Montabaur
Eheschließungen
Torsten Helmut Quirinbach und Eva Maria Otto, Herschbach, Hauptstraße 52 a
Wolfgang Christian Gläßer, Salz, Birkenpfad 1 und Anja Maria Kleinmiddeldorf, Montabaur, Mühlenweg 15 Ralf Decker und Helga Katharina Classen, Montabaur, Hermannstraße 2
Thomas Mohr und Gabriele Drees geb. Fenstermacher, Montabaur, Toilnerrestraße 34
Markus Siegbert Roos und Anja Edith Pehl, Holler, Hauptstraße 44
Herbert Alfred Möhring und Helga Maria Schneider geb. Portz, Neuhäusel, Graf-von-Westphalen Straße 13 Andreas Frink, Nomborn, Brücken wiesenstraße 1 und Alexandra Fink, Nomborn, Gartenstraße 4
Michael Henritzi und Petra Lohr, Montabaur, Sonnenring 39 Torsten Alfred Schubert und Katrin Gottschalk, Montabaur, Sonnenring 28
Johannes Joachim Denis und Simone Erika Weber, Montabaur, Barbarastraße 6
Michael Lotz und Ilona Maria Sabel, Montabaur, Eschelbacher Straße 6
Olaf Werner Hobelt und Tanja Ursula Velten, Holler, Lindenstraße 13
Thorsten Kuhn und Susanne Annelie Kindler, Görgeshausen, Auf der Bitz 9
Volker Leichtfuß und Christina Suder, Montabaur, Kirch- straße 17
Volker Geyer, Obererbach, Schulstraße 2, undRegina Element, Nomborn, Hauptstraße 27
Jürgen Biet und Liane Maria Schober, Moschheim, Malbergstraße 5 a
Joachim Dworatzek und Tanja Weyand, Montabaur, Koblenzer Straße 26
Udo Robert Dietrich, Emden, Fichtenweg 30 und Gesine Weigle, Neuhäusel, Unter dem Dorf 24
Detlev Kaiser und Heidi Helga Diel, Stahlhofen, Kirch- straße 28 a
Bernhard Aloisius Fasel, Boden, Kapellenstraße 7, und Sabine Jung, Helferskirchen, Im Wiesengrund 2 Jörg Reinhold Fasel und Heike Wolf, Großholbach, Hauptstraße 46
Alexander Noll und Kerstin Johanna Bendel, Niedererbach, Am Asberg 2
Stefan Gerhard Hentschel und Maria Martina Schmidt, Sim- mern, Schloßstraße 7 d
Sterbefälle
Gertrude Schmidt, geb. Fries, Montabaur, Dillstraße 1 Aloysius Hubert Werner, Görgeshausen, Lange Straße 4 Ludwig Schneider, Niederelbert, Wiesenstraße 8 Georg Reusch, Nentershausen, Am Alten Sportplatz 20 Josef Engelbert Keil, Montabaur, Lahnstraße 41 Werner Meuer, Welschneudorf, Bornplatz 2
ARCHIV!
Archiv der Stadt Montabaur
Informationen zu Akten und Urkunden
Urkunden und Akten mit besonderer Beweiskraft bewahrte die Stadt früher in einer Kiste auf. Das war das ius archivi, das Hoheitsrecht der Stadt. - Auch heute ist das in unserem Stadtarchiv so, nur daß es viele Kisten auf vielen Regalen sind. Heute öffnen wir für Sie eine dieser Kisten:
Da gibt in der aufgeschlagenen Akte der Vorsitzende des »Local-Gewerbe-Vereins dahier« im Jahre 1873 dem Stadtvorstand zu Montabaur vom Erfolg der Bemühungen »Kenntnis,
... die Stadt Montabaur durch eine Eisenbahn aus ihrer isolierten Lage zu befreien und unsere Gegend dem großen Weltverkehr zu erschließen.« Als 1884 in Montabaur der erste Zug auf der eingleisigen Strecke im Bahnhof Montabaur eintrifft, lag ein Jahrzehnt harten Kampfes um den Bahnhofsstandort hinter dem Stadtrat, denn die Rheinische Eisenbahngesellschaft hatte den großen Bogen von Wirges über Montabaur aus Kostengründen gescheut und den Bahnhof für die Kreisstadt bei den»Bodener Fichten« ansiedeln wollen. Der Stadtrat hatte
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Nr. 23/94
sich schließlich - wenn auch bei einigen Kompromissen - mit der damaligen Südtrasse durchgesetzt. Südtrasse? Das war damals eine Linienführung südlich des Aubachs - einer natürlichen Grenze. Heute wird der ICE südlich einer durch den Menschen geschaffenen Grenze - der Autobahn - seine Haltestation in Montabaur finden. -
Wer mehr wissen will, lese dazu im 3. Heft der Schriftenreihe zur Stadtgeschichte von Montabaur über »Bahnhöfe und Tras- sen: - Der Haltepunkt Montabaur 1884 und 1994«.
Das Heft wird im Herbst dieses Jahres erscheinen. Vorbestellungen per Anruf im Stadtarchiv (Tel. 02602/126210). Auch Heft 1 und 2 sind noch zu haben. Sie können natürlich auch ins Stadtarchiv kommen und selber in den Kisten nach
Interessantem forschen — Öffnungszeiten:
Mo/Mi/Fr.von 10.00 bis 12.00 Uhr
Di/Do.von 15.30 bis 17.30 Uhr
Günter Henkel
Natur & Umwelt Info
Dörfliche Tier- und Pflanzenwelt
3. Fortsetzung
Nicht nur die Freiräume, auch Gebäude sind für viele Tiere bedeutungsvoll, wobei die Bauweise und die verwendeten Materiahen eine große Rolle spielen. Auf Dachböden und in Kirchtürmen brüten Schleiereulen; diese Stätten sind wichtige Quartiere für Fledermäuse, aber auch für andere Arten, wie etwa den Siebenschläfer. In kleinen Höhlen und Nischen am Gebäude brütet der Rotschwanz, in noch kleineren Ritzen und Löchern finden Spinnen und Insekten Unterschlupf. Zu den besonders charakteristischen Tierarten der Dörfer gehört die Rauchschwalbe. Sie brütet vor allem in Kuhställen und ist auf die Viehhaltung angewiesen. In der Umgebung des Viehs finden die Schwalben reichlich Fliegen als Nahrung.
Schutz der Tiere und Pflanzen unserer Dörfer Es geht nicht darum, einer Wiederherstellung der Verhältnisse »von früher« das Wort zu reden; auch in einem Dorf »von heute« kann es noch genügend Platz für eine typische dörfliche Tier- und Pflanzenwelt geben. Es geht zunächst vielmehr um ein besseres Verständnis der Dorfbevölkerung, aber auch der Planer, für den Lebensraum »Dorf«, seine charakteristischen Tiere und Pflanzen und deren Lebensansprüche. Ein besseres Verständnis für den Lebensraum ist eine Voraussetzung für mehr Rücksichtnahme und schließlich eine Umsetzung in praktisches Handeln.
Die wichtigsten Punkte, die es zum Schutz der Tiere und Pflanzen zu beachten gilt, sind nachfolgend zusammengestellt:
• Erhaltung des typischen Charakters der Dörfer mit ihren landwirtschaftlichen Betrieben
• Verzicht auf Flächenversiegelungen, auf gärtnerische Gestaltung von Freiflächen nach städtischen Vorbildern (keine »Vergärtnerung« der Dörfer!)
• Erhaltung des Dorfrandes, des allmählichen Übergangs vom Dorf zur freien Landschaft, besonders bei der Ausweisung von Neubaugebieten
• Erhaltung, Neuanlage von Obstwiesen unter besonderer Berücksichtigung alter, ortstypischer Sorten
• Erhaltung alter Mauern, besondere Berücksichtigung der Tier- und Pflanzenwelt bei notwendigen Ausbesserungen
• Erhaltung alter Bauerngärten, dabei auch Pflege überkommener Kulturpflanzen, wie etwa alter Rosensorten, Erhaltung alter Friedhöfe und ihres dörflichen Charakters
• Verwendung landschaftstypischer Baustoffe, beispielsweise Holz anstelle von Kunststoff
• Verzicht auf das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln, vor allem Herbiziden
• Verzicht auf übertriebene Säuberungsaktionen
• Erhaltung, Wiederherstellung, Renaturierung von Dorfteichen, Kleingewässern und Fließgewässern im Dorf und in seiner Umgebung
• gezielte' Erhaltung und Förderung der Standorte dorftypischer Pflanzen und der Lebensstätten von Tieren; gezielte Hilfsmaßnahmen für Tiere und Pflanzen. Auf das Ausbringen von Arten sollte jedoch grundsätzlich verzichtet werden.

