Einzelbild herunterladen

Montabaur

_ 2 _

1993 - Kein Jahr des Friedens!

Nr. 45/93

Krieg in vielen Ländern der Erde, Krieg der überwiegend Unschuldige trifft; Tod, Verwundung und Folter. Der Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien, nicht weit von uns entfernt, nimmt immer erschreckendere Formen an.

Geht uns das was an? Das geht uns alle an.

Wir sind nicht selbst betroffen, aber Sorge, Angst und Mitgefühl bewegen die Menschen.

Vor allem die in der Kriegsgräberfürsorge Engagierten wissen aus ihrer täglichen Arbeit, was Krieg bedeutet. Sie wissen auch, daß die Kriegsgräberstätten als Mahnung zum Frieden neue Kriege nicht verhindern können. Aber sie fühlen sich verpflichtet, zu mahnen und zu warnen: Krieg bringt allen Beteiligten nur Leid und Zerstörung. Es bleibt die Frage, ob unsere Arbeit als Beitrag zum Frieden anerkannt wird. Sind die unzähligen Kreuze nicht überzeugend genug? Es ist unsere Überzeugung, durch die Arbeit an den Kriegsgräbern dem Frieden ein Stück näher zu rücken, der heute so unerreichbar scheint.

Unser Gedenken, unsere Trauer gilt all den Soldaten, die sterben mußten oder verschollen sind, dem Elend und Tod aller Menschen jeden, Alters, jeden Geschlechts, jeder Nationalität, die auf den Schlachtfeldern, in den Vernichtungslagern, bei Bombenangriffen in Städten und Gemein­den, auf der Flucht oder bei der Vertreibung aus ihrer Heimat in den letzten Weltkriegen, umkamen.

Wir trauern ebenso um die vielen Menschen, die seit 1945 eines gewaltsamen Todes starben. Ihre Zahl hat längst die des Zweiten Weltkrieges überschritten.

Dieter Kanz

Aufruf

Zum Gedenken all derer, die ihr Leben lassen mußten in der Vergangenheit bis Heute, findet

auf dem »Ehrenhain Westerwald 1939/45«

Friedhof der Stadt Montabaur, an der Friedenstraße,

am

Sonntag, dem 14. November 1993 um 17.30 Uhr

die Totenehrung statt.

Im Namen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. laden wir alle Mitbürger und Gäste, insbesondere die jugendliche Generation recht herzlich zur Gedenkstunde ein.

Die Ansprache hält der Vertreter des Westerwaldkreises, Landrat Peter Paul Weinert.

Die Kranzniederlegung erfolgt im Auftrag der Landesregierung.

Umrahmt wird die feierliche Stunde durch:

Vertreter der Evangelischen und Katholischen Kirche MGV Mendelssohn Bartholdy Montabaur Musikverein »1961 Horressen« e.V.

Ehrenzug der Bundeswehr Montabaur

Abordnungen der

Freiwilligen Feuerwehr Montabaur

Re servistenkamer adschaft Monta b aur Schützengesellschaft »St. Sebastianus« Montabaur

(

Dieter Kanz Beauftragter

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Dr. Paul Josef Possel-Dölken Bürgermeister