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Montabaur

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Neue Kläranlage entsteht im Gelbachtal ^

Verbandsgemeinde Montabaur und Diez schaffen gemeinsame Abwasseranlage

Nach mehreren Jahren der Vorplanung ist die Entscheidung zum Bau einer neuen Kläranlage im Gelbachtal in der Nähe vor Kirchähr gefallen. Die Verbandsgemeinden Montabaur und Diez wollen hier gemeinsam eine moderne Abwasseranlage für zwöl Ortsgemeinden und Ortsteile bauen. Der I. Beigeordnete der Verbandsgemeinde Montabaur, Heinz Reusch, und Vertreter de« planenden Ingenieurbüros erläuterten jetzt vor den Ortsgemeinderäten im Pfarrzentrum in Gackenbach den Planungsstand.l Die Abwässer von Daubach, Horbach, Gackenbach, Kirchähr, Stahlhofen und Ettersdorf aus der Verbandsgemeinde Montabaiu und Eppenrod, Horhausen, Isselbach und Giershausen aus der Verbandsgemeinde Diez sollen künftig in einer gemeineajaei Kläranlage im Gelbachtal bei Kirchähr nach modernsten ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gereinigt werden! Die bereits heute gute Wasserqualität des Daubaches im Bereich der Einmündung in den Gelbach wird sich, so die Planer, weit®] verbessern. Eine Untersuchung der Bachläufe hatte ergeben, daß durch die Selbstreinigungskraft dieser Bäche die Gewässer güteklasse 2 ohne Kläranlage erreicht wird. Nach Inbetriebnahme der Anlage steigt der Prozentanteil der an einer mechanisch biologische Kläranlage angeschlossenen Einwohner in der Verbandsgemeinde Montabaur auf 91 Prozent. Mehrjährige Planun gen sind vorausgegangen, nachdem sich alle Beteiligten für den jetzigen Standort im Gelbachtal entschieden haben. Bereits heut«] ist die Verbandsgemeinde Montabaur Eigentümer der benötigten Flächen für die Kompaktanlage, die für 4640 Einwohnergleich werte mit einer entsprechenden Reserve ausgelegt werden soll.

Die Planung für die ca. 5,5 Mio. DM kostende Anlage steht und soll demnächst auf den Genehmigungsweg gebracht werden. Die Kosten teilen sich Montabaur (67,7 Prozent) und Diez (32,3 Prozent) nach den Einwohnerzahlen. Verbindungssammlei Regenüberlaufbecken und Pumpstationen für die zu entsorgenden Gemeinden schlagen zudem mit ca. 10,8 Mio. DM zu Buche] Davon entfallen auf Montabaur 5.855.000 DM und auf Diez 4.905.000 DM. Die Kosten für die Verbandsgemeinde Montabau werden, so Heinz Reusch, nicht zu Sonderbescheiden bei den betroffenen Einwohnern führen. Die Investitionskosten werden nacl dem »Solidaritätsprinzip« auf alle Einwohner der Verbandsgemeinde umgelegt und in die Abwassergebührenkalkulatioi aufgenommen. Dieses Verfahren habe man bereits bei den bisherigen Anlagen mit Erfolg praktiziert. Durch die verhältnismäßi geringen Abwassergebühren in der Verbandsgemeinde Montabaur erhält Montabaur auch für den Bau der im Gelbachta geplanten Kläranlage keine Landeszuschüsse, im Gegensatz zur Verbandsgemeinde Diez, die ihre Bürger mit bedeutend höhere/ Gebühren belastet. Reusch fügte hinzu, daß man durch die Beteiligung der Verbandsgemeinde Diez eine besonders Wirtschaft liehe Lösung gefunden habe. Einzelanlagen für die jeweiligen Ortsgemeinden hätten zu deutlich höheren Kosten geführt.

Der landespflegerische Begleitplan, der ebenfalls kurz vor dem Abschluß steht, sieht entsprechende Ausgleichsmaßnahmen vo: erläuterte Karl-Heinz Bodora vom Planungsbüro Leis-Bodora. Gemeinsam mit der Landespflege habe man bereits im Vorfel die Linienführung der Sammler von den Ortsgemeinden bis ins Gelbachtal festgelegt. Unterirdische Regenüberlaufbecke: regulierten den Zulauf aus den Gemeinden zur Kläranlage, die die Abwässer aus einem Einzugsgebiet von immerhin 194 km reinigen soll. Peter Pellmann vom Büro Leis-Bodora erläuterte, daß man für den Fall eines Übersetzens des Bachlaufes zu] Vermeidung von Hochwasserschäden eine Auftragung des Geländes von 1,50 in beabsichtige.

Der nahegelegene Ortsteil Dies und die Ortsgemeinde Hübingen sollen aus Kostengründen nicht in das geplante Abwassersystei j integriert werden. Der Transport der Abwässer ist aus Richtung Dies nur über kostenintensive Pumpeneinrichtungen möglicl Hier sind jeweils kleinere Einheiten, die gleichgute Reinigungserfolge erzielen, in der Planung, fugte Heinz Reusch hinzu.

Sollten sich die Bewilligung der Landeszuschüsse für die Verbandsgemeinde Diez verzögern, will man im Bereich der Verbandsgemeinde Montabaur vorab mit dem Bau der Verbin- dungssammler und Zuleitungen beginnen. Andernfalls ist mit dem Baubeginn der Kläranlage im Gelbachtal für 1994 zu rechnen.

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Die neue Kläranlage im Gelbachtal soll Abwässer aus Gemeinden der Verbandsgemeinde Montabaur und der Verbandsgemeinde Diez reini­gen.

Der I. Beigeordnete Heinz Reusch (Mitte) sowie die Planer Karl Heinz Bodora (links) und Peter Pellmann (rechts) stellten die gemeinsame Planung jetzt den betroffenen Gemeinderäten in Gackenbach vor.

Wenige hundert Meter vor Kirchähr soll die neue Kläranlage unmittelbar am Gelbach ent­stehen.

Die Verbandsgemeinden Montabaur und Diez beabsichtigennierdenBau einer Gemeinschafts­anlage, deren Kosten mit 5,5 Mio. DM veran­schlagt sind.

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