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Faible für die Umwelt!

Mit sehr viel Enthusiasmus und großen Anzeigen warb die Bäckerei Burggraf aus Staudt im Westerwald für die Umwelt. Wir unterhielten uns mit Herrn Werner Burggraf über den Aufruf an seine Kunden, dieVerpackung in Form von Tortenplatten, Frischhaltedosen o.ä. von zu Hause mitzubringen. Im .nachfolgenden Interview berichtet er über den Erfolg seines Einsatzes.

Herr Burggraf, Sie haben sich in diesem Jahr sehr stark für die Umwelt eingesetzt Woher stammten Ihre Intentionen für dieses Engagement?

W. Burggraf:Für die Umwelt", ist mir etwas zu global ausgedrückt. Vielmehr beschränkte sich mein Einsatz in diesem Jahr zunächst auf den Bereich Müllvermeidung.

Wissen Sie, es ging mir eigentlich darum, die Bevölkerung dahingehend zu mobilisieren, einmal selbst zu überlegen, wie man der Müllmisere beikommen kann. Denn letztendlich bestimmt mehr oder weniger der Verbraucher selbst, wieviel oder -wenig Müll er mit nach Hause nimmt. Ein Teil unserer Kunden hat das auch verstanden. Wie sahen denn jetzt die Maßnahmen im Einzelnen aus?

W. Burggraf: Wie gesagt, es ging um den Bereich der Müll- und Abfallvermeidung. Unsere Kunden waren aufgefordert, ihre Verpackungen von zu Hause mitzubringen. In entsprechenden Anzeigen haben wir mehrmals darauf aufmerksam gemacht. Eine Aktion z.B. wurde über ein.Bonusheftchen geführt. Für jeden Einkauf, den der Kunde bei uns tätigte und dabei auf Tüte oder Einpackpapier verzichtete, bekam er einen Stempel. Bei Abgabe des vollen Heftchens erhielt er 5 DM erstattet.

Und wie war der Erfolg der gesamten Aktion?

W. Burggraf: Ehrlich gesagt hatten wir mehr erwartet. Schon allein die Tatsache, daß man wusste, das staatliche Initiativen, im Besonderen dieDuales System Deutschland GmbH", wohl aus den Kinderschuhen nicht herauskommt, hätte die Bevölkerung doch für Umweltprobleme mehr sensibilisieren müssen. Dies zeigte sich bei der Bonus-Aktion: Solange diese lief, verlangten die Kunden keine Verpackung. Doch als diese Aktion abgeschlossen war, kamen auch wieder weniger Kunden, die ausdrücklich keine Verpackung wollten. Es ist schade das man dem Verbraucher erst einen Anreiz bieten muß, bevor er auf ein solches Thema reagiert.

Dennoch - auch ein kleiner Erfolg ist zumindest ein Teilerfolg.

Und wie geht es im Hause Burggraf nun weiter?

W. Burggraf: Zunächst wollen wir betriebsintern noch einmal ganz gezielt auf die Abfallvermeidung achten, bzw. die sinngemäße Rückführung von Wertstoffen in den Rohstoffkreislauf. Zwar haben wir relativ wenig Abfälle dieser Art, wollen die Wenigen aber dem Recycling zuführen.Wie ich feststellen musste, gestaltet sich diese Aufgabe jedoch recht schwierig. Denn im Gegegensatz zu anderen Landkreisen, z.B. dem Kreis Neuwied, der sogar schon eine Tonne für kompostierbare Bio-Abfälle eingeführt hat, befindet sich bei uns noch dieGelbe Tonne im Aufbau.

Wünschenswert wäre hier ein besseres Konzept zum schnelleren Ausbau, auch im Bereich Bio-Abfälle. Als Bäckerei haben wir natürlich einiges an eben diesen Abfällen, die, entsprechend sortiert, hervorragenden Kompost ergäben und der Agrar-Wirtschaft zu günstigen Bedingungen abgegeben werden könnten. Dadurch würde sich ein entsprechendes Konzept bezahlt machen.

Glauben Sie durch die Umweltaktion eine Imageverbesserung erfahren zu haben?

W. Burggraf: Dies kann ich so nicht beantworten. Wir haben aber eine Imageanalyse durchgeführt, bei der uns annähernd 100% der Befragten, die uns kannten, ein gutes bis sehr gutes Image bestätigt haben. Dies ist natürlich ein Superergebnis. Ob dies allerdings mit auf die Umweltaktion zurückzuführen ist, wage ich zu bezweifeln.

Im Wesentlichen haben wir die Aktion nicht um eines Images Willen durchgeführt, sondern weil wir glaubten, wenn dem Kunden die Möglichkeit eingeräumt wird, Schüsseln, Teller oder was- weiß-ich als Verpackung mitzubringen, dann wird er es auch tun. Aber das Gros der Kunden muß wohl noch zum Umdenken angeregt werden. Im kommenden Jahr werden wir darauf nicht mehr aufmerksam machen, wer aber mithilft, Müll zu vermeiden, ist uns immer willkommen.

Ich glaube, dies war ein gutes Schlußwort.

Vielen Dank, Herr Burggraf, für das Interwiew.

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