Montabaur
Möglich wurde dies durch die stetige Geschäftsentwicklung der letzten Jahre und umsichtige geschäftspolitische Maßnahmen zur Steuerung des Bausparkollektives.
LBS-Bausparer können jetzt noch früher über ihr Bauspardarlehen mit dem niedrigen und über die gesamte Laufzeit festen Zins verfugen.
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Erste Existenzgründerinnen-Tagung in Rheinland-Pfalz
Brüderle und Orth:
Umdenken in der Männerwelt notwendig
Barrieren für angehende Unternehmerinnen abbauen Rund 150 Frauen besuchten heute die erste landesweite Existenzgründerinnen-Tagung im Schloß Waldthausen. Frauen, die sich Gedanken über eine eigene Existenzgründung machen sowie Frauen, die vor kurzem ein Unternehmen gegründet haben, konnten vielfältige Informationen und Tips zum Thema Existenzgründungen sammeln. Veranstalter dieser Tagung waren das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium und der Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz.
Wirtschaftsminister Rainer Brüderle plädierte für »den Abbau von Barrieren, die Frauen den Schritt in die Selbständigkeit erschweren«. Erbetonte, daß Frauen trotz steigender Betriebsgründungen in Rheinland-Pfalz unter den selbständigen Unternehmen noch immer in der Minderheit seien. Dies liege auch daran, daß »sie sich immer noch bei Geschäftspartnern, Kunden und nicht zuletzt auch in ihrem persönlichen Umfeld mehr durchkämpfen müssen als Männer«. Ein Umdenken finde zwar statt, doch dies gehe nur langsam voran. Brüderle: »Oft fehlt die notwendige Einsicht, daß sich immer mehr Frauen von dem Bild der ausschließlich über Ehemann definierten Rolle entfernt haben«.
Nach Angaben Brüderles gab es nach neuesten Zahlen 1992 in Rheinland-Pfalz insgesamt 24.361 Neugründungen von Unternehmen (1991: 20.984). Von Frauen wurde in 6.683 Fällen ein Gewerbe angemeldet (1991: 6.068). Bezogen auf die Gesamtzahl der Neugründungen war das ein Plus gegenüber 1991 von 16,1 Prozent (plus 3.377), bei den Frauen von 10,1 Prozent (plus 615).
Karl-Adolf Orth, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes unterstrich, daß die Frauen die Finanzierungsverhandlungen mit ihrer Sparkasse oder Bank nicht scheuen sollten. Die Vergangenheit hätte gezeigt, daß dort die Risiken für Existenzgründer und das kreditgebende Finanzinstitut am geringsten gewesen wären, wo die »Startphase des Unternehmens« fundiert geplant worden sei und kritische Fragen nicht außen vor geblieben seien. Bei tragfähigen Konzepten sind die Sparkassen bereit, vertretbare Risiken auch in der Phase der Unternehmensgründung zu übernehmen.
Die rheinland-pfälzischen Sparkassen bieten in der Existenzgründung eine umfasse Beratung. Neben einem Leitfaden und einer Checkliste für Existenzgründer unterstützen die Institute die Finanzierungsplanung mit maßgeschneiderten Produkten. Die Fördermittelberatung wird hierbei nicht nur allgemein angeboten. Über EDV-Systeme werden branchen- und unternehmensspezifische Recherchen angestellt. Hierzu ergänzend können über die EG-Beratungsstelle der rheinland- pfälzischen Sparkassen grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen angebahnt werden.
Intensiv ist die Zusammenarbeit der Sparkassen mit den Handwerkskammern und den Industrie- und Handelskammern. Hier hat sich eine sinnvolle Arbeitsteilung in der Finan- zierungs- und Unternehmensberatung ergeben. Die Finanzierungsplanungen zusammen mit der Sparkasse können nur dann optimal sein, wenn zuvor die Investitions-, die Umsatz- und Kostenplanung sowie die Liquiditätsplanung aufgestellt wurde.
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»Sauna-Effekt« in der Garage
Schwitzen macht rostig
In der Garage ist das Auto vor den Unbilden des Wetters geschützt - und damit auch vor Rostfraß sicher, ist die landläufige Meinung.
Dies stimmt nicht immer, so die Experten von Dekra: In schlecht durchlüfteten Garagen kann es zum »Sauna-Effekt« kommen: Wird ein nasses Auto abgestellt, läßt der heiße Motor das Wasser verdampfen. Der Wagen rostet schneller als im Freien.
Nr. 43/93
Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit dauert der Trocknungsprozeß wesentlich länger. Kühlt die Luft ab, schlägt sich Kondens- wasser nieder. Gerade am Unterboden und in Hohlräumen mit beschädigtem Oberflächenschutz ist Staufeuchtigkeit derideale Nährboden für Rost.
Bei Regen und Schnee haben es Autos, die unter der Laterne stehen, manchmal besser. Ständiger Luftzug trocknet das Auto, die Korrosions-Anfälligkeit ist geringer. Deshalb sollte auch in der Garage für genügend »Durchzug« gesorgt werden.
Schlaganfall muß kein Schicksal sein
120.000 Menschen könnten vor einem schweren Schicksal bewahrt, mindestens 25.000 Leben gerettet werden, wenn körperliche Warnzeichen beachtet und dann entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet würden. Daraufhinzuweisen ist eine der Aufgaben, die sich die von Liz Mohn gegründeten »Deutsche Schlaganfall-Stiftung« und die »Schlaganfall-Liga« gestellt haben.
Bernd M. (57) weiß heute nicht mehr, was er sich mit seiner Frau ab 1999, nach der vorgesehenen Pensionierung, alles vorgenommen hatte: Reisen, mehrmonatige Aufenthalte auf Mallorca über die Wintermonate, und, und, und,... Seine Frau Angelika M. weiß, daß sich ihr Traum vom glücklichen Lebensabend voraussichtlich nie erfüllen wird: Sie muß ihren Schwerbehinderten Mann rund um die Uhr betreuen: füttern, waschen, zur Toilette begleiten.
Bernd M. gehört zu den 500.000 Menschen, die jährlich in der Bundesrepublik einen Schlaganfall erleiden. Jeder fünfte stirbt sofort. Wer überlebt, ist für den Rest seines Lebens nicht selten schwer behindert. Nur jeder Vierte erreicht danach seine alte Lebensqualität wieder. Kommen solch gesundheitliche Katastrophen wirklich, wie es scheint, aus heiterem Himmel?
Nein, sagt Liz Mohn, Gründerin der Deutschen Schlaganfall- Stiftung und der Deutschen Schlaganfall-Liga sowie Mitglied des Beirates der Bertelsmann-Stiftung: »Es zählt zu den weitverbreiteten Irrtümern, daß sich ein Schlaganfall nicht ankündigen würde und daß man hier nicht Vorbeugen könne. 120.000 Schlaganfälle könnten in Deutschland jährlich verhindert, mindestens 25.000 Menschenleben gerettet werden, wenn Warnsignale erkannt, ernstgenommen und entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet würden«, so Liz Mohn.
»Das ist, als wenn eine Granate in das zentrale Informations- Zentrum des Körpers einschlägt«, beschrieb der Neurologe Professor Dr. med. G. Sitzer bei der Vorstellung des Programms der Schlaganfall-Stiftung die Folgen dieses Ereignisses. Schlaganfall (auch Gehirnschlag oder - in der Fachsprache - »Apoplexia« genannt - entsteht entweder durch eine Thrombose, einen Blutpfropfen, der eine Arterie verschließt (85 Prozent aller Fälle) oder durch das Platzen eines Blutgefäßes (15 Prozent).
Die Folgen sind schwerwiegend. Professor Sitzer: »Wenn das Gehirn sieben Sekunden ohne Blutversorgung bleibt, tritt bereits Bewußtlosigkeit ein, ab 17 Sekunden sterben Gehirnzellen ab, ab sieben Minuten bleibt jeder Wiederbelebungsversuch erfolglos.«
Für Laien macht sich ein Schlaganfall durch Lähmungen, Seh- und Sprach-Störungen, Schwindel, Kopfschmerzen und bzw. oder Bewußtseinsstörungen bemerkbar. Erste Hilfe: Sofort den Notarzt rufen!
Wochen, oft auch Monate vor diesem schwerwiegenden Ereignis gibt der Körper Warnsignale: Sekunden- oder minutenlanges Erblinden auf einem Auge, Sehen von Doppelbildern, pelziges Gefühl auf der Zunge usw.. Liz Mohn: »Jeder zweite Schlaganfall könnte verhindert werden, wenn man die Warnzeichen ernst nehmen und sofort den Arzt aufsuchen würde.« Noch besser ist es natürlich, durch die Ausschaltung von Risikofaktoren einen Schlaganfall überhaupt zu vermeiden. 40 Prozent des Schlaganfallrisikos würden wegfallen, wenn erhöhter Blutdruck konsequent behandelt wird. Andere Risikofaktoren sind: Rauchen, Alkohol, Übergewicht, Herzkrankheiten, hohe Blutfettwerte.
Die Schlaganfall-Stiftung will nicht nur aufklären und Vorbeugen, sondern auch Menschen nach einem Schlaganfall helfen, wieder ins normale Berufsleben zurückzukehren. Liz Mohn hat hier einen bekannten Mitkämpfer gewonnen, der zugleich Betroffener ist: Dieter Zimmer, bekannt als »Mister Wahlen« beim ZDF. Er hatte vor vier Jahren einen Schlaganfall bekommen - und ist heute wieder voll berufstätig.
Die Deutsche Schlaganfall-Stiftung will außerdem unbürokratisch und in Ergänzung staatlicher Maßnahmen bei der Verbesserung der diagnostischen und therapeutischen Möglich-
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