Montabaur
Nr. 3/94
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Heraldische Beschreibung:
In Silber eine rote Spitze, darin wachsend ein silbernes Dach mit Glockentürmchen und schwarzem Schallfenster, unter dem Türmchen mit einem dreiblättrigen grünen Buchenzweig belegt. Vorne und hinten je eine rote Rose mit grünen Kelchblättern und silbernem Butzen.
Heraldische Begründung:
Das Wappen der Ortsgemeinde Untershausen ist historisch und landschaftlichbegründet. Im Jahre 1415 wurde die Gemeinde Untershausen erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte schon früh zum Streubesitz der Herren von Isenburg, die hier Gefälle, Bede und Pfenniggülte hatten, wie es die Urkunde von 1415 nachweist. Auf Rechte als Grundherren läßt auch das in Untershausen bestehende und 1548 erwähnte isenburgische »Hofgericht zu Untershausen« schließen. Als Wappen trugen die Isenburger in Silber zwei rote Balken. An Stelle der 2 roten Balken sind in das Ortswappen von Untershausen 2 rote Rosen mit grünen Kelchblättern und silbernem Butzen aufgenommen und deuten so in den Isenburger Farben auf die erste urkundliche Erwähnung hin. In den Farben für Recht und Weisheit erinnern die Rosen aber auch als Zeichen der Gerichtsbarkeit (Symbol des Schweigens und des Geheimnisses) an das alte isenburgische Hofgericht.
Das silberne Dach mit seinem markanten Dachreiter steht in der roten Spitze für das alte Backhaus von Untershausen. Es ist als historisches Gebäude der Mittelpunkt des Ortes, war lange Zeit Schule und ist heute Gemeindehaus. Rot und Silber komplementieren sich hier nicht nur wiederum zu den Isenburger, sondern auch zu den Trierischen Wappenfarben, dessen Kurfürsten bis 1789 die Landesherren waren.
Untershausen ist eine ländliche Gemeinde. Die Gemarkung besteht zu einem Drittel aus Wald, der aus dem früheren Gemeinschaftseigentum der Untershauser Bürger und aufgeforsteten Viehweiden besteht. Der dreiblättrige Buchenzweig steht mit seiner grünen Tingierung für den Wald und die Gemarkung Untershausen.
Nach der langen Zugehörigkeit zu Kurtrier wechselte die Gemeinde Untershausen 1802/06 an das Herzogtum Nassau und kam 1866 an Preußen. Als ehemalige Gemeinde des Unterwesterwaldkreises ist Untershausen heute Teil der Verbandsgemeinde Montabaur im Westerwaldkreis.
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