Einzelbild herunterladen

Montabaur

58

Nr. 48/94

Einfach optimal:

Kalksandstein-Wandkonstruktionen. Die neue Wärmeschutzverordnung bestätigt den weißen Stein aus Kalk, Sand, Wasser und sonst nichts.

Kalksandstein-Empfehlungen für preiswerte Dämmung der Gebäudehüllen.

Die Verordnung tritt am 1. 1. 1995 in Kraft und richtet sich hauptsächlich auf neue Gebäude. Sie gibt den Jahres­heizwärmebedarf (kWh/m 2 /Jahr) als Zielgröße der energe­tischen Planung vor. Zur Ermittlung dieses Wertes dürfen auch Energiegewinne angerechnet werden. Ein deutlich verbesserter Wärmeschutz der Außenbauteile ist unab­dingbare Voraussetzung für niedrigen Heizwärmebedarf. Ziel dieser Verordnung ist, durch eine drastische Erhöhung der Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz und eine energiesparende und emissionsmindernde Anlagen­technik den Energiebedarf neuer Gebäude um 30 % zu

senken.

Kalksandstein, der umwelt­freundliche weiße Stein, bie­tet seit langem in der Praxis erprobte und bewährte Kon­struktionen, die diesen rich­tungweisenden Vorgaben entsprechen. Als zukunfts­orientierte Konzeption für den Wärmeschutz empfiehlt der Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke e. V des­halb bevorzugt hochge­dämmte KS-Außenwände plus massive, wärmespei- chemde KS-Innenwände.

Mit dieser wirtschaftlichen Kombination werden sehr gute Ergebnisse im Bereich des winterlichen und des sommerlichen Wärmeschut­zes erreicht, die für den Bau­herrn günstige Baukosten und Werterhaltung bedeu­ten. Wohnbehaglichkeit so­wohl in strengen Wintern als auch im heißen Sommer wird geschaffen durch den günstigen Temperaturver­lauf in der hochgedämmten KS-Konstruktion und durch das wärmespeichemde, kli­maregulierende KS-Mauer- werk. Im Sommer angenehm

kühl, im Winter behaglich warm. Je kleiner der k-Wert, desto weniger Wärme geht während der Heizperiode verloren. Durch geringfü­gige Anpassung der Dämm­schicht der Kalksandstein- Außenwand kann praktisch jeder erforderliche Wärme­schutz der Gebäudehülle realisiert werden, ohne daß bei Dach, Kellerdecke und Fenster Kostensprünge ent­stehen müssen. Zur Erfül­lung der neuen Wärme­schutzverordnung ist dann eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung noch nicht erforderlich.

Die in Süddeutschland verbreitete monolithische Außenwand (z. B. 36,5 cm dick, k-Wert 0,5 W/m 2 k) bleibt möglich. Für diese Kundengruppe wird der wärmedämmende Leicht­stein KS-Yali angeboten. Wer heute schon mehr tun will, sollte eine enge ganz­heitliche Zusammenfüh­rung/Abstimmung bau­licher und anlagentechni­scher Maßnahmen beachten,

um eine geeignete Gesamt­konzeption des Entwurfes zu erreichen.

Ein neu eingeführter Wär­mepaß wird es ermöglichen, je nach Gebäudenutzung neben den allgemein nach der Verordnung anzuwen­denden spezifischen Werten auch auf Wohnflächen oder Hauptnutzflächen bezogene Wärmebedarfswerte auszu­weisen.

Die Bundesregierung hat die Prüfung einer weiteren Stufe mit einer Heizwärme­bedarfsreduzierung von rd. 25 bis 30 % zum Ende dieses Jahrzehntes angekündigt. Die Bundesländer haben mit großer Mehrheit eine solche Stufe ebenfalls verlangt. Danach soll bereits zu Beginn des Jahres 1997 der Entwurf einer erneuten Novelle vorgelegt werden. Nach dem Willen des Bun­desrates sollen die neuen Anforderungen bereits im Jahre 1999 in Kraft treten. Übrigens gibt es in Hessen und Baden-Württemberg Förderrichtlinien, die diese Maßnahmen bereits heute schon mehr oder weniger enthalten!

Vergleichende Berechnun­gen der Kalksandsteinindu­strie haben gezeigt, daß die Baukostenerhöhungen durch die neue Wärme­schutzverordnung mit ca. 2 % bei Kalksandstein-Bau­ten nur sehr gering sein wer­den.

-INI -

Mehr Informationsmaterial zu diesem wichtigen Thema erhalten Sie über

Kalksandstein-Service Rhein-Main-Neckar GmbH Heidelberger Straße 2-8

64625 Bensheim/Bergstraße (Postkarte genügt)

k = 0,30 - 0,40 W/(m 2 K)

Wärmedämmverbundsysteme sind z. B. bis 12 cm geregelt in der Richtlinie des Deut­schen Instituts für Bautechnik, Berlin.

Die volle Sparrenhöhe kann beim Dach ausgenutzt werden. Zusätzliche Überspar­rendämmung oder Untersparrendämmung (Kostensprung) sind nicht erforderlich.

k,, = 0,30 - 0,40 W/(m 2 K)

Nach DIN 1053,1 Mauerwerk kann der vol­le Schalenabstand bis zu d = 15 cm mit Dämm-Material ausgefüllt werden.

Bei der Kellerdecke ist eine zusätzliche Dämmung unterhalb (Kostensprung) nicht erforderlich.

Grafiken: KS-Info, Hannover.