundstücken
Die Finanzplanung signalisiert eine Finanzierung aller Vorhaben, wenn auch mit Neuverschuldungen gerechnet werden muß. Der Ortsgemeinderat sollte hier nach Möglichkeit korrigierend einwirken.
Teilnahme am Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden«
Die Ratsmitglieder beschlossen einstimmig, am diesjährigen Wettbewerb »Ünser Dorf soll schöner werden« nicht teilzunehmen.
Friedhofsangelegenheiten
Der Ortsgemeinderat nahm die Erhöhung der Bestattungsgebühren durch die Firma Müller, Dies, in Höhe von 30 DM auf nunmehr 460 DM zur Kenntnis.
Des weiteren sah der Rat von einer Erhöhung der Friedhofsgebühren ab. In ca. 11/2 bis 2 Jahren soll hierüber, zusammen mit den Nachbargemeinden, noch einmal beraten werden. Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Kapellenstraße beschlossen Der Orts gemeinderat beschloß die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Kapellenstraße. Es soll ein Peitsch-Mast aufgestellt werden. Ein Antrag auf Erweiterung der Beleuchtung an der Zuwegung zum Kinderspielplatz wurde aus Kostengründen vorläufig zurückgestellt. Die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur wurde mit einer Kostenermittlung beauftragt.
Appell an die Hundehalter
Aufgrund vermehrt auftretender Klagen betroffener Grundstückseigentümer wende ich mich erneut an einige uneinsichtige Hundehalter in unserer Ortsgemeinde:
1. Es ist verboten, Hunde innerhalb der geschlossenen Ortslage frei und ohne Aufsicht herumlaufen zu lassen. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, daß sich andere Mitbürger, vor allem Kinder, von den Tieren bedroht fühlen, unter Ümständen sogar angegriffen werden.
2. Es ist ein Gebot des vernünftigen Miteinanders, daß Hundehalter ihre Tiere nicht auf Nachbars Grundstück oder entlang der Gemeindestraßen Gassi führen.
Es gibt doch drei Möglichkeiten, die Hinterlassenschaften der Vierbeiner korrekt zu »entsorgen«.
- Führen Sie Ihren Hund auf dem eigenen Grundstück aus.
- Lassen Sie das Tier sein Geschäft in der freien Natur außerhalb des Ortes tätigen, wobei eine Verzierung der Wirtschafts- und Wanderwege ebenfalls vermieden werden sollte.
— Nehmen Sie ein Stück Papier oder eine Tüte mit, sammeln Sie den Hundekot auf und entsorgen Sie diesen in der heimischen Mülltonne.
Denken Sie daran: Wer ein Tier hält, trägt Verantwortung gegenüber diesem Geschöpf, aber auch Verantwortung seinen Mitbürgern gegenüber.
Das es auch anders geht, zeigt ja das positive Verhalten der meisten anderen Hundebesitzer.
Weidenfeiler, Ortsbürgermeister
Arbeitskreis für Dorf- und Heimatgeschichte
Das nächste Treffen des Arbeitskreises für Dorf- und Heimatgeschichte findet am
Freitag, dem 10. März 1995, um 20.15 Uhr im Gasthaus »Zum Wiesengrund« statt. Alle Mitglieder des Arbeitskreises und interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger sind herzlich eingeladen.
Horbach
MGV »Cäcilia« Hörbach e.V.
Unser diesjähriges Konzert findet am Sonntag, dem 5. März 1995, um 17.00 Uhr, in der Pfarrkirche, statt. Wir konnten einen sehr guten Gastchor, den Kammerchor Hausen und den Tenor Johannes Kalpers als Mitwirkende gewinnen. Auch wir haben neue Literatur eingeprobt, die wir präsentieren werden.

