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Montabaur

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Nr. 18/94

In Görgeshausen wird ein für Deutschland bisher einmaliges Objekt verwirklicht

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Zum ersten Spatenstich begrüßte Bauherr Dr. Werner Müller Regierungspräsidenten Gerd Danco, Landrat Peter Paul Weinert, Ersten Beigeordneten Heinz Reusch, Ortsbürgermeister Volker Schumacher und zahlreiche Gäste.

60 Milhonen Mark sollen in das neue Wohnkaufhaus, das am Dreieck zwischen der Autobahn A3 und der Landstraße nach Eppenrod in Görgeshausen entsteht, investiert werden.

110.000 Quadratmeter groß ist das gesamte Sonder- und Gewerbegebiet. In diesem Gelände soll als Herzstück ein Wohnkaufhaus entstehen. Das Kaufhaus bietet auf drei Ebenen eine Nutz- und Geschäftsfläche von rund 50.000 Quadratmetern. Unter dem Motto »Möbel-Wohnen-Einrichten« wird in sechs Angebotsbereichen vom Einrichtungs­haus über Designermöbel bis hin zum SB-Markt für Mitnahmemöbel dem Kunden eine breite Auswahl eröffnet. Auch Fliesen und Badeinrichtungen werden angeboten.

Einweihung 1995

Außer dem Wohnkaufhaus werden in dem weiteren Gewerbegebiet neben einer Tankstelle, mindestens sechs. Handwerksbetriebe aus dem Einrichtungs- und Innenausbausektor angesiedelt. Auf dem Areal entstehen 900 Parkplätze. Geplant ist auch eine kleine Parkanlage rund um einen Löschwasserteich. Ein Abenteuerspielplatz, ein Kuscheltier-Mini-Zoo sowie ein Areal für Zeltveranstaltungen sind ebenfalls vorgesehen.

Viele gute Wünsche konnte Dr. Müller für sein Projekt mit auf den Weg nehmen. Regierungspräsident Gerd Danco lobte: »Wer in dieser Zeit so etwas startet, fällt auf.« Danco gratulierte zu so viel Mut in einer wirtschaftlich nicht gerade rosigen Zeit.

Landrat Peter Paul Weinert freute sich, daß dieses Projekt nicht in Frankfurt oder Köln, sondern genau dazwischen im Westerwald verwirklicht werde.

Beigeordneter Heinz Reusch, Montabaur betonte, daß vier Gründe für die Verbandsgemeinde bestimmend gewesen seien. Mit diesem Sonder- und Gewerbegebiet werden 150 neue Arbeitsplätze geschaffen, ein wichtiges Signal. Zum weiteren werde die Wirtschaftskraft eines peripheren Raumes der Verbandsgemeinde und nicht nur des Zentrums gestärkt. Der dritte Grund sei ein ökologischer. Im gesamten Gewerbegebiet, übrigens erstmalig im Regierungsbe­zirk, werden Trink- und Brauchwasserleitungen verlegt. Gleichzeitig sind nach dem Bebauungsplan alle Oberflä­chenwässer von den Dachflächen und Parkplätzen in einem Teich zu sammeln und als Brandschutzreserve zu verwenden. Zum letzten können durch dieses Objekt drei weitere Gemeinden der Verbandsgemeinde an die Erdgasversorgung angeschlossen werden.

Ortsbürgermeister Volker Schumacher freute sich mit dem ganzen Ortsgemeinderat, daß ein so großes Objekt in Görgeshausen, unmittelbar an der Autobahn verwirklicht werden kann. Weiter wünschte er, daß das Objekt zügig voranschreitet.